Liebe Leser,
Roland-Peter Stöferle, Investmentexperte der Erste Bank Austria, hat biallo.at ein Interview gegeben und Fragen zum aktuellen Goldpreis, der “Goldpreisdrückung” und weiteren Themen. Das gesamte Interview kann HIER nachgelesen werden.
Ich fasse hier kurz seine Kernaussagen zusammen, die er zu Gold und der Verschuldung der USA und weiterer Staaten abgegeben hat.
- Gold wirft zwar keine Dividende bzw. Zinsen ab. Aber: “Gold ist der einzige Vermögenswert, dem keine Verpflichtung einer Gläubigerbeziehung gegenübersteht. Es ist das einzige staatenunabhängige, international anerkannte Zahlungsmittel und hat jeden Krieg und Staatsbankrott überlebt.” (Stöferle)
- Zur gemunkelten Goldpreisdrückung sagt Stöferle, dass Politik und Notenbanken ein Interesse daran haben, den Goldpreis zu drücken, denn ein steigender Goldpreis signalisiert sinkendes Vertrauen ins Währungs- und Finanzsystem. Deswegen sei es nur natürlich, dass Notenbanken und Politik auf den Goldpreis Einfluss nehmen, ähnlich wie sie es am Devisenmarkt tun, um die jeweilige Währung im vorgegebenen Zielkorridor zu halten. Nach Meinung Stöfeles können diese Interventionen aber langfristig nicht die Marktkräfte aufhalten, was man am anhaltenden Steigen des Goldpreises fest machen kann.
- Gold wird nach Stöfeles Meinung in naher Zukunft bei ca. 2.300 US-Dollar liegen und damit ein inflationsbereinigtes Allzeithoch erreichen.
- Danach gefragt, welchen Goldpreis die USA bräuchten, um die gesamten Schulden durch Gold abgedeckt zu haben, nennt Stöfele eine Zahl: 45.000 US-Dollar je Feinunze. Ein utopischer Preis, aber das Erreichen ist nicht völlig ausgeschlossen. Derzeit sind nur 1,8% der gesamten US-Schulden (ca. 13 Billionen US-Dollar) durch Gold gedeckt, wenn überhaupt, denn Ron Paul möchte ja ein Gesetz einbringen, um die Goldbestände der USA zu überprüfen (wir berichteten).
laut Angaben des amerikanischen Finanzministeriums betragen die Goldreserven der USA 11,04 Milliarden Dollar. Nun fordert der US- Abgeordnete Ron Paul eine Prüfung dieser Goldreserven. Er selbst habe erhebliche Zweifel an den Angaben und möchte deshalb im September ein Gesetz vorschlagen, das die Prüfung der Goldreserven ermöglicht. Paul geht davon aus, dass die Tresore in Fort Knox, Texas, als auch die der Federal Reserve, dem Zentralbank-System, in New York längst nicht so viel Gold beherbergen wie angegeben wird.
Paul selbst gilt als großer Kritiker der FED. Er tritt bei den Kongresswahlen im November im südlichen Texas an und man munkelt, dass er sich durch die Zweifel an den Goldreserven der USA eine steigende Popularität erhofft. Unter anderem setzt er sich dafür ein, dass Gold und Silber als Zahlungsmittel genutzt wird.
Zweifel an dem Goldvorrat bestehen schon seit längerem, besonders unter Verschwörungstheoretikern. Jedoch hat sich die Bedeutung der Goldreserven für die Vereinigten Staaten seit spätestens 1973 verringert. Seitdem ist der Dollar nicht mehr an den Goldpreis gebunden.
Man darf also gespannt bleiben, ob die USA wirklich eine solche große Menge an Gold beherbergen.
Die letzte Woche war nicht nur für Goldbesitzer eine sehr angenehme. Auch wer Silber besitzt, kann sich derzeit über steigende Preise freuen. Ende der letzten Woche lag der Preis für eine Unze bereits bei 19$. Lange kann es also nicht mehr dauern, bis die letzte Rekordmarke von 20,78$ pro Unze aus dem Jahr 2008 erneut erreicht ist und vielleicht sogar überschritten wird. Nicht wenige Finanzexperten rechnen sogar damit, dass als nächstes die 50$ Marke in Angriff genommen wird. Besonders glücklich dürften derzeit all jene Anleger sein, die Silber im letzten Preistief gekauft haben. Wer beispielsweise im März diesen Jahres bei knapp 15$ pro Unze zugegriffen hatte, kann sich jetzt über eine 30%-ige Wertsteigerung freuen.
Silber gilt als Edelmetall, das von der Konjunktur profitiert, da es in vielen Bereichen der Wirtschaft Verwendung findet. Besonders in der Autoindustrie, wo das Edelmetall für Katalysatoren gebraucht wird, und in der Elektroindustrie ist Silber heutzutage praktisch unverzichtbar. Geht es mit der Wirtschaft bergauf, steigt darum auch der Preis von Silber. Ob der aktuelle Siegeszug allerdings nur auf eine ökonomische Erholung zurückzuführen ist, darf bezweifelt werden. Für viele Anleger scheint Silber auch eine willkommene Alternative zum Gold zu sein, das etlichen derzeit als zu teuer gilt. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass in letzter Zeit einige der größten Hersteller von Anlagemünzen nicht mehr mit der Produktion von Münzen hinterherkommen. So hatte die US Mint kürzlich große Probleme, der enormen Nachfrage nach der begehrten Silver Eagle Münze Herr zu werden. In Folge dessen musste die Abgabe sogar rationiert werden, sodass jeder Käufer nicht mehr als eine bestimmte Menge an Münzen erwerben konnte.
Ein weiterer Grund für Engpässe ist, dass derzeit viele Menschen Gold und Silber in Form von Münzen und Barren kaufen, wenige allerdings bereit sind zu verkaufen. Ein Großteil der Anleger scheint eher daran interessiert zu sein, die Edelmetalle als sicheren Hafen für die Ersparnisse zu nutzen, als die Wertsteigerungen einfach mitzunehmen. Mehr zu diesem Thema gibt es in diesem sehr interessanten Interview mit Andy Schectman.
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Silberpreis in naher Zukunft genau zu verfolgen. Wenn dieser weiter anzieht wie bisher, dürfte die nächste Rekordmarke nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wer allerdings mit neuerlichen wirtschaftlichen Unruhen rechnet, der sollte sein Augenmerk eher auf Gold richten. Das berühmteste Edelmetall gilt als äußerst wertstabil und ist darum besonders begehrt wenn Inflation, Wirtschaftskrise oder gar eine Währungsreform befürchtet werden.
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Liebe Leser,
handelsblatt.com hat sich die Einschätzungen diverser Edelmetall-Spezialisten von Banken, Investment Gesellschaften und Edelmetall-Händlern zur Zukunft von Gold und weiteren Edelmetallen eingeholt und einige Fakten ergänzt.
Heinrich Peters, Rohstoffexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet z.B. mit einem Preisanstieg von Gold auf über 1.300 US-Dollar bis Jahresende, weil die Investoren und Anleger weiter risikoavers anlegen werden. Gold ist vor allem als “sicherer Hafen” und als “Inflationshedge” interessant und er erwartet, dass die weitere Zukunft von Gold sehr stark von den Erwartungen bei der Inflationsentwicklung im nächsten Jahr abhängig sein wird.
Daniel Briesemann, Analyst bei der Commerzbank, pflichtet ihm bei, hält jedoch auch einen höheren Preis für möglich, wenn sich die Wirtschaft als nicht so robust erweisen sollte, wie man sie erwartet.
Bradley George, bei Investec Asset Management Chef des Rohstoff-Teams, erwartet innerhalb der nächsten 6 Monate einen Anstieg des Goldpreises auf über 1.400 US-Dollar mit einer langfristigen Mindestpreis von 1.000 US-Dollar.
Auch die Rohstoffspezialisten von Craton Capital in Johannesburg (Südafrika) sind der Meinung, dass Gold in keiner Anlagestrategie fehlen darf. Markus Bachmann, Chef von Craton Capital: “Physisches Gold sollte als Versicherungsprämie gegen alles, was wir noch nicht wissen, und als Liquiditätsspeicher, der jederzeit verkäuflich ist, in jedem Portfolio zu jeder Zeit seinen festen Platz haben. Gold ist ein integraler Bestandteil einer diversifizierten Vermögensstrategie.”
Als mögliche Alternative zu Gold sehen alle befragten Rohstoffexperten Platin und Palladium. Beide Metalle werden auch von der Industrie nachgefragt, z.B. für den Bau von Katalysatoren beim Auto und in der Medizintechnik, wobei vor allem die Nachfrage der Automobilindustrie derzeit stetig steigt, da sich die Branche im Wachstum befindet.
Das Risiko bei Platin und Palladium liegt aber ebenfalls in der industriellen Nachfrage, denn bricht diese ein, ist es durchaus wahrscheinlich, das die Preise der beiden Metalle auch fallen.
Weiter macht derzeit vor allem die Goldnachfrage der Vietnamesen Schlagzeilen, liegt diese doch relativ zum Durchschnittseinkommen um das 5-fache über der Nachfrage der Chinesen und immerhin 2-mal höher als die Nachfrage der Inder. Die Gründe dafür liegen wohl vor allem darin, dass der Dong, die Vietnamesische Währung, im letzten Jahr 3-mal abgewertet wurde (um insgesamt 5% gegenüber dem US-Dollar), um den Export anzukurbeln. Die Vietnamesen fürchten offenbar um ihre Ersparnisse und flüchten ins Gold. Und ihre Befürchtungen scheinen nicht ganz unbegründet zu sein, denn der Ho Chi Minh Stock Index, das vietnamesische Pendent zum DAX, hat in den letzten 3 Monaten ca. 20% verloren.
Wir halten Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden.
Liebe Leser,
es scheint fast so, als hätten wir Deutschen und auch die Bürger weiterer Staaten die Zeichen der Zeit endgültig erkannt, dass durch die massiven Staatsverschuldungen insbesondere der USA, aber auch weiterer Staaten wie z.B. Deutschland oder die PIIGS-Staaten, die finanziellen Spielräume von Regierungen immer enger werden.
Weltweit wurden im 2. Quartal 2010 243,1t Gold gekauft. Ein Zuwachs um ca. 29% im Vergleich zum 2. Quartal 2009.
Die Deutschen kauften im 2. Quartal 2010 44,4t Gold ein, ein Plus von ca. 59% gegenüber dem Vorjahres-Quartal, und nehmen damit weltweit die Spitzenposition ein, wie man folgender Tabelle entnehmen kann.
Zum Vergrößern Anklicken
(Quelle: WGC)
Die Quartals-Nachfrage des 2. Quartals 2010 stellt die drittgrößte Gold-Nachfrage der Deutschen insgesamt dar. Nur im 4. Quartal 2008 (71t) und im 1. Quartal 2009 (59t) haben die Deutschen mehr Gold gekauft.
Es bleibt spannend abzuwarten, wie sich die Nachfrage weiter entwickeln wird.
Liebe Leser,
einen Bugatti, der annähernd 400km/h erreicht, könnte man ja schon als einen “Goldbarren unter den Sportwagen” verstehen. Nicht zuletzt, weil er schon in der Basisausstattung die stolze Summe von ca. 1,3 Millionen Euro kostet. Die Schweizer Edeltuner Mansory haben den ohnehin exklusiven Supersportler noch eine ganze Ecke exlusiver gemacht, indem sie ihm eine Karbon-Karosserie mit einigen Gold-Akzenten und auch im Innenraum goldene Akzente gesetzt haben.
Die folgenden Bilder vermitteln einen sehr guten Eindruck davon, wie die Schweizer Luxustuner es geschafft haben, einem Supersportler, wie der Bugatti Veyron 16.4 einer ist, noch den besonderen Touch zu geben.
John Williams, der Herausgeber von ShadowStats.com, der Anlaufstelle vieler Autoren für seriöse, echte, ungeschönte Wirtschaftsdaten. Aus den ihm vorliegenden Daten schließt Williams, dass den USA eine massive Hyperinflation droht.
In einem Interview mit „The Gold Report“ vom 06.08.2010, erläutert er seine Ansichten.
Seiner Auffassung nach ist eine inflationsbereinigt sinkende Geldmenge M3 – nach Definition der Fed: „alle US-Dollar-Bar-Bestände in Banknoten und Münzen, plus die laufenden $-Girokontenbestände plus alle $-Einlagenzertifikate (z. B. $-Staatsanleihen) und alle $-Geldmarkt-Kontenbestände unter $100.000, plus alle größeren Guthaben über $100.000 u. a. die Eurodollar-Reserven, größere übertragbare $-Wertpapierbestände, und die Dollar-Devisenbestände der meisten nichteuropäischen Länder.“ (Quelle: Wikipedia) – ein sicherer Indikator für einen wirtschaftlichen Abschwung bzw. eine Rezession. Dabei kommt es gar nicht darauf an, um wieviel Prozent bzw. über welchen Zeitraum die Geldmenge M3 zurückgeht, sondern es kommt einfach nur darauf an, dass die Geldmenge M3 inflationsbereinigt im Jahresvergleich sinkt.
Das Verhalten der Banken trägt seiner Meinung nach auch zum Abschwung bei, denn Banken vergeben kaum noch Kredite. Die Banken kümmern sich derzeit immer noch hauptsächlich darum, sich selbst „wiederherzustellen“ und die Billionen, die die Fed ausgegeben hat, um „faule“ Wertpapiere etc. zu kaufen landen in Form von Überschussreserven wieder bei der Fed selbst, anstatt in Form von Krediten in die Realwirtschaft weitergegeben zu werden.
Aber eins scheinen die Banken zu ignorieren: Ohne Kredite gibt es keine Investitionen. Und ohne Investitionen keine Aufträge und damit kein Wirtschaftswachstum.
Die zweite, noch größere Baustelle sieht John Williams auf Verbraucherseite. Denn selbst wenn die Produktion steigt, gibt es keine ausreichende Nachfrage, weil es kein „robustes Wachstum“ der Verbrauchereinkommen gibt.
Ohne jetzt weiter auf den genauen Inhalt des Interviews einzugehen, möchte ich abschließend weitere allgemeine, zentrale Punkte nennen: John Williams malt ein sehr düsteres Bild der amerikanischen Wirtschaft und Gesellschaft der nahen Zukunft. Er prophezeiht, dass die USA in eine tiefe Depression fallen, der US-Dollar massiv an Wert verlieren wird und sich ein Schwarzmarkt mit Tauschhandel entwickeln wird und ausländische Währungen wie der Kanadische oder der Australische Dollar als Ersatzwährungen für den US-Dollar dienen werden. Die weltweiten Folgen wagt John Williams gar nicht abzuschätzen, denn immerhin haben fast überall auf der Welt Staaten US-Dollar in den Tresoren.
Besorgten Privatpersonen empfiehlt er, sich mit haltbaren Nahrungsmitteln, Konserven und Getränken für mehrere Monate einzudecken und auch Silber- und Goldmünzen zu kaufen, um sie im Notfall als Tauschmittel einsetzen zu können.
Das Interview ist sehr lesenswert und HIER in deutscher Übersetzung komplett nachzulesen.
Liebe Leser,
das Deutsche Anleger Fernsehen (www.daf.fm) hat ein Interview mit dem österreichischen Edelmetall-Experten Walter K. Eichelburg geführt und ihn nach seinen Einschätzungen bezüglich Gold gefragt.
Wer sich das Interview anschauen will, kann das hier tun:
Besonders hervorheben sollte man, dass Eichelburg beim Gold das Potential sieht, bis auf 50.000 Dollar zu steigen. Auch sieht er es als möglich, dass 50.000 Dollar ein Minimum sein kann, abhängig davon, wie sich die Politik allgemein und insbesondere bei einem steigenden Goldpreis verhält.
Eine Warnung vorweg: Walter K. Eichelburg hat einen ziemlichen österreichischen Akzent und ist unter Umständen etwas schwer zu verstehen. Desweiteren ist er telefonisch zugeschaltet, was das Verständnis nicht gerade vereinfacht.
Trotz allem ein sehr interessantes Interview. Zumal er auch auf die Chancen von Silber eingeht und die Möglichkeit kurz angerissen wird, in Goldminen zu investieren. Nach der Meinung Eichelburgs ist dieses Investment allerdings nur etwas für Experten.
In den vergangenen zehn Jahren war es eines der wichtigsten Themen in der Wirtschaftspresse: Der ökonomische Aufstieg Chinas. Über Jahre konnte das einstmals rein kommunistische Land mit Nachrichten über hohes Wirtschaftswachstum, einen bislang ungesehenen Bau-Boom und einen rasant steigenden Lebensstandard aufwarten. Selbst die weltweite Wirtschaftskrise schien das Riesenreich in Asien gut überstanden zu haben. Nun deutet sich aber erstmals an, dass das Land auf Gegenwind stößt. In den letzten Wochen häufen sich die Nachrichten von einer Geldentwertung und steigenden Preisen in China. Wie die Preise von Gold und Silber auf diese Entwicklung reagieren werden, bleibt eine spannende Frage.
Die kürzlich erschienen Zahlen zu Konjunktur, Inflation und Kreditvergabe in China konnten kaum zur Beruhigung beitragen. Auch wenn das Wirtschaftswachstum recht stabil blieb, zeigt sich, dass die Verbraucherpreise immer rasanter steigen (s. Artikel). So haben vor allem bei den Lebensmitteln die Preise in letzter Zeit immer stärker angezogen. Zuletzt lag die Teuerungsrate hier bei 6,8%. Aufgrund der steigenden Preise entscheiden sich nun auch immer mehr chinesische Provinzen dazu, Mindestlöhne für die Arbeiter zu erhöhen um Streiks und Unruhen vorzubeugen. Erst diese Woche unternahm die nordchinesische Provinz Qinghai diesen Schritt und reihte sich damit in eine Liste ein, auf der mittlerweile nur noch vier Provinzen fehlen (s. Artikel). Wegen der steigenden Löhne wird für viele Industrieunternehmen das Produzieren in China so teuer, dass man mittlerweile sogar überlegt in ein anderes Land abzuwandern.
Die Angst der Chinesen vor einer grassierenden Inflation scheint durchaus gerechtfertigt und könnte auch auf die restliche Welt bald Auswirkungen haben. Aus Angst vor Währungsreform und Inflation setzen in Europa und den USA viele Menschen auf das Edelmetall Gold. In der Folge ist sein Wert in den vergangenen zwei Jahren von Rekord zu Rekord geklettert. Kaum auszudenken, wie sich der Preis entwickelt, wenn nun auch das 1-Milliarden-Volk in China verstärkt auf Edelmetalle wie Gold oder Silber setzt, um die eigenen Ersparnisse vor einer Inflation zu schützen. Es lohnt sich auf jeden Fall, weiterhin seinen Blick auf China zu richten und zugleich ein Auge auf Gold- und Silberpreis zu richten.
Heute wurden die neuesten Zahlen zu den Goldexporten des Iran veröffentlicht. Laut der Teheran Times (s. Artikel) hat das Land in den vergangenen vier Monaten seine Goldbestände um 22 Tonnen augestockt. Der Wert dieses Goldes beläuft sich auf ca. 855 Millionen Dollar und entspricht damit ungefähr vier Prozent der gesamten Importe in dem besagten Zeitraum. Der größte Teil des Goldes kommt der Agenturmeldung nach aus der Türkei, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das besondere an dieser Nachricht ist, dass diese Menge eine 85%-ige Steigerung der Goldimporte im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr bedeutet. Viele Menschen fragen sich nun, warum das Land, das schon seit etlichen Jahren als potenzieller neuer Krisenherd gilt, seine Goldkäufe so stark ausgeweitet hat.
Schon seit Jahren wird dem Iran vorgeworfen an Atomwaffen zu arbeiten. Der Verdacht, den die westlichen Staaten – allen voran die USA und Israel – hegen, hat da dazu geführt, dass strenge wirtschaftliche Sanktionen über das Land verhängt wurden. Ein Entgegenkommen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad und eine Schlichtung des Konflikts hat dies aber nicht bewirkt. Ganz im Gegenteil scheint es mittlerweile so, als ob sich der Konflikt immer weiter zuspitzen würde. Genau hierauf scheint sich nun auch der Iran mit seinen verstärkten Goldkäufen vorzubereiten. Aufgrund seiner Ölreserven hat der Iran Währungsreserven von knapp 100 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Nun scheint es so, als will sich die iranische Regierung von der westlichen Währung unabhängig machen, indem es die überschüssigen Dollar gegen die handfeste Währung Gold eintauscht. So kann der Iran seine internationale Zahlungsfähigkeit auf unkomplizierte Weise aufrechterhalten.
Ob hinter diesen Maßnahmen nun ein Vertrauensverlust in die amerikanische Währung steckt oder doch schon die Angst vor einem bewaffneten Konflikt, lässt sich nur schwer sagen. Fest steht nur, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Gerüchte um große Goldimporte kursierten. Mal sollen 250 Tonnen Gold aus der Schweiz importiert worden sein, ein anderes mal sollen 700 Tonnen Gold aus verschiedenen anderen Ländern in den Iran gelangt sein. Mit den aktuellen Zahlen ist nun erstmals offiziell ein verstärkter Goldkauf bestätigt worden. Man sollte also mit großem Interesse verfolgen, wie sich die Entwicklung im Iran fortsetzen wird.