Es ist noch nicht ganz 2 Wochen her, da hat Griechenland ein neues Parlament gewählt. Mit dem Ausgang dieser denkwürdigen Wahl, die man wohl als Denkzettel für die großen Parteien Griechenlands bezeichnen kann, geriet eine Lawine ins Rollen, die bisher nicht aufgehalten werden konnte.
Euro verliert massiv
In den vergangenen zwei Wochen hat der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert verloren und liegt aktuell bei ca. 1,27 USD (Stand heute, 12:00 Uhr) und damit ca. 6 Cent tiefer als am letzten Handelstag vor der Griechenland-Wahl. Nachdem die Griechen keine Regierung auf den Weg bringen konnten, wird im Juni neu gewählt. Bis dahin wird der Euro weiter unter Druck stehen und möglicherweise noch weiter an Wert einbüßen.
Auch Börsen weltweit auf Talfahrt
Dem Sog der wiederkehrenden Eurokrise konnten sich weder Aktienmärkte weltweit, noch Rohstoffe und Edelmetalle entziehen. Über den gesamten Globus von Nikkei (Japan) über Dow Jones (USA) bis zum DAX (Deutschland) sind die Aktienmärkte seit der Griechenland-Wahl um durchschnittlich fünf Prozent eingebrochen. Der Goldpreis hat seit dem historischen Wahl-Sonntag an der Ägäis ebenfalls knapp 5 Prozent verloren und liegt derzeit bei ca. 1.590 US-Dollar (Stand: heute, 12:00 Uhr).
Weiterer Ausblick – Regierungschaos in Athen
Die Unruhe an den weltweiten Finanzmärkten wird bis mindestens nach den Neuwahlen in Griechenland anhalten. Es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass in Griechenland ein drittes Mal gewählt werden muss. Eine Mehrheit zu finden in der aufgewühlten Stimmung in Griechenland kann man als ‘sehr schwierige Mission’ einordnen. Aktienmärkte, Edelmetalle und weitere Rohstoffe werden wohl noch Monate unter Druck stehen, bevor sich die Lage wieder beruhigen könnte.
Tritt Griechenland aus dem Euro aus?
Eine Möglichkeit, die seit Monaten kursiert, ist, dass Griechenland den Euro-Raum verlassen könnte. Die Auswirkungen einer Abkehr Griechenlands vom Euro sowohl für das Land, als auch für weitere Euro-Problemstaaten wie Italien und Spanien, sind kaum absehbar. Selbst ein Zusammenbruch des Euro scheint dann im Bereich des Möglichen.
Wir bleiben natürlich dran und versorgen Sie mit Informationen.
Wie schätzen Sie die Lage ein? Wie geht es weiter? Mit Griechenland? Mit dem Euro? An den Finanzmärkten? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar und diskutieren Sie mit. Wir sind auf Ihre Meinung gespannt.
Das vergangene Wochenende hat Europa große Veränderungen gebracht. Die Wahlen in Frankreich und Griechenland haben nicht nur die europäischen Politiker verunsichert sondern auch in der Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Der DAX verlor Anfang der Woche an Wert und auch der Euro hat seine Talfahrt zunächst einmal fortgesetzt. Und zu allem Überfluss zeigt auch der Goldpreis derzeit keine großen Ambitionen, wieder alte Höchstwerte zu erreichen.
Die Wahlen in Frankreich
Die große Verunsicherung ist nach Europa zurückgekehrt. Die Wahlen in Frankreich und Griechenland lassen befürchten, dass der bisherige Sparkurs schon bald ein Ende finden könnte. In Frankreich gewann der sozialdemokratische Kandidat Francois Hollande die Stichwahl gegen den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und wird nun zukünftig in Paris die Zügel in der Hand halten. Schon vorab hat der designierte Präsident klargestellt, wie wenig er von den EU-Haushaltsvorgaben hält und dass er sogar den Fiskalpakt neu verhandeln will. Eine gemeinsame Lösung für die Schuldenkrise scheint mit der Wahl von Francois Hollande noch schwieriger geworden zu sein, als sie es ohnehin schon war.
Die Wahlen in Griechenland
Im krisengeschüttelten Griechenland ist die Lage sogar noch brisanter. Nach der Wahl stehen die griechischen Parteien vor dem großen Problem, dass sie keine Regierung bilden können. Alle Gespräche zwischen den stärksten Parteien sind bislang wegen zu unterschiedlicher Positionen gescheitert. Wenn sich die Politiker nicht bald auf gemeinsame Standpunkte einigen können, bleibt wohl keine andere Möglichkeit als Neuwahlen. Ob dann klare Mehrheitsverhältnisse herauskommen würden, bleibt abzuwarten. Letztendlich entscheidet sich bei dieser Wahl auch, ob die Griechen weiter am Euro festhalten wollen und wie die Zukunft Europas aussieht. Schließlich kennt in diesem Moment noch niemand die Konsequenzen eines griechischen Ausstiegs aus der europäischen Gemeinschaftswährung und für diese könnte es eng werden.
Die Entwicklung des Goldpreises
In Folge der Wahlen verloren Dax und Euro gleichsam an Wert und auch das Edelmetall Gold hat in den letzten Wochen eingebüßt. Derzeit ist schwer zu sagen, welche Marktmächte hinter den Kursverlusten bei dem begehrten Rohstoff stecken. Fest steht nur, dass schon bald eine Richtungsentscheidung ansteht. Laut Goldreporter.de besteht bei der Grenze von 1.587 Dollar pro Feinunze eine Widerstandslinie (siehe Goldpreis-Analyse). Wird diese unterschritten, ist ein noch stärkerer Kursrückgang zu erwarten. Bleibt der Kurs allerdings über dieser Marke, wäre in den kommenden Monaten mit einer Erholung zu rechnen.
Positiv sind vor allem folgende Nachrichten zu bewerten:
2. In China nutzt man den Kursrückgang für Goldnachkäufe.
Beide Faktoren könnten bewirken, dass sich die Nachfrage nach Gold bald wieder erhöht und sich damit vielleicht auch der Preis des Edelmetalls wieder erholt. Gerne können auch Sie uns Ihre Meinung zur Goldpreisentwicklung sagen.
In den ersten 3 Monaten des Jahres hat sich bei Gold und Silber ein ausgeprägter Seitwärtstrend in einem relativ engen Korridor gezeigt. Das zeigt uns, dass Anleger nach wie vor großes Vertrauen in Gold und Silber als beste langfristige Geldanlage haben. Denn fundamental hat sich an den Finanz- und Wirtschaftsdaten in der westlichen Welt nichts verändert. Die Schuldenberge sind weiter auf Rekordhöchstständen und die Gelddruckmaschinen – vor allem in den USA und Europa – laufen weiter auf Hochtouren. Wie also lief der Monat April für Gold und Silber? Wir sagen es Ihnen.
Goldpreis – Seitwärtsbewegung hält an
Der Monat April hat für das gelbe Edelmetall ganz gut begonnen und man konnte für wenige Tage ein hohes Niveau halten. Danach gab der Goldpreis innerhalb eines Tages deutlich nach und fiel auf das Monatstief von ca. 1.620 US-Dollar. Dieses Tief wurde in diesem Monat nicht wieder unterschritten. Ab diesem Zeitpunkt hat sich der Goldpreis wieder erholt und hielt sich den Rest des Monats oberhalb dieser Marke. Am letzten April-Handelstag lag der Goldpreis bei ca. 1.650 US-Dollar und damit ziemlich genau in der Mitte des Monatshöchststandes (ca. 1.680 USD) und des Tiefststandes (ca. 1.620 USD). Die Seitwärtsbewegung beim Goldpreis hat sich also auch im Monat April fortgesetzt.
Ausblick: Kurzfristig weiter seitwärts, langfristig aufwärts
Silberpreis – Seitwärtsbewegung mit leichter Abwärtstendenz
Auch Silber bewegt sich seit Beginn des Jahres seitwärts, wobei bei diesem Edelmetall die Schwankungen traditionell größer ausfallen als beim “großen Bruder” Gold. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Silber nicht nur ein Geldanlagemetall ist, sondern auch als Industriemetall stark gefragt ist aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften. Silber startete das Jahr im leichten Aufwärtstrend und stieg von ca. 28,50 USD auf bis zu ca. 35,50 USD, was den bisherigen Höchststand im Laufenden Jahr markiert (erreicht Ende Februar, Anfang März). Seit diesem Höchststand bewegt sich Silber wieder seitwärts mit leichter Abwärtstendenz, wobei das weiße Edelmetall weiterhin einen höheren Preis als zu Jahresbeginn vorweisen kann. Da sich Silber und Gold in der Regel relativ analog verhalten, ist derzeit kein Sprung nach oben oder ein größeres Abrutschen nach unten abseits der normalen Schwankungen zu erwarten.
An der Seitwärtsbewegung bei den Edelmetallpreisen wird sich wohl kurzfristig nichts ändern, wenn es nicht gravierende Verbesserungen oder Verschlechterungen der Lage in den USA bzw. der Euro-Zone geben wird. Ernstere Schwierigkeiten für z.B. Spanien oder Italien könnten natürlich die Edelmetallpreise beeinflussen. Langfristig erwarten wir weiter steigende Gold- und Silberpreise, da die massiven Schuldenberge in der westlichen Welt nicht mehr allein durch Wirtschaftswachstum abgetragen werden können. Unterschiedlich werden dagegen die Größen der Schwankungen von Goldpreis und Silberpreis ausfallen. Silber wird dabei stärker schwanken und größere Tagesunterschiede vorweisen, während der Goldpreis sich in einem recht engen Korridor seitwärts bewegen wird. Langfristig werden sowohl Gold als auch Silber wieder stark steigen, weil die Politik sich zwar etwas Zeit gekauft hat, die Probleme zu lösen, aber konkrete Lösungen sind noch lange nicht in Sicht.
Wir bleiben natürlich dran.
Was meinen Sie? Wie werden sich Gold und Silber in den nächsten Monaten entwickeln? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir sind sehr gespannt.
Die Zentralbanken in den USA und Japan haben kürzlich ihre aktuellen Zinsentscheidungen und weiteres Vorgehen vorgestellt. Gleich vorneweg: Der Leitzins bleibt in beiden Staaten unangetastet und bleibt auch weiterhin auf niedrigstem Niveau nahe 0 Prozent.
Im Land der aufgehenden Sonne wir die Bank of Japan (BOJ) ihre Geldpolitik weiter etwas lockern. Das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen wird um weitere 5 Billionen Yen auf insgesamt 70 Billionen Yen (ca. 653 Mrd. Euro) ausgedehnt. Der Leitzins der Notenbank bleibt weiter nahe 0.
Die Wirtschaftsdaten Japans im Laufenden Jahr sind bisher relativ erfreulich mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 1 Prozent im März dieses Jahres. Eine Umfrage des Industrieministeriums unter japanischen Unternehmern verheißt für den Monat Mai allerdings nichts Gutes, denn diese erwarten im Mai einen Rückgang der Produktion um ca. 4,1 Prozent. Wie es letztendlich wirklich laufen wird, wird die Zukunft zeigen.
Auch in den USA gibt es aktuelle Meldungen von der Zentralbank. Am gestrigen Donnerstag hat der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve (Fed) getagt und das weitere Vorgehen abgesteckt. Auch in den USA wird am Leitzins nichts verändert und die Fed erklärte, am Leitzins bis spät ins Jahr 2014 nichts ändern zu wollen. Weiter heißt es von der Notenbank, dass es bis auf weiteres kein weiteres Staatsanleihen-Ankaufprogramm geben wird. Die derzeit laufende “Operation Twist”, in der noch bis Ende Juni dieses Jahres langfristig laufende Staatspapiere aufgekauft werden und kurzfristig laufende abgestoßen werden, bleibt vorerst die einzige Maßnahme der Fed.
Eine Umfrage unter Börsenhändlern an der Wall Street, die direkt mit der Fed Geschäfte machen, zeichnet jedoch ein relativ klares Bild: 11 von 16 Händlern rechnen noch diesen Sommer damit, dass die US-Notenbank eine neue Runde “Quantitive Easing”, also QE3, auflegen wird. Laut einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Volkswirten zeigt, dass diese nur zum Teil diese Meinung teilen: ca. 30% der befragten Volkswirte erwarten QE3.
In den USA liegen die Arbeitslosenzahlen weiter auf sehr hohem Niveau bei einer nur schleppend anlaufenden Konjunktur. Eine Prognose für die USA abzugeben ist sehr schwer, da sich die Dinge im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sehr schnell ändern können.
Wir bleiben natürlich am Ball und versorgen Sie mit Informationen.
In den USA ist die 1-Dollar-Banknote (Greenback) schon seit Langem das gängigste Zahlungsmittel, wohingegen das Münzgeld eher vernachlässigt wird. Und fast ebenso lange gibt es Diskussionen darüber, das Geldsystem Dollar umzustellen, etwa aus der 1-Dollar-Note eine Münze zu machen, die sich als Umlaufgeld auch etablieren würde.
Was steckt dahinter?
In den USA haben Geldbörsen üblicherweise kein Münzfach und die Münzen – Quarter, Pennys, Dimes – werden zuhause in Schubladen oder Gläsern gelagert und so dem Geldkreislauf entzogen. Es wird vermutet, dass in den USA so ca. 4,4 Mrd. Dollar jährlich nicht für den Konsum genutzt werden, da das Münzgeld zuhause lagert anstatt ausgegeben zu werden. Und angesichts der Abhängigkeit der US-Wirtschaft von starkem Konsum der Bevölkerung gibt es immer wieder Überlegungen, wie man den Konsum ankurbeln könnte.
Befürworter und Gegner der Münzgeld-Initiative?
Befürworter der 1-Dollar-Münze findet man sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern. Senator John McCain aus Arizona ist zum Beispiel ein Befürworter. Und das aus einem einfachen Grund: In Arizona liegt die größte Kupfer-Mine der USA, die das Kupfer für die 1-Dollar-Münze liefern könnte. Unterstützt wird er von seinem demokratischen Kollegen, Senator Tom Harkin aus Iowa, in dessen Bundesstaat PMX Industries, Hersteller von Münzplatten für die Münzprägung, seinen Sitz hat.
Auch die Gegenseite ist industriell gestützt. Die Aktionsgruppe “Americans for George”, deren Hauptaugenmerk darauf liegt, die 1-Dollar-Note zu erhalten, wird hauptsächlich vom Papierriesen Crane & Co., die das Papier für den Greenback liefern, unterstützt und finanziert.
Weiterer Ansatz – Ursache Inflation?
Eine gewagte These zur angedachten Münzgeld-Reform in den USA ist, dass aufgrund der zu erwartenden Inflation der Quarter als größte Münze der USA abgelöst werden soll. Der Gedanke hunter dieser These ist eigentlich recht simpel: Die US-Regierung hat den Bankensektor mit Hunderten Milliarden Dollar gestützt. Dieses Geld wird irgendwann im Wirtschaftskreislauf landen und für Inflation sorgen. Eine Entwertung des Dollar scheint durchaus im Bereich des Möglichen. Und dann könnte es so kommen, dass 1-Dollar irgendwann gerade noch so viel wert ist wie ein Quarter heute. Aber wie erwähnt: Diese These ist sehr gewagt.
Aussichten auf Eintreten der Reform?
Seit Jahren gibt es in den USA Bestrebungen, das Münzgeld zu reformieren und z.B. den Penny, auf dem Abraham Lincoln abgebildet ist, abzuschaffen. Bisher verliefen alle Bemühungen ins Leere und das Geldsystem der USA blieb unverändert.
Auch die aktuelle Diskussion wird wohl möglicherweise im Sande verlaufen.
Wir bleiben natürlich am Ball und versorgen Sie mit Informationen.
In der Welt der Hochfinanz ist das Edelmetall Gold noch immer ein sehr angesehenes Investment. Das zeigt nun jüngst auch der Fall von John Paulson, seines Zeichens US-Milliardär und Hauptinvestor des größten phyische besicherten Goldfonds der Welt (SPDR Gold Trust). Wie verschiedene Medien nun berichteten, schichtet Paulson sein Vermögen wieder zu Gunsten von Goldanlagen um.
Erst kürzlich war der Hedge-Fonds Manager mit ganz anderen Investitionen in die Schlagzeilen geraten. Wie die Financial Times berichtete, hat Paulson Kreditausfallversicherungen angekauft und damit praktisch gegen deutsche Staatsanleihen gewettet. Diese Papiere könnten ihm hohe Profite einbringen, wenn sich die Krise verschlimmert und europäische Staaten ihre hohen Schulden nicht mehr zurückzahlen können. Nach eigenen Angaben reagiert Paulson damit auf die Verschärfung der wirtschaftlichen Lage in Spanien und anderen europäischen Staaten.
Schuldenkrise kaum noch in den Medien zu finden
Die jüngsten Käufe weisen darauf hin, dass der erfahrene Manager John Paulson mit einer Verschlimmerung der Schuldenkrise in Europa rechnet. In den letzten Wochen und Monaten sind die Nachrichten über die prekäre Schuldenlage in Europa immer weiter in den Hintergrund geraten. Doch wirklich geändert hat sich an den Schuldenbergen Griechenlands, Spanien, Irlands, Italien und auch Deutschlands nichts. Es kann darum also nicht wirklich wundern, dass in den Finanzzentren der Welt das Vertrauen in Europa schwindet.
Verstärkte Investitionen in Gold
In dieses Bild passt nun auch die Umschichtung aus Paulsons Credit Opportunities Funds in einen Gold-Fonds. Schon früher hat sich nämlich gezeigt, dass eine Verschärfung der europäischen Schuldenkrise auch positive Auswirkungen auf den Goldpreis hat. Mit seinem Investment in Gold steht Paulson derzeit übrigens keineswegs alleine da. Wie das Londoner World Gold Council berichtete, kaufen auch verschiedenen Zentralbanken das begehrte Edelmetall in diesem Jahr wieder kräftig an. Schätzungen gehen davon aus, dass es 2012 wieder zwischen 400 und 500 Tonnen Gold werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es bereits knapp 440 Tonnen. Es scheint also, als könne von Entspannung noch nicht die Rede sein.
Vor einigen Monaten haben wir davon berichtet, dass in einer Region Malaysias eine Zweitwährung aus Gold- und Silbermünzen – Dinar und Dirham – zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt wurde. Nun gibt es eine aktuelle Meldung zu dieser Edelmetall-Währung.
Mittlerweile haben mehrere Regionen Malaysias und Indonesiens diese Währung auch eingeführt und die Akzeptanz steigt weiter. Aktuelle Tauschwerte der Münzen aus Malaysia sind derzeit:
1 Dirham (2,975 Gramm 999er Silber)
1 lebendes Huhn
5 kg brauner Reis
10 kg ungebleichtes Mehl
5 Leibe Vollkornbrot
Aktueller Wert in Euro: 2,30 Euro (bei 24 Euro / Unze)
1 Dinar (4,25 Gramm 917er Gold)
1 Ziege
1 Schaf
1 Monatsmiete für ein Appartement
Aktueller Wert in Euro: 156 Euro (bei 1.250 Euro / Unze)
Einem aktuellen Online-Bericht aus Malaysia zufolge werden Dinar- und Dirham-Münzen aus Indonesien in Malaysia angenommen und umgekehrt, da die Münzen dem “World Islamic Mint”-Standard bezüglich Feinheit, Größe und Gewicht entsprechen. Beide Staaten, Indonesien und Malaysia, sind vorwiegend muslimisch geprägt. In der Region sieht man den großen Vorteil von Gold-Dinar und Silber-Dirham darin, dass man nicht mehr auf Geldwechsler und Papiergeld angewiesen ist.
Abschließend noch ein Video zu Dinar und Dirham in Südostasien:
Vor wenigen Wochen machte der Präsident der türkischen Notenbank mit einer spannenden Idee Schlagzeilen. Er will seiner Bevölkerung ans Gold. Offenbar lagert die türkische Bevölkerung ca. 300 Mrd. Euro in Form von Gold-Schmuck, -Barren und -Münzen in Bankschließfächern oder in den eigenen 4 Wänden. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, das in der Türkei die Inflationsrate bei ca. 10 Prozent liegt und die Landeswährung türkische Lira gegenüber Euro und US-Dollar kontinuierlich abwertet. Allgemein kann man beobachten, dass die Nachfragesituation am physischen Goldmarkt weiterhin sehr gut ist, trotz oder gerade wegen der jüngsten Rücksetzer.
Spekulanten auf dem Rückzug
Kurzfristig denkende Anleger und Spekulanten an den Kapitalmärkten dagegen beginnen damit, sich aus Edelmetallen zurückzuziehen, da sie den Verlockungen der Aktienmärkte folgen. Langfristig planende und auf Sicherheit bedachte Anleger dagegen halten weiter an Edelmetallen fest. Denn sicher ist: Die finanzielle Lage der verschiedenen Staaten ist unverändert. Griechenland ist noch lange nicht gerettet und erst vor wenigen Tagen musste Spanien für Staatsanleihen wieder höhere Zinsen anbieten. Und EZB-Präsident Mario Draghi hat den Banken erst kürzlich Hunderte Milliarden Euro zum “Spott-Zins” von einem Prozent p.a. über die nächsten 3 Jahre zur Verfügung gestellt.
Papierwährungen sind beliebig vermehrbar
Die EZB hat aber, wie z.B. auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), kaum eine andere Wahl, als immer wieder frisches Geld in die Finanzmärkte zu pumpen, um das System am Laufen zu halten. Und wenn einzig die Notenpressen der Zentralbanken das System noch am laufen halten, dann liegen fundamentale Probleme vor. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand. Dann ist es an der Zeit, sich auch abseits von Euro, Dollar, Lira, Yen, Yuan, kurz, den Papierwährungen, eine finanzielle Absicherung aufzubauen.
Unterschied Spekulanten und sicherheitsorientierte Anleger
Kurzfristig orientierte Anleger und Spekulanten sind es, die sich an der New Yorker Warenterminbörse COMEX derzeit von großen bzw. größeren Gold-Positionen – Zertifikate, Optionen u.ä., Papier-Gold – trennen. Sie interessiert nur die kurzfristige Rendite und die ist ganz offenbar derzeit z.B. bei Aktien verlockender als bei Edelmetallen. Langfristig orientierte Anleger dagegen behalten ihr vorwiegend physisches Edelmetall, z.B. Goldmünzen oder Silbermünzen, und nutzen die aktuell günstigen Preise zum Nachkaufen. Langfristig warten hier höhere und nachhaltigere Wertsteigerungen
Kurzfristig kann es aufgrund weiterer Spekulanten, die aus dem Edelmetallsektor zurückziehen, zu weiteren kleinen Rücksetzern kommen, langfristig werden Goldpreis und Silberpreis jedoch weiter steigen.
Das so genannte “Beige Book” ist der aktuelle Konjunkturbericht, den die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Er erscheint achtmal jährlich und immer zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der Fed, der z.B. über den Leitzins entscheidet.
Das aktuelle “Beige Book” basiert auf Zahlen und Fakten, die am 2. April 2012 vorlagen. Damit sind die enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen vom vergangenen Freitag noch nicht im Bericht enthalten. Im Bericht, der sich mit dem Zeitraum Februar bis Ende März 2012 befasst spricht die Fed beim Wirtschaftswachstum von “mäßig bis moderat” und von “ermutigenden” Signalen, was den privaten Konsum betrifft.
Die US-Notenbank Federal Reserve setzt sich aus insgesamt 12 regionalen Notenbanken zusammen. 5 dieser Notenbankdistrikte haben eine moderat positive Konjunkturentwicklung in der Phase bis Ende März 2012 gemeldet. In den anderen Distrikten sind die Meldungen unterschiedlich, teils positiver, teils negativer.
Fakt ist jedoch: Selbst die etwas aufkeimende Konjunktur bzw. das aufkeimende Wirtschaftswachstum reicht bei weitem nicht aus, die großen Probleme der USA zu beheben:
- Staatsverschuldung von 100% des BIP, Tendenz weiter steigend
- Überblick über tatsächlich im Umlauf befindliche Menge US-Dollar fehlt (Konjunkturprogramme, Rettungsprogramme etc.)
- Hohe Pro-Person-Verschuldung
- Gigantische “Ungedeckte Verbindlichkeiten” (“Unfunded Liabilities” siehe US-Schuldenuhr), zu denen unter anderem Rentenansprüche von Beamten und Soldaten gehören
um nur einige der Probleme zu nennen.
Generell scheint es so, als hätten teilten Teilnehmer an den Finanzmärkten und die Medien die Meinung, es wäre alles wieder in Ordnung: Griechenland ist gerettet, die Wirtschaft erholt sich, Spanien, Portugal und Italien kommen auch so klar. Die Krise ist beendet.
Doch ist sie das wirklich? Hat sich denn in den letzten Tagen und Wochen fundamental etwas verändert, was diesen Schluß zulassen würde? Haben die USA ihre Staatsschulden im Griff? Erholt sich die Wirtschaft in Griechenland? Die Antwort ist unserer Meinung nach: Nein.
Die fundamentalen Probleme der westlichen Welt – Euro-Krise, US-Staatsschulden-Krise, europäische Schuldenkrise – bestehen nach wie vor. Die Politik hat sich nur Zeit erkauft, und zwar sehr teuer.
Und bitte fragen Sie sich: “Wo sind die Billionen US-Dollar bzw. Euro, die die Regierungen zur Stützung von Banken und Staaten über Zentralbanken bereit gestellt bzw. verliehen haben, gelandet? Sind diese gigantischen Geldbeträge schon in der realen Wirtschaft angekommen? Nein?
Nun, dieses Geld wird früher oder später die Realwirtschaft erreichen. Inflation wird die Folge sein. In welchem Ausmaß und wann, das können wir nicht sagen. Aber unser gesunder Menschenverstand sagt uns: Die Inflation wird kommen.
Am Dienstag abend amerikanischer Zeit war es soweit: Das aktuelle Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses (FOMC – Federal Open Market Committee) der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wurde veröffentlicht.
Die Auswirkungen auf die Edelmetallpreise bzw. den Börsenhandel mit Edelmetallen hat man so aber nicht erwarten können. In den ersten Minuten nach Veröffentlichung des Protokolls sind Gold und Silber eingebrochen und konnten sich bisher noch nicht richtig erholen.
Was war passiert?
Erinnern wir uns: Der FOMC tagte bereits Ende März. Als Fed-Präsident Ben Bernanke in einer Pressekonferenz nach der Sitzung die Resultate verkündet hatte, stiegen die Preise von Gold und Silber. Als am vergangenen Dienstag abend allerdings das Protokoll derselben Sitzung veröffentlicht wurde, ist das Gegenteil passiert. Gold- und Silberpreis haben innerhalb weniger Minuten, den so genannten “Fed Minutes”, deutlich verloren. Auch heute scheint es noch so, als könnten sich Gold und Silber nur schwer vom jüngsten Rückschlag erholen.
Wie kam es zu dieser Entwicklung?
Wie es zu dieser Entwicklung, dass die selbe Kernaussage zwei verschiedene Wirkungen hat, kommen konnte, ist ein Rätsel, auf das es keine einfache Lösung gibt. Die Psychologie der Finanzmärkte ist häufig nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Aber offenbar haben die Marktteilnehmer bzw. Händler an den Börsen die Rede bzw. Pressekonferenz von Fed-Präsident Bernanke anders ausgelegt als die gedruckte Version. Die Kernaussage ist aber identisch: Es wird vorerst kein “QE3″ geben, aber wenn die Wirtschafts- und Arbeitslosenzahlen in den USA sich nicht positiv entwickeln, können die Fed Maßnahmen, sprich “QE3″ ergreifen, um der Konjunktur Impulse zu geben.
Kaufgelegenheit oder günstigeren Zeitpunkt abwarten?
Für Viele stellt sich nun wieder die Frage: Ist aktuell die Zeit gekommen, Gold und Silber (nach) zu kaufen oder soll man noch etwas warten, ob die Preise weiter fallen?
Auf diese Frage gibt es leider keine Patentantwort.
Denn eine Glaskugel, die die Zukunft vorhersagen kann, gibt es nicht. Der langfristige Trend jedenfalls ist ungebrochen.