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HSBC und kein Ende

23. Februar 2015 Klaus Riotte

Anfang des Monats berichteten wir über den Ex-HSBC-Mitarbeiter Hervé Falciani, weil er sich der Allgemeinheit gegenüber vorbildlich verhalten hat, wissentlich, dass seine Existenzgrundlage als Banker damit zu Ende ging. Nun müssen wir schon wieder über diese Bank berichten, liebe Leserinnen und Leser. Diesmal ist das Thema aber nicht so erfreulich. Es geht um ein Datenleck, einen Topmanager und dubiose Zahlungen aus Panama.

Stuart Gulliver, seines Zeichens Chef der HSBC, gehört auch in seiner Branche und Gewichtsklasse zu den Großverdienern. 2012 überwies die Bank ihrem Vorsitzenden 12,9 Millionen US-Dollar. Im gleichen Jahr musste der Top-Manager kleinlaut vor der Weltöffentlichkeit zugeben, dass man große Fehler gemacht habe und sich dafür entschuldigen wolle. Das Institut geriet in den Fokus einer US-Behörde, deren Ermittler sich vorwiegend um das Thema Geldwäsche kümmern. Die US-Justiz stellte ein anhängiges Verfahren gegen eine Einmalzahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar ein. Der Vorwurf lautete damals Beihilfe zur Geldwäsche und Terrorfinanzierung.

So weit so gut?

Leider nein, denn aktuell wird Gulliver mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Da kommt wiederum unser Freund Hervé Falciani ins Spiel. Nach Auswertung der Unterlagen, die er 2008 der HSBC entwendet und französischen Ermittlungsbehörden übergeben hat, kamen nun neue Details ans Licht.

Und diesmal geht es um eines der Privatkonten von Stuart Gulliver!

Die Dokumente belegen eindeutig, dass Gulliver Nutznießer eines Schweizer HSBC-Kontos einer dubiosen Firma aus Panama war. Die Kollegen des Londoner Guardian ermittelten, dass über dieses Konto bis 2003 jährliche Bonuszahlungen an Gulliver direkt überwiesen wurden. Ende 2007 soll der Kontostand 7,6 Millionen Pfund betragen haben.  Auf Anfrage des Guardian gaben die Anwälte des britischen Bankers folgende Stellungnahme ab: “Unser Mandant hat damals ein Konto bei der Schweizer HSBC eröffnet, um seine Bonuszahlungen vor den Kollegen aus Hongkong geheim zu halten.”

Warum für das Konto in Panama eine Firma gegründet wurde, wollten die Rechtsbeistände nicht kommentieren. Der Hauptsitz der HSBC ist in London. Dort arbeitet Gulliver derzeit auch. Dennoch hat er offiziell seinen Wohnsitz in Hongkong.

Die daraus resultierenden Steuervorteile lassen wir einfach mal unkommentiert. Auch dass die britische Großbank bis  vor kurzem noch Steuerhinterziehern, Kriminellen und sogar Personen, die den internationalen Terrorismus finanziell am Leben halten, den reibungslosen Ablauf ihrer Finanztransaktionen ermöglichte, möchten wir nicht mehr näher ausführen.

Wir sind der Meinung, dass wir alle endlich mal über das System nachdenken sollten!

Wir haben es doch in der Vergangenheit oft genug erlebt. Durch Fehlverhalten einzelner Personen oder Personengruppen geraten Finanzinstitute in Schieflage. Dann stellt man sich reumütig hin, faselt irgendwas von systemischen Problemen und erklärt sich selbst für systemrelevant. Danach kommt sofort die Politik angelaufen und bietet Rettungsprogramme an, die von uns Steuerzahlern finanziert werden dürfen, ohne dass uns jemals mal jemand danach gefragt hätte. Wenn aber die fetten Gewinne sprudeln, werden alle legalen (und manchmal auch illegalen) Register gezogen, um der Allgemeinheit so wenig wie möglich zurück zu geben. Die Manager bleiben unbehelligt, die Boni fließen weiter.

Wann endlich wird die Politik einsehen, dass für Banker und Banken genau die gleichen Regeln gelten, an die sich jeder Arbeitnehmer und jedes Unternehmen halten muss: Für eigenes Handeln ist jeder selbst verantwortlich. Für eigene Fehler muss man die Konsequenzen tragen.

Wann endlich hören wir auf, dieser Branche das (nirgendwo als Gesetz geschriebene) Recht einzuräumen, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren.

Es wird Zeit, umzudenken!

In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, einen angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

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GREXIT und die Folgen

16. Februar 2015 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser, heute, am Rosenmontag, wollen auch wir die Dinge mal nicht so verbissen sehen. Dieses Thema treibt uns ja schon so lange vor sich her. Wir haben uns mal überlegt, was wirklich passiert, wenn unsere hellenischen Freunde den gemeinsamen Euro verlassen.

Experten jedweder Couleur geben seit geraumer Zeit ihre Kommentare zu dem Thema “Griechenland verlässt den Euro” (GREXIT) ab. Dabei richtet sich der Standpunkt oftmals auch nach politischen oder anderweitigen Vorlieben.

Wir wollen hier mal versuchen, die Sache so neutral wie möglich zu analysieren.

Die Fakten

Derzeit drehen die Euro-Finanzminister und ihre Regierungschefs wieder eine Runde nach der anderen in der Frage: Wie soll es mit Griechenland nach der Wahl weiter gehen (Anmerkung der Redaktion: die Griechen haben weitestgehend linksaußen gewählt und werden nun von einem Links-Rechts-Experiment regiert). Die Griechen heben derzeit Tag für Tag mehrere 100 Millionen Euro bei ihren Banken ab. Dabei sind zwei Muster zu erkennen: Flucht in Gold oder ab unter die Matratze mit dem Baren. Wir können hier nur noch über die Mittelklasse abwärts spekulieren, denn die wirklich Reichen haben das Land (beziehungsweise ihr Geld hat es) schon längst verlassen.

Was passiert, wenn Griechenland wirklich die Euro-Zone verlässt?

Das Geld wird zwangsweise von Euro in eine andere Währung (nennen wir sie mal Drachmen) umgetauscht. Bei Bankguthaben ist das kein Problem, das geht auch in Griechenland per Knopfdruck. Neue Geldscheine und Münzen werden wohl nicht so schnell verfügbar sein (obwohl es auch Experten gibt, die sich sogar soweit entblöden und behaupten, dass die griechische Regierung Milliarden Drachmen in Scheinen und Umlaufmünzen gebunkert hat). Am realistischsten erscheint noch die Variante, dass alle Euro-Scheine per Stempelaufdruck in eine neue Währung transformiert werden.

Schlaue Frage am Rande: was geschieht mit denen, die vorher noch ungestempelte Euro (siehe weiter oben, Stichwort Matratze) in Sicherheit gebracht haben? Gute Frage, einfache Antwort: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben alles richtig gemacht! Es sei denn, die Links-Rechts-Kombo beschließt per Regierungsdekret, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt alle Euro, ob mit oder ohne Stempel, umlauftechnisch als gestempelt gelten. Keine Angst, wir werden diesen Blog-Beitrag nicht ins Bodenlose führen, in dem wir jetzt fragen, wie mit Touristen in dem Moment zu verfahren sei. Das soll sich bitte die griechische Regierung überlegen.

Was geschieht in diesem Fall mit den griechischen Auslandsschulden?

Nominal? Bleiben sie natürlich bestehen.

Faktisch? Wird die Regierung sie nicht mehr bedienen oder im besten Fall in die neue Währung konvergieren und die nächsten Jahre alle verfügbaren Druckmaschinen an werfen.

Kollateralschaden? Wenn Portugiesen und Spanier merken, dass die Griechen damit durchkommen … den Rest überlassen wir Ihrer Phantasie, liebe Leserinnen und Leser. Genau wie die Themen: Was passiert mit Italien und Frankreich? Was wird die EZB tun? Was passiert mit den ganzen Kreditderivaten, die in diesem Zusammenhang fällig werden?

Was geschieht mit uns?

Wir alle zahlen die Zeche, was denn sonst?

Fazit:

Was wir hier geschrieben haben, liebe Leserinnen und Leser, ist natürlich eine Rosenmontags-Posse, die alles recht grob verdichtet. Was wir allerdings beim Schreiben gelernt haben: Das Problem GREXIT hat viele Facetten, gründliches Nachdenken ist erforderlich und wer so mir nichts dir nichts dahersagt, sollen sie doch gehen, die Griechen, wird sehr wahrscheinlich sein blaues Wunder erleben.

In dem Sinne …

wünschen wir den Finanzministern und Regierungschefs der Euro-Zone starke Nerven, analytische Fähigkeiten und eine tiefgreifende Abneigung gegen Populismus jeder Art.

Helau!

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Respekt, Hervé Falciani!

9. Februar 2015 Klaus Riotte

Wir haben bei unseren täglichen Recherchen eine Meldung gefunden, die wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht vorenthalten möchten. Es geht mal wieder um das beliebte Thema Banken. Wir lehnen generelles Banken-Bashing ab, aber dieser Fall ist dermaßen brisant, dass wir um eine Berichterstattung nicht umhin kommen.

Die Vorgeschichte

Wir möchten nochmal an das Jahr 2008 erinnern. Damals verschwand der Mitarbeiter der Großbank HSBC, Hervé Falciani,  mit 130.000 Kundendaten. Die Dokumente übergab er französischen Fahndern. SZ (Süddeutsche Zeitung), NDR und WDR haben in langwieriger und mühevoller Kleinarbeit einen Teil der Dokumente ausgewertet. Die Daten lassen den Schluss zu, dass die Bank in der Schweiz Schwarzgeld in Milliardenhöhe gehortet hat.

Vor drei Jahren wurde die HSBC von den USA der Geldwäsche und Terrorfinanzierung beschuldigt und konnte sich mit einer Einmalzahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar von dem Vorwurf frei kaufen.

Nun werden neue Vorwürfe erhoben

Nach intensiven Recherchen der Süddeutschen Zeitung sowie den beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten NDR und WDR sollen bei einer Schweizer Tochter des Geldinstituts Steuerhinterzieher und andere Kriminelle Beträge in Milliardenhöhe gebunkert haben.

Die jetzt ausgewerteten Daten lassen den Schluss zu, dass die Bank sich nicht mehr so einfach damit raus reden kann, man könne ja nicht jeden Kunden detailliert durchleuchten. Es geht aus dem Material klar hervor, dass Mitarbeiter der Bank Ihren Kunden bei der Verschleierung der Geldanlage in beträchtlichem Umfang behilflich waren.

Besonders brisant sind die Namen der Kunden

Die Journalisten der beteiligten Redaktionen sind auf die Namen von etwa 100.000 Einzelpersonen aus über 200 Ländern gestoßen. Es konnten direkte Verbindungen zu Verwandten von bekannten Autokraten aus Syrien, Ägypten und China hergestellt werden. Außerdem fanden sich auch viele Personen in den Listen wieder, die ihr Geld mutmaßlich mit dem Verschieben von Blutdiamanten und illegalen Waffen erwirtschaftet haben. Auch den Behörden bekannte Finanziers des internationalen Terrorismus darf die Bank zu ihren Kunden zählen.

Wir reden leider nicht über Kleckerbeträge. So sollen sich im Jahr 2007 etwa 75 Milliarden Euro auf Konten der Niederlassung in Genf befunden haben. Bisher haben Finanzbehörden aus Deutschland und elf weiteren Staaten dank der Unterlagen Straf- und Steuerzahlungen von mehr als einer Milliarde Euro generieren können.

Was sagt die HSBC zu dem Vorfall?

In einem Gespräch mit der SZ räumte ein Sprecher der Bank Kontrollversagen in der Vergangenheit ein. Man habe in der Schweiz wohl zu viele Hochrisiko-Konten geführt. Weiterhin wurde bestätigt, dass man sich von allen steuerlich problematischen Kunden getrennt habe.

Was ist eigentlich aus dem Datenbeschaffer Hervé Falciani geworden?

Immerhin wurden mit seinem entwendeten Datenbestand Hunderte Steuerbetrüger enttarnt. Ende 2008 setzte er sich mit den Daten von 130.000 Kunden nach Frankreich ab. Der Mann wurde massiv bedroht. Wenn man sich die Liste der Namen und ihre mutmaßlichen Geschäftstätigkeiten ansieht, wundert es nicht wirklich. 2012 entschied er für sich, dass der sicherste Ort für ihn der staatliche Strafvollzug sei. Er stellt sich in Spanien den behörden. Die Schweiz stellte sofort einen Auslierferungsantrag. Die spanische Justiz verweigerte dieses Ansinnen. 2013 kehrte der Italo-Franzose nach Frankreich zurück, wo er seitdem unter Polizeischutz steht.

Den Kollegen des Spiegel ist es gelungen, 2013 ein Gespräch mit Hervé Falciani zu führen.

Für uns ist dieser Mann ein Held. Er hat gewusst, welche Klientel seine Bank betreut und sich trotzdem zu diesem mutigen Schritt durch gerungen. Die Bank wird leider, wie in der Vergangenheit schon oft geschehen, mit einer mehr oder weniger erträglichen Strafzahlung (wenn überhaupt) davon kommen. Der Mann, der diese Lawine ins Rollen brachte, wird wohl nie mehr das Leben führen können, das er mal geführt hat.

Leider ist der Mann kein Einzelschicksal. Wann werden wir endlich aufhören, die Wirkung zu bekämpfen und stattdessen die Ursache angehen?

Ein Hinweis noch in eigener Sache: Seit tausenden von Jahren lohnt sich der Erwerb von Gold und Silber. Sie können in unserem Online-Shop oder bei uns vor Ort oder in unseren Filialen im Rahmen eines Tafelgeschäfts anonym kaufen.

 

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Ein wenig Geschichtsunterricht gefällig?

2. Februar 2015 Klaus Riotte

Ja, liebe Leserinnen und Leser, die Überschrift stimmt. Wir werden Sie heute in das 20. Jahrhundert, genau genommen in das Jahr 1942 entführen. Warum? Lesen Sie weiter.

Griechenland, besser gesagt seine Regierung, hat sich wohl etwas im Archiv umgesehen und ist dabei auf einen Vorgang aus dem Jahr 1942 gestoßen. In dem Kriegsjahr vergab die griechische Nationalbank eine Anleihe an das Deutsche Reich. Wert damals: 476 Millionen Reichsmark. Wert heute? Man könnte sagen, irgendwo zwischen 8,25 Milliarden Euro (laut Schätzung des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages) und 11 Milliarden Euro (von dem Wert geht die griechische Regierung aus). Pikant? Zugegeben, die Sache liegt schon ein paar Jahre zurück, aber beide Parteien sind sich einig, dass das Geld nie zurück gezahlt wurde.

Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Wie wir alle wissen, ist die derzeitige griechische Regierung etwas klamm. Also ist man bei dem Versuch, noch irgendwo Bares zu finden, auf diesen vermeintlichen Schatz gestoßen. Zum einen sind 11 Milliarden Euro eben 11 Milliarden Euro. Zum Anderen ist die derzeitige Regierung von Amtschef Alexis Tsipras ist nicht zuletzt wegen vieler Versprechen, vor allem an die kleinen und mittleren Bevölkerungskreise, an die Macht gekommen. Die Klientel wartet nun gespannt auf die Verteilung dieser (Wahl-)Geschenke. Und Geschenke kosten eben Geld. Außerdem hat sich die hellenische Bevölkerung bei dem Gedanken an die Themen Reformen und Sparen in der Vergangenheit recht renitent verhalten, was durchaus nachvollziehbar erscheint, da die Reichen bisher weitestgehend geschont wurden.

Polemik, meinen Sie jetzt, liebe Leserinnen und Leser?

Mitnichten, meine Lieben, hier nur ein Beispiel von vielen. Bisher hat es noch keine griechische Regierung geschafft, die milliardenschweren Reeder zur Kasse zu bitten. Die sind nämlich schlicht und ergreifend von der Steuer befreit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt

Da man in Griechenland (warum auch immer) Angela Merkel zum Hauptfeind erklärt hat, wäre dies zudem eine nette Gelegenheit, unserer Bundeskanzlerin eins auszuwischen.

Die deutsche Bundesregierung sieht das natürlich ganz anders.

Sie steht auf dem Standpunkt, dass mit Inkrafttreten des Zwei-Plus-Vier-Vertrages 1990 alle Ansprüche auf Kriegsreparationen abgegolten oder erloschen sind.

Fazit?

Die Sache ist schon etwas unappetitlich, zumal die Rechtslage nicht eindeutig ist. Außerdem wird der Vorstoß der neuen griechischen Regierung die Historiker auf den Plan rufen, da es gerade bei dem Thema noch einiges zu entdecken gibt. Was langfristig passiert, wissen wir auch nicht. Aber kurz- oder mittelfristig wird die Bundesregierung nicht klein beigeben, so dass die Aktion des Wahlgewinners Tsipras wohl nur eine mediale Aufmerksamkeit erreichen wird. Seine Löcher wird Griechenland wohl oder übel anders stopfen müssen.

Wir werden, wie Sie das gewohnt sind, liebe Leserinnen und Leser, auch bei dem Thema am Ball bleiben und berichten, sobald es etwas Neues gibt.

Bis dahin legen wir Ihnen noch einen Tipp in eigener Sache ans Herz.

Sollten Sie in diesen unsicheren Zeiten (Negativzinsen, Guthaben-Strafzinsen, Eurokrise …) etwas für die Stabilität Ihres Vermögens tun wollen, sollten Sie sich einmal in Ruhe in unserem Online-Shop 321goldundsilbershop.de umsehen. Falls Sie lieber anonym im Rahmen  eines Tafelgeschäfts direkt bei uns kaufen wollen, haben wir ebenfalls alles Wichtige an Informationen zusammen getragen.

In dem Sinne, Ihr Lieben, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche und bis zum nächsten Mal.

 

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Griechenland hat gewählt

26. Januar 2015 Klaus Riotte

Die nationale und internationale Presse ist sich einig: Griechenland hat gewählt und ein ganz klares Votum gegen Frau Merkel abgegeben. Wie es dazu kam und welche Konsequenzen das haben könnte, erfahren Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier bei uns.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Gestern hielt bei einer Kundgebung nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses eine Syriza-Anhängerin ein Schild in den Athener Nachthimmel, auf dem zu lesen war: GUTE NACHT FRAU MERKEL.

Lassen wir doch mal einen hohen EU-Beamten zu Wort kommen.

Zitat:

Wenn Syriza wirklich eine Abkehr vom Spar- und Reformkurs durchsetzt, könnten Bewegungen in Spanien, Italien oder Frankreich mit ähnlichen Forderungen Auftrieb erhalten.

Zitatende.

Was ist eigentlich passiert?

Das linke Bündnis Syriza hat bei der Parlamentswahl am Sonntag in Griechenland einen klaren Sieg gelandet. Die Partei von Alexis Tsipras stellt mit 36 Prozent die stärkste Fraktion im Athener Parlament. Auf Platz zwei landete die konservative ND (Neue Demokratie) des aktuellen Regierungschefs Antonis Samaras mit 28 Prozent. Es gibt eine interessante Besonderheit im griechischen Wahlsystem: die Partei mit den meisten Stimmen erhält zusätzlich 50 Sitze im Parlament. Wir wollen versuchen, die wichtigsten Fragen, die sich nach diesem Ergebnis stellen, zu beantworten.

Wie realistisch ist ein Euro-Austritt der Hellenen?

Eine spannende Frage, da der Wahlsieger Tsipras immer wieder im Vorfeld der Wahl einen Austritt aus dem Euro abgelehnt hat. Einerseits. Andererseits hat er auch kein Hehl daraus gemacht, dass er das Sparprogramm lockern wird und bei den internationalen Gläubigern einen Schuldenerlass durchsetzen will. Im äußersten Fall wäre ein Austritt Griechenlands (Grexit) möglich. Die Euro-Finanzminister treffen sich heute zu einer allgemeinen Lagebesprechung, konkrete Beschlüsse sind aber nicht zu erwarten.

Wird Tsipras der neue Regierungschef?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit: Ja! Allerdings hat seine Partei die absolute Mehrheit von 151 Sitzen knapp verfehlt. Er muss also auf Partnersuche gehen. Klar ausgeschlossen hat er ein Bündnis mit den bisherigen Regierungsparteien Neue Demokratie, PASOK und der PASOK-Abspaltung von Papandreou (Ex-Premier). Damit bleiben als Verhandlungspartner nur noch die Unabhängigen Griechen (rechtspopulistisch) sowie die Kommunisten, die das allerdings im Vorfeld der Wahl schon abgelehnt haben.

Soeben wurde bekannt, dass neben den Unabhängigen Griechen auch die Partei To Potami (politisch eher in der Mitte verortet) zu einer Koalition bereit wäre. Damit hätte der Wahlsieger auch im Parlament eine breite Mehrheit.

Wie geht es jetzt weiter?

Wie die Kollegen von Spiegel-Online gerade vermelden, ist es zu einer Regierungsbildung gekommen. Um 15:00 Uhr will der Präsident Karolos Papoulias den Wahlsieger Alexis Tsirpas zum alleinigen Kandidaten als Ministerpräsident nominieren. Zuvor hat der Chef der nationalistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel), Panos Kammenos, mitgeteilt, man habe sich auf die Bildung einer Koalitionsregierung geeinigt. Im O-Ton klingt das so:

Zitat:

Von diesem Moment an gibt es eine Regierung. Wir werden zu Merkel auf unseren Füßen gehen, nicht auf den Knien rutschen.

Zitatende:

Weitere Stimmen aus Griechenland

Das ist eine neue Ära (Dimitris Vitsas, Syriza-Parteisekretär).

Das ist ein Triumph des Anti-Sparplan-Blocks (Giorgos Christoforidis von den Unabhängigen Griechen), und weiter:

Unser Partei hat zwar rote Linien bei den Themen Zuwanderung, Kirche und Außenpolitik. Kammenos und Tsipras verbindet jedoch gegenseitiger Respekt und eine persönliche Beziehungen. Die Partnerschaft wird großartig funktionieren.

Zitatende.

Die neue Regierung grenzt sich klar von der bisherigen Politik der Konservativen ab.

Die Führung der Rechtspopulisten (4,8 Prozent der Stimmen) ließ heute folgende Stellungnahme veröffentlichen:

Unser  Land  ist besetzt von den Geldgebern. Daher muss Griechenland befreit werden. Athen soll keine Schulden zurückzahlen.

Zitatende.

Das klingt recht martialisch, wird sich aber in der täglichen Regierungsarbeit etwas moderater anhören. Wenn Griechenland im Euro bleiben will, sind Kompromisse nicht zu vermeiden. Allerdings werden auf die Euro-Partner schwere und langwierige Verhandlungen zukommen. Man darf gespannt sein. Wir werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf dem Laufenden halten.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Falls Sie in nächster Zeit ein Tafelgeschäft in Erwägung ziehen, sollten Sie sich vorab auf unserer Seite informieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

 

 

 

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Spinnen die jetzt, die Schweizer?

18. Januar 2015 Klaus Riotte

Kein Druckfehler, liebe Leserinnen und Leser, die kleine Schweiz hat es in der vergangenen Woche geschafft, die Finanzwelt ganz schön in Atem zu halten. Die Chronologie der Ereignisse und die Folgen daraus haben wir für Sie in diesem Blog-Beitrag nochmal zusammen gefasst.

Gleich mehrere Großbanken wurden von der Franken-Freigabe unserer Alpen-Nachbarn kalt erwischt. Deutsche Bank und Citigroup hat der Alleingang der Schweizer Nationalbank jeweils etwa 150 Millionen Euro gekostet. In dem Zusammenhang wurden von Finanzmarkt-Experten auch immer wieder einige Hedge-Fonds und die britische Barclays genannt. Devisenhändler wurden von dem Vorgehen völlig überrascht. Einige sprachen von selten gesehenem Chaos und panikartigen Reaktionen. In kurzer Zeit kletterte der Franken um bis zu 30 Prozent nach oben. Der US-Onlinebroker für Kleinanleger, FXCM, musste mit einem Notkredit in Höhe von 300 Millionen US-Dollar gerettet werden. Der Kurs brach zeitweise um 70 Prozent ein. Die britische Alpari UK ging gar in die Insolvenz. Die Briten zählen auch viele Deutsche zu ihren Kunden.

Das (zugegeben) kleine Devisenunternehmen Global Brokers aus Neuseeland hat gleich die Segel gestrichen und sofort nach der Entscheidung sein Geschäft eingestellt. Der Geschäftsführer David Johnson bat seine Kunden mit der lapidaren Begründung um Entschuldigung, das Kapital sei aufgefressen und man erfülle die Kriterien der Finanzaufsicht nicht mehr. Das Geld der Anleger soll aber sicher sein.

Was ist geschehen?

Die Nationalbank der Schweiz (SNB) hat am Donnerstag beschlossen, die Landeswährung Schweizer Franken vom Euro-Kurs zu lösen. Die Euro-Bindung erfolgte vor drei Jahren mit dem Versprechen, den Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken nicht zu unterschreiten. Dies ist ab Donnerstag Vergangenheit.

Seit 2011 hat die SNB sich an den Devisenmärkten teilweise massiv mit Euro eingedeckt, um die eigene Währung schwächer zu machen. Das Ziel war klar definiert: der Euro muss mindestens 1,20 Franken kosten. Immer dann, wenn für den Euro weniger gezahlt werden mußte (der Franken war dann stärker), steuerte die Notenbank dagegen. Diese Politik wurde nun handstreichartig und überraschend aufgegeben. Künftig wird es keine Euro-Käufe mehr geben, um die Marke von 1,20 Franken zu halten.

Folgen für die Schweizer Wirtschaft?

Für die Schweizer Exportwirtschaft und die Tourismusindustrie ist eine starke Währung sehr problematisch. Die meisten Waren (Maschinen und Pharmaprodukte) wurden 2013 nach Deutschland, USA, Frankreich und Italien verkauft. Ein starker Franken verteuert die Ausfuhr, schwächt die Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Für Touristen bedeutet das, dass ein Urlaub in der Schweiz immer teuerer wird. Die Zahlen für Übernachtungen sind in den letzten drei Jahren stetig zurück gegangen.

Folgen für die Verbraucher?

Importe aus dem Euroraum werden billiger. Davon profitieren die Verbraucher sowohl bei Konsumgütern als auch bei Dienstleistungen. Nicht vergessen sollte man auch den grenznahen Shopping-Tourismus,  der für die Eidgenossen jetzt noch günstiger werden wird.

Folgen für uns?

Einzelhändler in Grenznähe sowie die Exportwirtschaft dürfen sich zu den Gewinnern zählen, da die Waren für die schweizer Bevölkerung billiger werden. Die Tourismus-Industrie in der Eurozone wird sich auf mehr Besucher aus dem Alpenland einstellen können. In Osteuropa hält sich die Freude hingegen in Grenzen. Viele dort haben, der niedrigen Zinsen wegen, Kredite in Schweizer Franken aufgenommen. Das dürfte (auch für Kreditnehmer aus Nicht-Euro-Staaten wie Polen oder Kroatien) teuer werden, denn die Kreditraten werden steigen. Es gibt keine genauen Zahlen, Experten gehen aber in Osteuropa von Hunderttausenden Verbrauchern aus.

Welche Gründe sind denkbar?

Experten machen vor allen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich. Am 22. Januar wird aller Vorraussicht nach die EZB grünes Licht für weitere Anleihekäufe geben. Damit werden weitere Milliarden in den ohnehin schon überhitzten Markt gepumpt. Die Schweizer müssten, um Ihre 1,20-Franken-Politik aufrecht zu erhalten, weitere Euro kaufen. Die SNB hat wohl erkannt, wie schwer (bis unmöglich) es ist, ein solche Marke zu halten. Die Deutsche Bank hat es treffend formuliert: Die Schweiz hat sich für ein Ende mit Schrecken und gegen einen Schrecken ohne Ende entschieden. Der Schweizer Franken ist nach wie vor bei Käufern sehr beliebt, da er neben Gold als sicherer Hafen in einer unsicheren Zeit gilt.

Der SNB-Chef Thomas Jordan hat kurz nach der Entscheidung mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) und Le Temps geredet.

Wir zitieren:

Wir (die SNB, Anmerkung der Redation) sind uns zwar bewusst, dass die überraschende Abkehr vom Mindestkurs zum Euro die Schweizer Wirtschaft vor Probleme stellen wird und die Finanzmärkte einige Zeit brauchen, um sich von dem Schock zu erholen. Der Schritt ist aber angesichts des anhaltend fallenden Euro nötig, um langfristig die Kontrolle über die Geldpolitik zu behalten. Die internationale Entwicklung ist auseinander gedriftet. Immer mehr Geld auszugeben, um den Mindestkurs von 1,20 Franken zu halten, ist für eine Notenbank weder nachhaltig noch glaubwürdig. Da ist es besser, Kritik auf sich zu nehmen. Der Mindestkurs war ohnehin nur eine zeitweilige Ausnahme. Die heftigen Marktreaktionen sind überzogen.

Zitatende.

Was bedeutet das nur für Sie, liebe Leserinnen und Leser?

Wir gehen gerne das Risiko ein, als Wiederholungstäter zu gelten. Aber haben Sie mal nachgedacht, einen Teil Ihres Vermögens sicher und stabil zu investieren? In dem Fall sollten Sie sich die Produkte in unserem Online-Shop ansehen. Wenn Sie nur ein klein wenig recherchieren, werden Sie feststellen, dass Sie mit Gold und Silber mittel- und langfristig nicht das schlechteste Geschäft machen. Wir möchten es auch nicht versäumen, Sie auf die Möglichkeit hinzuweisen, Gold und Silber anonym im Rahmen eines Tafelgeschäfts zu erwerben. Weitere Informationen, Adressen und Ansprechpartner finden Sie hier.

In dem Sinne, meine lieben Freundinnen und Freunde, eine erfolgreiche Arbeitswoche und bis zum nächsten Mal.

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2015, eine Tragödie und eine Kommödie

9. Januar 2015 Klaus Riotte

Bevor wir uns den ernsten Themen zuwenden, liebe Leserinnen und Leser, wünscht das komplette Team Ihnen und Ihren Lieben alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr. Bleiben Sie gesund. Wir werden Sie auch in diesem Jahr wöchentlich auf dem neusten Stand halten.

Tragödie

Anfangen müssen wir diese Woche leider mit einem sehr traurigen Thema. Es geht um den Anschlag auf das Pariser Satiremagazin “Charlie Hebdo”, bei dem zwölf Menschen ihr Leben verloren. Wir wollen uns hier nur kurz auf die Fakten konzentrieren, da die Ermittlungen der Polizei noch in vollem Gange sind und die Hintergründe wohl erst in einigen Wochen oder Monaten bekannt sein dürften. Am 7. Januar 2015 stürmten vermummte Attentäter die Redaktionsräume des Magazins im 11. Arrondissement in Paris. Die Männer waren mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffnet und eröffneten gegen 11 Uhr 30 das Feuer. Der Spuk dauerte etwa fünf Minuten. Derzeit sind die Täter auf der Flucht.

Es wird weltweit über das Thema berichtet. Wir halten uns hier bewusst zurück, da noch keine genauen Details bekannt sind. Das gilt auch für die Motivation der Täter. Ob hier religiöse, pathologische oder persönliche Gründe eine Rolle spielen, wissen wir nicht. Wir möchten uns hier auch bewusst gegen alle stellen, die derzeit versuchen, im Windschatten dieser schrecklichen Tat ihre eigene Suppe zu kochen. Dazu ist unser Respekt vor den zwölf Toten zu groß. Wir wünschen den Angehörigen und Freunden all die Kraft, die sie jetzt und in Zukunft brauchen, um diese Tat zu verarbeiten.

Kommödie

Der große deutsche Komiker Heinz Erhardt konnte 35 Jahre nach seinem Tod nochmals einen Volltreffer landen. Am Dienstag strahlte der Norddeutsche Rundfunk einen Film aus, der erst vor kurzem in einem Wiener Nachlass entdeckt wurde. Der Film wurde 1960 gedreht und dauert etwas mehr als 36 Minuten.

Hier können Sie das Werk in voller Länge bewundern.

Auch die Enkeltochter des Künstlers, die seinen Nachlass verwaltet, wusste nichts von der Existenz des Films mit dem schönen Titel “Geld sofort”. In der Komödie spielt Erhardt einen jungen Mann, der heiraten will und einen Kredit für einen Fernseher und einen Kühlschrank braucht. Dabei gerät er in die Fänge des betrügerischen Finanz-«Experten» Direktor Ehrlich (Oskar Sima).

Parallelen zu unserer Zeit sind durchaus gewollt.

Die originalen Filmrollen stammen aus einem Nachlass mit Material des Regisseurs Johann Alexander Hübler-Kahla. Möglicherweise sei der Film Anfang der 1960er Jahre entstanden, hieß es. Die Romanvorlage «Eine kleine Geschichte aus einer großen Stadt» stammt von Gabriel D’Hervilliez.

Die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten haben es wunderbar auf den Punkt gebracht.

Zitat:

Der Film zeigt in beeindruckender Klarheit, wie die Finanzbranche funktioniert – und warum das Elend der Schuldner und das Glück der Banken zeitlos sind.

Zitatende.

In dem Sinne möchten wir in 2015 dort weitermachen, wo wir 2014 aufgehört haben. Denken Sie immer daran, einen Teil Ihres Vermögens in physisches Gold und Silber zu investieren. Sie können das online in unserem Shop erledigen. Sie dürfen allerdings auch bis zu einer Grenze von 14.999,00 Euro pro Person ein Tafelgeschäft anonym tätigen. Kommen Sie einfach mal bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen vorbei und lassen Sie sich informieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ansonsten, liebe Leserinnen und Leser, nochmals alles Gute und Liebe in 2015 und bleiben Sie uns treu.

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Weihnachten

23. Dezember 2014 Klaus Riotte

 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute haben wir keinen aktuellen Blog-Beitrag vorgesehen. Wir sind zur Zeit dabei, das Jahr für Sie zusammen zu fassen und werden uns erst am Montag/Dienstag nächster Woche wieder bei Ihnen melden. Dann geht auch die Serie über die 100-Euro-Goldmünzen weiter.

Wir möchten uns auf diesem Weg für Ihr Vertrauen und Ihre Treue im Jahr 2014 bedanken und wünschen Ihnen, Ihren Familien und allen, die Sie lieben und mögen frohe, besinnliche und ruhige Weihnachtsfeiertage.

Ihr gesamtes Team von 321goldundsilbershop.de

 

 

 

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Gelddruckerei streicht 1000 Stellen

12. Dezember 2014 Klaus Riotte

Das ist leider kein Scherz, liebe Leserinnen und Leser, die Firma Giesecke & Devrient (G&D) aus München steckt so tief in der Krise, dass 1000 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Wenn Sie wissen wollen, wie es soweit kommen konnte, lesen Sie einfach weiter. Im zweiten Teil dieses Beitrags setzen wir unsere 100-Euro-Goldmünzen-Serie mit der Ausgabe Bamberg 2004 fort.

Laut Firmenvertreter aus München will die Banknotendruckerei mit dieser Maßnahme dem ruinösen Preiskampf innerhalb der Branche begegnen. Weltweit beschäftigt das Familienunternehmen 12.000 Menschen. Von den 4.000 Mitarbeitern in Deutschland müssen 15 Prozent gehen. Mit der Prinzregentenstraße in München leistete sich das Unternehmen bisher eine der teuersten Adressen in Deutschland. Laut Aussage eines Firmensprechers soll der Standort recht zeitnah ins oberbayrische Gmund (Sicherheitssysteme) beziehungsweise an den Gründungsort Leipzig (Banknoten) verlegt werden. Durch beide Maßnahmen versprechen sich die Münchner ein Einsparpotential von 200 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren. Das ist auch dringend notwendig.

Wie konnte es so weit kommen?

Zunächst steht die private G&D im europäischen Wettbewerb mit staatlichen Druckereien, die entsprechend subventioniert werden. Stagnierende Erlöse und ein Gewinneinbruch von 90 Prozent belasteten die Firma im letzten Jahr sehr. Auch im aktuellen Jahre stagnieren Überschuss und Betriebsergebnis (Ebit). Eigentlich sollte das Betriebsergebnis von 56 auf 95 Millionen Euro steigen. Von diesem Ziel hat man sich allerdings angesichts der aktuellen Zahlen bereits verabschiedet. Außerdem bemängelt das Unternehmen eine nicht wettbewerbsgerechte Vergabe der Druckaufträge für Euro-Scheine. Die größten Konkurrenten in Europa (De La Rue aus England und Oberthur aus Frankreich) vermelden allerdings aktuell ähnliche Probleme.

Die zukünftige Stratgie hat der G&D-Konzernchef Walter Schlebusch folgendermaßen formuliert.

Zitat.

Wir müssen unsere Kosten kurzfristig und nachhaltig senken, um unsere führenden Positionen im Markt zu behaupten und dadurch langfristig Arbeitsplätze zu erhalten. Investitionen in neue Entwicklungen werden unverändert fortgesetzt .

Zitatende.

Das mag zwar der Wahrheit entsprechen, klingt aber nicht gerade phantasievoll und kreativ, sondern eher nach durchschnittlichem Business-Sprech. Wir werden, liebe Leserinnen und Leser, an dem Thema dran bleiben und berichten, wenn es denn was Neues gibt. Genau so, wie Sie es von uns gewohnt sind.

Nun wollen wir Ihnen eine weitere 100-Euro-Goldmünze vorstellen. Heute haben wir uns für die Ausgabe Bamberg von 2004 entschieden.

2004 erschien mit der 1/2 oz 100 Euro Goldmünze Bamberg ein weiteres Exemplar aus der Reihe der 100 Euro Goldmünzen aus Deutschland, deren Motive an deutsche UNESCO Weltkulturerbe Städte und Stätten erinnern sollen. Seit 1993 zählt Bamberg mit seiner historischen Altstadt zu den deutschen UNESCO Weltkulturerben. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gab die Münze am 1. Oktober 2004 zu einem Ausgabepreis von 191 Euro aus, um dies gebührend zu feiern. Dieser Ausgabewert entsprach dem Goldkurs Ende September 2004 zuzüglich eines geringen Ausgabeaufschlages. Von der Deutschen Bundesbank beauftragt, prägten die 5 staatlichen Prägeanstalten in Deutschland die 100 Euro Goldmünze Bamberg zu gleichen Teilen.

Die Gesamtauflage der 100 Euro Goldmünze von 2004 beläuft sich auf insgesamt 400.000 Exemplare. Jeweils 80.000 Stück der 1/2 Unze Goldmünze Bamberg wurden von der „Staatlichen Münze Berlin“ (Prägebuchstabe A), dem „Bayrischen Hauptmünzamt“ in München (D), der „Staatlichen Münzen Baden-Württemberg“ in Stuttgart (F) und Karlsruhe (G), sowie der „Hamburgischen Münze“ (J) geprägt.

Die Vorderseite der Bamberger Goldmünze ziert eine Abbildung der fränkischen Bischofs- und Kaiserstadt Bamberg. Die Altstadt von Bamberg wird detailliert mit den bekanntesten Sehenswürdigkeiten abgebildet. Hierbei sind im Hintergrund der bekannte Dom und im Vordergrund das Rathaus sowie die Inselstadt zu sehen. Diese Touristenattraktionen wurden zusammen mit der gesamten Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf der Motivseite ist neben dem unverwechselbaren Stadtbild der Schriftzug STADT BAMBERG im oberen Bereich sowie am unteren Rand der Münze UNESCO WELTKULTURERBE zu lesen. Für die Gestaltung dieses Motivs war Professor Ulrich Böhme aus Stuttgart verantwortlich.

Auf der Rückseite der 100 Euro Gold Münze aus dem Jahr 2004 ist mittig der Bundesadler zu sehen. Außen herum sind auf der linken Seite die zwölf Europa-Sterne und unterhalb das jeweilige Prägezeichen A, D, F, G oder J aufgeprägt. Am Rand dieser Goldmünze zu Ehren des UNESCO Weltkulturerbes sind Schriftzüge zum Ausgabeland BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, der Nennwert von 100 EURO und das Ausgabejahr 2004 angebracht.

Alle wichtigen Informationen zu dieser wunderschönen Gedenkmünze aus dem Jahre 2004 können Sie auf dieser Seite nachlesen.

Diese Münze und alle anderen Produkte, die Sie auf dieser Seite finden, können Sie auch im Rahmen eines Tafelgeschäfts bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen in Ihrer Nähe erwerben.

In dem Sinne, meine Lieben, angenehmes Wochenende und eine erfolgreiche nächste Arbeitswoche.

 

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Belgien prüft Rückführung seiner Goldbestände

8. Dezember 2014 Klaus Riotte

Nach den großen Nachbarn Niederlande stellt nun auch mit Belgien der mittlere der Benelux-Staaten Überlegungen an, seine Goldreserven nach Hause zu befördern. Sie lesen richtig, liebe Leserinnen und Leser, was bei uns Jahre dauert, bekommen unsere europäischen Freunde mitunter in einem Monat hin. Warum das so ist, lesen Sie hier bei uns. Im zweiten Teil dieses Beitrags stellen wir Ihnen im Rahmen unserer Serie 100-Euro-Goldmünzen die Ausgabe von 2003 vor, die der Stadt Quedlinburg gewidmet ist.

Vor etwa einer Woche haben die Niederlande die Repatriierung von etwa 122 Tonnen Gold aus den USA und anderen Ländern bekannt gegeben. Die Rückführung aus den Vereinigten Staaten ging demnach recht schnell, diskret und reibungslos über die Bühne. Laut einem Bericht von Koos Jansen wurde das Gold im Oktober und November in mehreren Flugzeugladungen aus New York City nach Amsterdam gebracht und von dort mit gepanzerten Lastwagen zum Bestimmungsort transportiert. Koos Jansen bloggt seit Juli 2014 regelmäßig für die Seite BullionStar.com in Singapore und gilt als Goldexperte. Eine offizielle Stellungnahme der Niederländischen Notenbank gibt es nicht. Auch aus dem Finanzministerium unserer Nachbarn kam keine Erklärung.

Nun häufen sich die Meldungen, dass die Belgier es ihren Benelux-Kollegen gleichtun wollen. Laut dem Sender VTM Nieuws hat die Belgische Notenbank bestätigt, dass man in diese Richtung Überlegungen anstellt. Allerdings wurden noch keine konkreten Angaben gemacht. Beim WGC (Word Gold Council) ist nachzulesen, dass unsere belgischen Nachbarn 277 Tonnen Gold ihr Eigen nennen und somit auf Platz 22 der Länder mit den meisten Goldreserven liegen. Die Menge entspricht laut WGC 35 Prozent der gesamten belgischen Reserven.

Wachsende europäische (wenn man von Deutschland mal absieht) Bestrebungen in diese Richtung und Rekordkäufe durch die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) lassen nicht wenige Experten zu dem Schluss kommen, dass die Welt der Leitwährung US-Dollar nicht mehr recht traut oder aber davon ausgeht, dass es mittelfristig wieder zu einem goldgedeckten Währungssystem kommt.

Sollte sich dies bewahrheiten, kann man mit Blick auf unsere Notenbank und unsere Regierung nur sagen: Wohl dem, der sein Gold sicher zu Hause liegen hat.

Daran, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir auch Sie heute mal wieder erinnern. Im Rahmen eines Tafelgeschäfts ist es (noch!) pro Person erlaubt, bis zu einem Wert von 15.000,00 Euro Gold und Silber anonym zu erwerben. Wir haben auf dieser Seite alles Wissenswerte zusammengestellt, so dass Sie sich informieren und in Ruhe entscheiden können. Dort sind auch die Adressen unserer Hauptstelle sowie unserer Filialen aufgelistet. Eine wird bestimmt auch in Ihrer Nähe sein.

Heute setzen wir unsere Reihe über die 100-Euro-Goldmünzen mit der Ausgabe 2003, die sich mit der Stadt Quedlinburg beschäftigt, fort.

Anlagemünzen müssen nicht immer aus Kanada, Australien oder Südafrika stammen. Auch in Deutschland werden hochwertige Münzen aus Edelmetall hergestellt, die sich als Geldanlage eignen und zugleich mit tollen Motiven bestechen können. Hierzu gehört auch die 1/2 oz 100 Euro Goldmünze Quedlinburg 2003.

Das Motiv der Münze besteht aus dem Siegel Heinrichs I. und der berühmten Stiftskirche und weist damit auf die Gründung und die Anfangstage der Stadt Quedlinburg hin. Die Altstadt von Quedlinburg wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, woran diese Gedenkmünze aus Gold erinnern soll. Sie ist damit die erste in einer Reihe von Münzen, deren Motive deutsche Weltkulturerbe-Städte zeigen. Entworfen wurde diese wunderschöne Münze von der 1948 in Bonn geborenen Künstlerin Agatha Kill. Sie studierte von 1970 bis 1977 in Köln Bildhauerei, Edelmetall- und Schmuckgestaltung. Frau Kill lebt heute in Köln. Die Gesamtauflage der Münze liegt bei 400.000 Exemplaren. Die fünf Prägestätten Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg produzierten jeweils 80.000 Stück.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, liebe Leserinnen und Leser, finden Sie auf dieser Seite weitere Informationen.

In dem Sinne wünschen wir Ihnen eine angenehme und erfolgreiche Woche.

 

 

 

100-Euro-Goldmünze Quedlinburg 2003

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