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Große Banken, große Skandale?

8. Juni 2015 Klaus Riotte

Diese Frage, liebe Leserinnen und Leser, ist leider berechtigt. Die Meldung der Kollegen von Spiegel-Online alarmiert uns alle: Innerhalb einer halben Dekade sind die Rechtskosten der Großen Geldhäuser auf über 300 Milliarden US-Dollar gestiegen. Diese unfassbare Summe ist es wert, die Sache einmal genauer zu betrachten.

Endlich mal eine Statistik, in der das größte deutsche Geldhaus in der Spitze zu finden ist, könnte man denken, liebe Leserinnen und Leser. Aber leider weit gefehlt. Der Deutschen Bank in Frankfurt am Main dürfte dieser Spitzenrang eher peinlich sein.

Die 16 größten Banken der Welt haben es geschafft, in knapp 5 Jahren mehr als 300 Milliarden Dollar als Rechtskosten zu deklarieren. Die Deutsche Bank spielt ganz vorne mit.

Die genauen Zahlen können Sie hier nachlesen.

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitzenden Paul Achleitner gab gestern bekannt, dass der Co-Vorsitzende des Vorstandes, Anshu Jain, sein Amt Ende Juni zur Verfügung stellen wird. Er soll dem Institut aber nach wie vor als Berater zur Seite stehen (?). Sein Partner, Jürgen Fitschen, hört Ende Mai 2016 auf, obwohl sein Vertrag noch bis 2017 läuft. Achleitner konnte auch gleich einen Nachfolger für Jain aus den eigenen Reihen nennen: Aufsichtsrat John Cryan.

Das Duo Jain/Fitschen abzulösen ließ sich wohl nicht mehr vermeiden. Zu viel ist in der kurzen Amtszeit der beiden passiert. Monatelang wurde in der Öffentlichkeit über die Zukunft der Bank diskutiert. Dann, im April diesen Jahres, präsentieren die beiden einen langfristigen Strategieplan für die Zukunft des Finanzriesen, um dann, knapp sechs Wochen später zurück zu treten. Dazwischen sind noch zwei erwähnenswerte Dinge passiert. Ein möglicher Nachfolgekanditat, der Privatkunden-Chef Rainer Neske, hat entnervt das Handtuch geworfen. Bei der jährlichen Hauptversammlung wurde der Vorstand von gerade mal 60 Prozent der Aktionäre entlastet. Bei den 60 Prozent handelt es sich um die geringste Zustimmung, die ein Vorstand der Deutschen Bank jemals bekommen hat. In der Regel finden Vorstandsentlastungen mit 90 und mehr Prozent statt.

Kehrt jetzt endlich Ruhe ein?

Die meisten Experten sind sich einig: Das wahre Machtzentrum der Bank liegt im Aufsichtsrat, insbesondere in der Person des Vorsitzenden Paul Achleitner. Erst auf Drängen des ehemaligen Investmentbankers (Goldman Sachs, Allianz SE) sah sich der Vorstand genötigt, eine neue Strategie zu Papier zu bringen. Der Verzicht auf ein zukünftiges Privatkundengeschäft beziehungsweise der starke Rückzug aus diesem Marktsegment (Postbank soll verkauft werden, mehrere hundert Filialen werden dicht gemacht) hat den bei Finanzexperten, Mitarbeitern und Kunden sehr beliebten Privatkunden-Vorstand Rainer Neske aus dem Amt getrieben. Jain-Nachfolger John Cryan (zuletzt UBS und Temasek Holdings) wurde von Achleitner persönlich in den Aufsichtsrat berufen. Neben den Investoren werden auch die Arbeitnehmer recht genau beobachten, was in nächster Zeit passieren wird.

Was erwartet uns in naher Zukunft?

  • Die Arbeitnehmervertreter sind mit dem Verkauf der Postbank und der Schließung von Deutsche-Bank-Filialen überhaupt nicht einverstanden und haben bereits Widerstand angekündigt.
  • Die Investoren sehnen sich nach mehr Rendite und weniger Skandalen.
  • Die Öffentlichkeit wünscht sich eine Bank, für die man sich nicht mehr schämen muss.

Wir bemühen da mal ein Filmzitat und wandeln das etwas um: “Skandale essen Rendite auf”. Jedes Ermittlungsverfahren kann Schadensersatzzahlungen nach sich ziehen. Die Institute sind gezwungen, dafür Rückstellungen zu bilden, die wiederum die Rendite schmälern. Vertrauensbildende Maßnahmen sehen anders aus.

Fazit:

Alle diese Baustellen werden jetzt, ob er will oder nicht, mit dem Aufsichtsrats-Chef Paul Achleitner in Verbindung gebracht werden. Wenn das größte deutsche Finanzinstitut nicht endlich in ruhigeres Fahrwasser kommt, könnte es auch für ihn eng werden. Wir werden an der Sache dran bleiben und weiter berichten.

Hinweis in eigener Sache:

Der Gesetzgeber erlaubt in Deutschland gemäß GWG (Geldwäschegesetzt) Tafelgeschäfte (Gold anonym kaufen) bis 14.999,99 Euro pro Person und Transaktion.

Informieren können Sie sich hier.

Anlaufstellen finden Sie hier.

Zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die notwendige Zeit, auch für persönliche Gespräche.

 

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Grexit-Planspiele

11. Mai 2015 Klaus Riotte

Wenn man dem Spiegel glauben kann, liebe Leserinnen und Leser, ist die Troika derzeit dabei, den Austritt der Griechen aus der Euro-Zone durch zu spielen. Dabei konzentrieren sich die Experten auf drei Negativ-Szenarien. Wir sehen und die Optionen und Auswirkungen mal etwas genauer an. Neben einigen europäischen Regierungen haben sich nun auch die Dänen mit Vorschlägen zur Bargeld-Reglementierung zur Wort gemeldet. Was sagen Ihnen, um was es geht und zeigen Ihnen eine altbekannte Alternative auf.

Zur Erklärung: Unter dem Begriff Grexit versteht man den vollkommenen Rückzug Griechenlands aus dem Euro. Die Bezeichnung Troika umfasst die Institutionen Europäische Zentralbank (EZB), Internationaler Währungsfonds (IWF) und Europäische Kommission.

Die Ausgangssituation kommt einem bekannt vor: Unsere Freunde aus Griechenland stehen (mal wieder) vor dem Staatsbankrott, die Gläubiger drängen auf Rückzahlung und Umsetzung (längst vereinbarter) Strukturreformen und die griechische Regierung (Links-Rechts-Bündnis) irrlichtert (seit Ihrer Ernennung) im Dickicht der Europäischen Institutionen umher.

Alles wie gehabt, werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, jetzt denken.

Stimmt – aber auch nicht.

Natürlich ist das nichts Neues, aber die Kollegen des Spiegel berichten, dass die Troika sich intensiv mit Planspielen zum Euro-Austritt der Griechen befasst. Diese Situation ist neu, denn die Regierungschefs und Finanzminister des Euro-Raums fuhren bisher einen Beschwichtigungs- und Unmöglichkeits-Kurs nach dem Motto: Was nicht sein darf, passiert auch nicht. Griechenland braucht den Euro und der Euro braucht Griechenland – Ausschluss aller Alternativen auf Gegenseitigkeit.

Alle Unterhändler beklagen, dass sich bei den wichtigen Reformen zu den Themen Rente, Arbeitsmarkt und Steuern im Land der Hellenen nichts bewegt hat. Als besondere Provokation gilt ein Gesetz, das es der griechischen Regierung erlaubt, 13.000 ehemalige Staatsdiener wieder einzustellen. Laut Troika ist das ein Affront und eine Maßnahme, die klar dem Geist der (mit der Regierung Griechenlands) verhandelten und vereinbarten Vereinbarungen widerspricht.

Laut neusten Meldungen der Welt konzentriert sich die Troika auf vier Szenarien. Einer positiven Variante stehen drei negative Alternativen gegenüber. Die positive Option geht davon aus, dass Griechenland seinen Verpflichtungen zu hundert Prozent nachkommt. In dem Fall bekommt das Land bis zum Auslaufen des zweiten Hilfsprogramms frisches Geld.

Auch wir sind der Meinung, dass, gerade jetzt, die Welt mehr Optimisten und positiv denkende und handelnde Akteure braucht, sehen hier aber eher einen Fall von “Grimms Märchenstunde”.

Die Negativ-Szenarien sind (leider) näher an der Realität.

1) Die Griechen präsentieren bei dem Finanzminister-Treffen am heutigen Montag substantielle Vorschläge, wobei das Land seine finanziellen Reserven aber heillos überschätzt hat.

2) Die Griechen präsentieren halbherzige Vorschläge, die nicht akzeptiert werden. Innerhalb der nächsten Wochen wird das Land seine Schulden bei dem IWF und der EZB nicht mehr tilgen können. In dem Fall, der Terminus lautet Staatsbankrott, sehen die Troika-Planspiele noch eine letzte Alternative vor. Im weiteren Verlauf der Krise kommt die Regierung der Südeuropäer den Partnern mit Reformeifer entgegen, alle haben sich wieder lieb und die Griechen kommen ihren finanziellen Verpflichtungen, wenn auch etwas verspätet, in vollem Umfang nach.

3) Die Griechen zeigen sich unkooperativ, torpedieren die eigenen Reformvorschläge und sehen sich nach einer alternativen Währung um.

Unser kurzes Fazit

Punkt 1 ist der aktuelle Status Quo, Punkt 2 ist unrealistisch und Punkt 3 wollen sowohl die Griechen als auch die anderen EURO-Partner nach offiziellen Verlautbarungen unbedingt vermeiden. Nach Lage der Dinge dürfen wir uns wohl oder übel darauf einstellen, dass sich am bisherigen Zustand wenig bis gar nichts ändern wird.

Provokante Frage an alle Euro-Verantwortlichen

Was ist Ihnen lieber? Ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende?

Wir befürchten, die handelnden Personen haben sich für Letzteres entschieden.

Eine weitere Meldung zum Thema Bargeldverbot erreichte uns von unseren Nachbarn im Norden Die dänische Regierung plant ein Gesetz, das Restaurants, Geschäfte und Tankstellen von der Verpflichtung, Zahlungen in Bargeld anzunehmen, freistellt. Die Regierung beruft sich auf Erhebungen, nach denen mit Bargeldzahlung erhebliche Kosten, gerade im Sicherheitsbereich, verbunden sind. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist das Vorhaben ab 2016 geplant.

Auch hier bleiben wir bei unserer Einschätzung: der Staat hat sich noch nie großartig um Kostenstrukturen im Einzelhandel gekümmert. Warum gerade jetzt? Vielleicht, weil die Staaten dieser Welt erkannt haben, dass das, was wir Bürger in der Tasche haben, nicht vom Staat kontrolliert werden kann.

Da Bargeld (egal ob in der Tasche oder auf dem Konto) mittlerweile täglich an Wert verliert, sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, mal wieder über die Anlageform Edelmetall (insbesondere physisches Gold und Silber im Rahmen eines Tafelgeschäfts) nachdenken. Noch gibt es bei uns die rechtliche Grenze “14.999 Euro pro Person und Transaktion” laut Geldwäschegesetz (GWG).

Sie können uns online oder offline besuchen. Wir freuen uns auf spannende und informative Gespräche mit Ihnen.

In dem Sinne wünschen wir Ihnen bis zum nächsten Mal eine angenehme und erfolgreiche Zeit.

 

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Bargeldverbot und kein Ende?

4. Mai 2015 Klaus Riotte

Neues Thema? Nein? Aktuelles Thema? Ja! Ende Mai wird eine illustre Runde von Ökonomen und (Noten-)Bankern diesen Sachverhalt auf einer Tagung in London intensiv erörtern. Wir wagen schon mal einen Blick voraus. Was spricht dafür? Was dagegen? Wie sieht das technisch und logistisch aus? Lesen, teilen und diskutieren Sie unsere Antworten darauf. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Laut den Kollegen der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) mehren sich die Anzeichen, dass in den Schubladen der Zentralbanken Pläne lagern, die drastische Einschränkungen beim Bargeld vorsehen. In den letzten Wochen haben Kenneth Rogoff von der renommierten Harvard-Universität und Willem Buiter, Chef-Ökonom der Citigroup, öffentlich überlegt, wie Bargeld aus dem Geldkreislauf verschwinden könnte (wir berichteten).

Wie ist der Status Quo?

In Frankreich gibt es ab September 2015 drastische Einschränkungen (wir berichteten). In Schweden (die skandinavischen Länder gelten in Europa als Vorreiter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs) ist Bargeld schon seit längerer Zeit limitiert. Das geschah bei unseren Freunden im Norden auf Initiative von Handel und Geschäftsbanken. Die schwedische Notenbank tritt hier als Mahner auf. In Griechenland wird über eine Grenze von 70 Euro (!) diskutiert.

Was ist in London geplant?

Die in diesem Beitrag bereits erwähnten Herren Rogoff und Buiter sind als Hauptredner angekündigt. Was die wohl zu dem Thema sagen werden? Eingeladen zu der Veranstaltung sind Vertreter der Notenbanken aus der Schweiz, Dänemark, den USA und der Euro-Zone. Laut NZZ wollen die Teilnehmer Lösungen für den Notfall erörtern. Auch wenn es sich bei diesem Meeting um keine offizielle Zusammenkunft handelt, ist eine gewisse Signalwirkung nicht zu leugnen.

Was bringt die Zukunft?

Etliche Experten wollen die aufkommende Finanzkrise mit Negativzinsen von bis zu fünf Prozent bekämpfen. Diese unvorstellbar hohe Zahl zöge eine massive Flucht der Bürger (und Unternehmen) in Bargeld nach sich. Dass Strafzinsen ihre (negative) Wirkung zeigen, sieht man an den Schweizer Pensionskassen. Die haben Ihre Reserven in großem Stil von den Banken abgezogen und bar in eigene Tresore eingelagert. Die Kosten für Administration, Transport, Sicherheit und Logistik sind gegenüber zu erwartenden Strafzinsen immer noch das kleinere Übel.

Der zu erwartende Bankenrun lässt sich durch ein Bargeldverbot beziehungsweise eine strenge Limitierung vermeiden. An dieser Stelle halten sich Regierungsvertreter und Notenbanker noch sehr bedeckt. Viele (demokratischen) Staaten sehen einen (berechtigten) Widerspruch zwischen Bargeld-Verbot und liberaler Finanz- und Wirtschaftspolitik. Somit geht von der Londoner Tagung eine Signalwirkung aus. Viele Ökonomen und Banker werden dort gemeinsam mit Vertretern der wichtigsten Notenbanken offen über dieses Thema sprechen.

Somit lässt sich nicht mehr länger aufrecht erhalten, dass es sich hierbei um ein regionales Problem einiger Staaten handelt. Dazu hat uns die Finanzpolitik der vergangenen Jahrzehnte deutliche gelehrt, dass sich ihre Politik mehr und mehr global auswirkt. Regionale oder lokale Finanzpolitik ist nicht mehr möglich, die die Märkte und Produkte alle miteinander zusammen hängen.

Möglichkeiten und Auswirkungen von zwei (Horror-)Szenarien:

  • Barvermögen werden in gleichem Maße wie Niedrigzins-Erhöhungen mit einer Steuer oder Gebühr belastet,
  • Trennung in Buch- und Bargeld mit an die Niedrigzinsen angepasstem Wechselkurs.

Die erste Variante lässt sich in der Praxis nur umsetzen, wenn alle Geldscheine jährlich gestempelt werden. Die damit verbundene Logistik ist schlicht und ergreifend nicht vorstellbar.

Erste Frage: Wer trägt die Kosten?

Zweite Frage: Wer will das wie kontrollieren?

Dritte Frage: Was ist mit Banknoten, die Touristen oder Transitreisende ins Land bringen?

Wir können und wollen uns das nicht vorstellen und denken, dass es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ähnlich geht.

Die zweite Variante, die derzeit nur unsere Freunde und Nachbarn aus der Schweiz diskutieren, erscheint uns ebenfalls nicht durchsetzbar. Angenommen, der Niedrigzins liegt aktuell bei drei Prozent, so wäre Ihre 100-Euro-Banknote Ihrem Kreditinstitut eben nur noch 97 Euro bei der Gutschrift wert. Eine Option, von der wir hoffen, dass sie die Schweiz nie verlassen wird.

Fazit

Sie sehen schon an diesen Punkten, dass das Thema von niemand wirklich durchdacht wurde. Diesen Denkprozess empfehlen wir aber nachhaltig, da solche Maßnahmen alles auf den Kopf stellen, was bisher gewesen ist.

Was ist mit unseren Grundrechten?

Darf ich mit meinem (erarbeiteten und versteuerten) Vermögen machen, was ich will. Im Grundgesetz sind als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel Banknoten und (mit Einschränkung) Umlaufmünzen definiert. Also nicht nur ein Thema für die Ökonomen und Notenbanker sondern auch für die Juristen.

Bisher hielten sich die Online- und Offline-Zahlungsmittel stets die Waage. Es kam in der Vergangenheit nie zu Ausschlägen. Woran liegt das wohl? Vielleicht daran, dass die Regierenden sich heraus gehalten und die Sache ihren (vernünftig denkenden und handelnden) Bürgern überlassen haben.

In dem Sinne, ihr Politiker, Notenbanker, Ökonomen und Finanzdienstleister, lasst uns einfach mal machen. Es muss nicht alles reguliert werden – vor allem nicht von Euch!

Falls Sie dieser Diskussion überdrüssig sind, was wir voll und ganz verstehen, ein kleiner Tipp in eigener Sache: In Notzeiten haben die Menschen, die rechtzeitig in Sachwerte geflüchtet sind, nie am meisten gelitten. Gehen Sie in unseren Online-Shop oder kommen Sie zu uns nach Schweinfurt oder in eine unserer Filialen in Ihrer Nähe. Wir können Ihnen helfen und wir hören Ihnen zu. Noch ist es möglich, bis zu 14.999 Euro pro Person in ein Tafelgeschäft zu investieren.

In dem Sinne, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

 

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Bargeld, nein danke?

27. April 2015 Klaus Riotte

Zugegeben, liebe Leserinnen und Leser, die Überschrift klingt etwas provokant. Aber seit einiger Zeit häufen sich die Meldungen, dass sich in den Schubladen der Banken und Finanzressorts konkrete Pläne befinden. Ein aktueller Vorschlag erreichte uns aus den USA. Wir sehen uns das mal genauer an.

Willem Buiter, Chef-Ökonom der Citigroup, schlägt in einem Gespräch mit Bloomberg vor, nur noch 5-Dollar-Scheine auszugeben (im Euro-Raum dann 5-Euro-Scheine). Dabei macht der Banker, dem wir unter anderem den Begriff GREXIT verdanken, kein Hehl daraus, dass es sich um eine flankierende Maßnahme zu den Strafzinsen auf (noch hohe) Bankguthaben handelt. Die Angst scheint groß zu sein, dass die Kunden als Schutz vor Strafzinsen in Bargeldreserven flüchten.

Die Logik ist aus Sícht eines Finanzdienstleisters nachvollziehbar. In schwachen Konjunkturphasen besteht die Gefahr, dass die Notenbanken die Zinsen immer wieder absenken. Sollte der Zinssatz negativ werden, macht es aus Sicht des Bankkunden keinen Sinn mehr, Geld einfach so auf dem Konto rumliegen zu lassen. In dem Fall ist ein Umtausch der Bankguthaben in physisches Geld die bessere Alternative. Ihr Barvermögen verliert dann inflationsbedingt immer noch an Wert, dafür sparen Sie sich aber die Strafzinsen.

Der Bank Ihres Vertrauens wird das naturgemäß nicht gefallen. Die Variante, die Willem Buiter deswegen ins Spiel bringt, wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht vorenthalten.

Zitat:

Vor allem ältere Menschen und Arme verwenden fast nur Bargeld. Darüber hinaus ist es bei kleineren Alltags-Transaktionen nicht immer möglich, elektronisch zu zahlen. Daher macht es keinen Sinn, Bargeld komplett abzuschaffen. Dafür sollen die Banken Geldscheine mit dem Höchstnennwert fünf (Anmerkung der Redaktion: Dollar oder Euro) an die Kunden ausgeben. Größere Scheine werden abgeschafft.

Zitatende.

In dem Zusammenhang wies der Citigroup-Manager noch darauf hin, dass erst kürzlich Schweizer Pensionsfonds begannen, ihre Auszahlungen bar abzuheben und bis auf weiteres im eigenen Tresor zu lagern.

Es gibt noch weitere Stimmen zu diesem interessanten Thema. Der Harward-Professor Kenneth Rogoff  empfiehlt die vollständige Abschaffung von Bargeld. Mit dieser Maßnahme können Banken viel leichter Negativzinsen durchsetzen und so die Wirtschaft ankurbeln. Ein schöner Nebeneffekt, so Rogoff bei einer Vorlesung in München, liege in der besseren Bekämpfung von Steuerflucht und Drogenkriminalität. Zusammenfassend ließ der Professor seine Zuhörer in der bayrischen Landeshauptstadt wissen, dass er im Vorhandensein von Papiergeld das entscheidende Hindernis sieht, die Zentralbankzinsen weiter zu senken.

Was bilden sich diese Ökonomen eigentlich ein?

Wir reden hier über die Brüder, die noch 2008 mehrheitlich verkündet haben, es gebe kein Krise.

Wir reden über einen Berufsstand, dessen rein modelltheoretisch-basierte Sicht auf die Dinge in den letzten Finanzkrisen völlig versagt hat.

Diese Meinung vertritt nicht nur der Autor dieser Zeilen, sondern auch die beiden US-amerikanischen Wirtschafts-Nobel-Preisträger Joseph Stiglitz und Milton Freedman.

Es ist diskriminierend, ältere Menschen als weltfremde Tattergreise darzustellen, die völlig kartenlos mit Taschen voller Geld durch die Gegend rennen.

Wir reden überwiegend über Institute, die mit unseren Steuermitteln gerettet wurden.

Außerdem werden hier nur Probleme (aus eigener Sicht), leider aber keine Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Wir helfen da gerne.

Wenn die Banken andere Produkte favorisieren, was sollen dann diese Restriktionen. Warum sind die Damen und Herren nicht in der Lage, verständliche und vor allem transparente Alternativen anzubieten. Auch der Finanzbranche ist es nicht untersagt, über neue Geschäftsmodelle nachzudenken. Wie soll so eine Aktion technisch und logistisch von statten gehen. Kommt vielleicht die “Geldpolizei” vorbei und nimmt uns jeden Schein ab, auf dem mehr als die Zahl 5 steht?

Aber auch in diesem Fall bleiben die Institute bei ihren alten Verhaltensmustern. Wenn Gewinne erzielt werden, geht es die Allgemeinheit nichts an. Wenn Verluste drohen, wird wieder nach dem Staat gerufen. Wir haben in unserem letzten Beitrag über Grundrechte gesprochen, insbesondere über das Recht, über unser ehrlich erworbenes und versteuertes Vermögen frei zu verfügen. Wenn wir jetzt auch noch Bargeld einschränken, haben wir keine Möglichkeit mehr, uns dem Einfluss der Finanzindustrie zu entziehen. Wenn das die Absicht hinter diesen Gedanken ist, nennen wir das perfide!

Dabei ist die Lösung nicht so weit entfernt, wie Sie denken.

Bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen in Ihrer Nähe können können Sie für Ihr Bargeld Edelmetalle kaufen. Im Rahmen eines Tafelgeschäfts können Sie dies völlig anonym tun. Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt, wenn Sie bei uns anonym Gold kaufen wollen. Kommen Sie ruhig vorbei, wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die notwendige Zeit.

Bis dahin, liebe Leserinnen und Leser, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

Bleiben Sie uns treu und gewogen.

Bis bald.

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Warum Sie gerade jetzt anonym Gold kaufen sollten

20. April 2015 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser, schon wieder dieses Dauerthema, werden Sie jetzt denken. Aber gerade im Moment ist es wichtig, darüber zu reden. Wir haben in der letzten Woche intensiv recherchiert. Das Ergebnis haben wir in diesem Blog-Beitrag für Sie zusammengefasst.

Wie wichtig wir das Thema nehmen, sehen Sie in unserem Online-Shop. Wir haben in der letzte Woche einen Reiter Gold anonym kaufen hinzugefügt. In einem Frage-Antwort-Szenario haben wir alles Erdenkliche gefragt und beantwortet.

Das Ergebnis können Sie hier nachlesen.

Die Einschläge kommen näher

Im Namen unseres Nachbarn und Euro-Partners Frankreich kündigte der aktuelle Finanzminister Michel Sapin drastische Verschärfungen im Umgang mit Bargeld an. Die Kollegen der französischen Zeitung Le Parisien listen die einzelnen Maßnahmen auf:

  • Barzahlungen sind nur noch bis 1.000 Euro gestattet (bisher 3.000 Euro).
  • Das Limit für Touristen verringert sich von 15.000 auf 10.000 Euro.
  • Anonyme Fremdwährungskäufe sind nur noch bis 1.000 Euro erlaubt (bisher 8.000 Euro).
  • Wenn ein Kunde von seinem Bankkonto mehr als 10.000 Euro im Monat abhebt, erfolgt automatisch eine Kontrollmitteilung an die nationale Geldwäsche-Behörde (Tracfin).
  • Fracht-Transfers innerhalb der EU, die 10.000 Euro übersteigen, sind den Aufsichtsbehörden zu melden. Darunter fallen explizit auch Schecks, Pre-Paid-Transaktionen und Edelmetalle.
  • Eine adäquate Regelung für Bit-Coins und andere Krypto-Währungen ist in Arbeit.

Es handelt sich hier leider um kein ausgedachtes Horrorszenario eines fiktiven Überwachungsstaates. Wir reden über die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU- und Euro-Zone. Der Maßnahmenkatalog tritt ab September 2015 in Kraft. Als offizielle Begründung für diese Gängelung der Bürger, Unternehmen und Touristen muss mal wieder der Kampf gegen den Terror herhalten. Wir nennen das Repression. Ob und wie weit andere EU-Partner folgen, ist nicht bekannt.

Aus der aktuellen Tagespolitik lassen sich mittlerweile zwei Kernsätze ableiten:

  • Wenn Banken vor der Pleite stehen, fällt irgendwann in der politischen Diskussion das Wort systemrelevant. Das genügt als Begründung, uns Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
  • Wenn wir Bürger gegängelt oder anderweitig limitiert (oder erzogen?) werden sollen, lautet die Zauberformel Kampf gegen den Terror.

Es geht nicht mehr um politische Entscheidungen, es geht um Grundsätze. Es geht um Beschränkungen unserer Bürgerrechte. Besonders perfide ist dieses Verhalten, wenn wir die Historie zu Rate ziehen.

Wo kommen unsere Bürgerrechte her?

Sind die uns auf dem Silbertablett serviert worden? Sind die vom Himmel gefallen? Mitnichten! Diese grundlegenden Rechte sind hart erkämpft worden. Für die Erlangung dieser Rechte sind Abertausende von Menschen gestorben, auch und gerade in den Revolutionstagen in Frankreich.

Wir sollten endlich aufwachen und Forderungen stellen!

Wir sollten endlich unseren Regierenden klar machen, wie wichtig uns unsere Grundrechte sind. Für uns ist es ein Grundrecht, dass wir unsere Vermögen so in Bargeld, Anlagen und Sachwerte aufteilen, wie wir das für richtig erachten. Für uns ist es ein Grundrecht, dass die Regierung und ihre Administration die Finger von unseren persönlichen Daten und Konten lässt, solange wir keiner Straftat verdächtig sind. Für uns ist es ein Grundrecht, dass wir mit unserem versteuerten Geld das kaufen, was wir wollen. Und ein besonderes Grundrecht ist die Entscheidungsgewalt, ob wir bar, mit Karte oder per Banktransaktion zahlen.

Wir wagen es kaum, die Sache weiter zu denken. Was kommt als nächstes? Die Banken fangen auch in Deutschland an, Bankguthaben ab einem gewissen Limit (negativ) zu besteuern. Wann traut sich die erste Regierung aus der Deckung und bestimmt per Gesetz, wie viel Bargeld jedem Bürger zusteht. Glauben diese gewählten Volksvertreter denn wirklich, dass der internationale Terror sich geschlagen gibt, wenn Bargeldverkehr auf 1.000 oder 5.000 oder 10.000 Euro begrenzt wird?

Es geht ganz einfach um Kontrolle und Macht. Haben wir Zypern und den willkürlichen Zugriff auf Bankguthaben schon vergessen? Haben wir die rückwirkende (!) Steuer auf Bankguthaben in Spanien schon vergessen? Wir schwer ist es für den Staat, an Ihre Sachwerte und Barvermögen ran zu kommen? Wie leicht ist es, an Ihre Bank- oder Kreditkartenguthaben ran zu kommen?

Merken Sie was, liebe Leserinnen und Leser. Wir sollten nichts vergessen. Wir sollten wachsam sein. Die nächste Wahl kommt bestimmt. Und dann sollten wir Fragen stellen und an unsere Grundrechte erinnern.

Erlauben Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns noch einen kleinen Hinweis in eigener Sache. Noch dürfen Sie laut Gesetz in Deutschland bis zu 14.999 Euro Gold anonym kaufen (Tafelgeschäft als Barkauf). Allen, die diese Möglichkeit in Betracht ziehen, sei die folgende Seite empfohlen:

Dort erfahren Sie alles Wissenswerte zu diesem Thema. Dort können Sie auch nachlesen, wo Sie uns und unsere Filialen finden.

Falls Sie darüber hinaus noch Fragen zu den Themen Gold anonym kaufen / Tafelgeschäft / Barkauf haben, versuchen wir diese auf folgender Seite zu beantworten:

Gold anonym kaufen / Tafelgeschäft / Barkauf

Ihre Frage ist nicht dabei? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihre Anliegen.

In dem Sinne eine angenehme und erfolgreiche Woche bis demnächst wieder auf dieser Seite.

 

 

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Frohe Ostern

2. April 2015 Klaus Riotte

Die Zeit vergeht, liebe Leserinnen und Leser. Aber wem sage ich das. Unser ganzes Team wünscht Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und ruhiges Osterfest. Ein Hinweis noch in eigener Sache. Mit Tafelgeschäften müssen Sie leider bis nach den Feiertagen warten, aber online sind wir 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für Sie da.

 

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Frankfurt brennt, oder die EZB lädt ein und viele gehen hin.

20. März 2015 Klaus Riotte

Frankfurt brennt … und die EZB hat eingeladen?. Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, die Metropole am Main steht noch und auch die EZB hat den vergangenen Mittwoch heil überstanden. An dem Tag fand die offizielle Einweihung des neuen Bankenturms in Frankfurt am Main statt. Und dann ist das passiert, was wir alle schon zu Hause erlebt haben. Sie schmeißen eine Party, das macht irgendwie die Runde, und plötzlich haben Sie jede Menge Leute in Ihrer Bude, von denen Sie die meisten nicht kennen. Das wundert nicht, denn die wurden nie eingeladen. Die kamen einfach so. Und genau das ist eben auch der EZB passiert. Und wie das mit ungeladenen Gästen manchmal so ist, einige haben sich ganz schön daneben benommen.

Am Mittwoch wurde in Frankfurt am Main, genauer gesagt im Stadtteil Ostend, das neue EZB-Gebäude offiziell eingeweiht. Am Rande dieser Veranstaltung, auf deren Gästeliste nur 100 Personen standen, kam es zu massiven Ausschreitungen, wie sie die Hessenmetropole schon lange nicht mehr erlebt hat. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Stadt eines der Zentren war, in denen Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die radikale Studentenbewegung ihren Anfang nahm. Es wurden Autos angezündet (darunter auch diverse Einsatzfahrzeuge der Polizei), Steine geworfen und brennende Barrikaden errichtet. Feuerwehr und Notdienste wurden teilweise massiv daran gehindert, ihre Arbeit zu tun. In den Morgenstunden fand sogar der Versuch statt, eine Polizeiwache zu stürmen. Anwohner und Augenzeugen schilderten die Situation im Nachhinein als “bürgerkriegsähnlich”. Laut Polizei wurden hunderte Menschen verletzt und es gab viele Festnahmen. Nicht vergessen sollte man in dem Zusammenhang aber auch die offizielle Kundgebung am Nachmittag mit 17.000 Menschen, die weitgehend friedlich verlief. Auch nachts blieb es ruhig.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse können Sie hier sehen.

Die Frankfurter Polizei hat ein Video veröffentlicht, auf dem die versuchte Stürmung einer Polizeiwache zu sehen ist.

Eine besondere “Perle” haben wir in den Tiefen des Internet gefunden. Die Doku stammt vom öffentlich-rechtlichen Hessischen Rundfunk. Dort wird uns in etwas über 40 Minuten die EZB und ihre Zinspolitik auf unterhaltsame und spannende Weise näher gebracht. Ein, wie wir finden, absolutes Muss für alle, die bei dem Thema mitreden wollen.

Was hat das nun bitteschön mit der EZB zu tun?

Wenn man die Meinung der schreibenden Kollegen zusammen fasst, eigentlich nichts. Die Damen und Herren vom Boulevard und den konservativen Blättern schwadronieren mal wieder vom linksradikalen Mob (wobei niemand die anreisenden Krawallmacher nach Ihrer Gesinnung gefragt hat) und die linke Presse findet die Demonstation natürlich gut, aber bitte nicht mit Gewalt.

Gewalt ist eine Facette des menschlichen Wesens, das wohl schon der Erste unserer Spezies in sich getragen hat. Gewalt ist kein linkes oder rechtes Problem, sondern betrifft die ganze Gesellschaft – und auch den Staat. Der hat sich nämlich das Gewaltmonopol in die Verfassung schreiben lassen. Der bewaffnet Polizisten und schickt sie in unsere Straßen, der bildet Soldaten aus und schickt sie in fremde Länder.

Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, wir werden diese Diskussion hier nicht weiter führen. Alleine schon deshalb, weil ein Blog-Beitrag mit etwa 800 Wörtern dafür viel zu kurz ist. Dieser Erörterung sollten sich Gesellschaft und Staat (also eigentlich wir alle) endlich umfassend stellen. Die Ereignisse vom Mittwoch werden sowohl den Bundestag als auch den hessischen Landtag sowie den Stadtrat der Mainmetropole beschäftigen. Ob dabei etwas rauskommt, werden wir sehen.

Abschließend zu diesem Thema noch ein Satz des großen Dramatikers Kurt Tucholsky: “Wenn mir einer den Schädel einschlägt, ist es mir egal, ob er Kommunist oder Republikaner ist.

Der Ball liegt nun bei der EZB!

Die EZB ist von keinem EU-Einwohner gewählt und von keinem Parlament jemals (explizit) ratifiziert worden. Daher untersteht dieses Institut auch keiner parlamentatischen (oder sonstigen) Kontrolle. Das hat zum Beispiel auch unser Bundesverfassungsgricht in Karlsruhe ohne Einschränkung bestätigt. Die EZB ist kein Teil deutscher Staatsgewalt (und somit auch nicht im Fokus unserer Parlamente und Kontrollinstanzen). Stattdessen ist sie seit 1993 ein europäisches Organ. Die Rechtsgrundlage wurde in dem Vertrag von Maastrich festgeschrieben. Dort steht (auf besonderen Wunsch der damaligen deutschen Bundesregierung), dass die Euro-Bank unabhängig ist. Die einzige Instanz, die über die Befugnisse und Kompetenzen der Europäischen Zentralbank wacht, sitzt in Luxemburg: der Europäische Gerichtshof (EuGH). Der entscheidet alleine über die Einhaltung der EU-Verträge. Allerdings sind die Hürden recht hoch und die Verfahrensdauer recht lange.

In diesem Umfeld, das ist zumindest unsere persönliche Meinung, hat gerade die EZB die Verantwortung und auch die Pflicht, besonders sorgfältig mit dieser privilegierten Stellung umzugehen. Das soll in der Praxis bedeuten, immer wieder erklären, erklären, erklären und ein überaus hohes Maß an Transparenz an den Tag legen. Wenn das der EZB nicht schnell gelingt, wird der 18. März 2015 in Frankfurt kein Ausnahmefall sein, sondern zur Regel werden. 

Herr Draghi, erklären Sie uns, was Sie da tun, warum Sie es tun und weisen Sie uns auch darauf hin, was auf uns zukommt und was die Alternativen sind. Es sind schließlich (auch) unsere Steuergelder, die Ihre Bank am Leben erhalten. Und wir sind auch die Ersten, die die Konsequenzen Ihres Handeln spüren werden. 

In dem Sinne, meine lieben Leserinnen und Leser, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche und angenehme Arbeitswoche.

PS: Falls Sie trotz Euro-Krise und EZB-Politik noch ein wenig Geld übrig haben, das Sie gerne auf lange Sicht stabilisieren möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich in unserem Online-Shop umzusehen oder uns direkt an einem unseren Standorte in Ihrer Nähe zu besuchen. Wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die Zeit, die Sie brauchen.

 

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Wie die Großen so die Kleinen?

18. März 2015 Klaus Riotte

Jeden Freitag veröffentlicht die US-Aufsichtsbehörde CFTC (U.S. Commodity Futures Trading Commission) ihren wöchentlichen Report “Commitments of Traders”. Laut Analysten geht der Optimismus bei den Großspekulanten in den Keller, wogegen kleine und mittlere Anleger die Lage auf dem Goldmarkt eher positiv sehen. Diese Diskrepanz macht neugierig. Daher haben wir beschlossen, uns die Zahlen mal etwas genauer anzusehen. Außerdem berichten wir über den Beginn der EZB-Geldschwemme.

Lag die Zahl der offenen Kontrakte, sogenannte Open Interests, in der Vorwoche noch bei 405.124, so stieg die Zahl in der Woche zum 10. März 2015 auf 410.124 an. Experten deuten diesen Anstieg als Signal, dass das Interesse an Gold-Futures steigt. Daneben gibt es noch die Kennzahl Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung).  Diese Positionen haben sich sowohl bei den großen, als auch bei den kleinen und mittleren Anlegern um 27,6 Prozent (von 123.387 auf 89.342 Kontrakte). Es fiel bei der Auswertung der Zahlen auf, dass hier die Großspekulanten (Non-Commercials) besonders stark involviert sind, was auf eine wachsende Skepsis in diesem Marktsegment hinweist.  Bei den Kleinspekulaten (Non-Reportables) fiel das Minus mit 1,5 Prozent deutlich geringer aus.

Die Geldschwemme, die die EZB (Europäische Zentralbank) jetzt losgetreten hat (wir berichteten mehrmals), kam an den Edelmetallmärkten bisher noch nicht an. Das Wochensicht ist Gold bei 1.159 US-Dollar gelandet. Die Notenbank der USA (FED) wird ab Mittwoch wieder einige wichtige Statements abgeben. Es ist davon auszugehen, dass sich das, je nach Inhalt, ebenfalls direkt auf den Goldpreis auswirken wird. Positive Nachrichten kommen dagegen aus China. Die Shanghai Gold Exchange meldet signifikante Umsatzzuwächse bei dem glänzenden Edelmetall. So stieg der Wochenumsatz bei den Ein-Kilogramm-Barren um über 40 Prozent (letzter Stand: 182.142 Kilogramm).

Derweil hat die EZB ihre Ankündigungen wahr gemacht und diese Woche begonnen, die Geld-Druck-Maschinen an zu werfen.

Von dieser Woche an wird die EZB ein Programm durchziehen, das bis September 2016 laufen soll. In der Zeit will die Zentralbank etwa 1,1 Billionen Euro für Vermögenswerte ausgeben. Es handelt sich dabei überwiegend um Staatsanleihen und “andere Wertpapiere”. Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun denken, ist doch toll, die EZB hat Geld da liegen und investiert, sind Sie leider auf dem falschen Dampfer. Das Geld muss nämlich erst noch gedruckt werden. Was das konkret bedeutet und warum diese Entscheidung alles andere als glücklich ist, erfahren Sie in unserem nächsten Blog-Beitrag, der bereits an diesem Freitag erscheinen wird.

Bis dahin, liebe Leserinnen und Leser, angenehme und erfolgreiche Tage. Falls Sie in Frankfurt am Main wohnen, bitte heute die Innenstadt und das Ostend meiden. Auch dazu am Freitag ein ausführlicher Bericht.

Falls Sie zwischenzeitlich mal wieder Ihr hart verdientes Geld etwas stabilisieren wollen, finden Sie uns online oder vor Ort in einer Filiale in Ihrer Nähe.

 

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Peter Boehringer: Holt unser Gold heim

9. März 2015 Klaus Riotte

Peter Boehringer gehört zu den Gründungsmitgliedern der “Holt unser Gold heim”-Initiative und legt nun ein Sachbuch vor, in dem er unter anderem seine Erfahrungen mit der Kampagne chronologisch schildert. Warum Sie dieses Werk unbedingt lesen sollten, erfahren Sie hier bei uns.

Der Autor

Peter Boehringer gehört zu den meistgelesenen Autoren in der deutschsprachigen Goldszene. 2003 gründete der Diplom-Kaufmann und Diplom-Informatiker die PBVV Vermögensberatung in München Darüber hinaus ist er Vorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V. und Mitglied der Friedrich-A.-von-Hayek-Gesellschaft. 2013 war er Preisträger der Robert-Baader-Auszeichnung. Er hat für mehrere internationale Unternehmen, unter anderem Booz & Co. Inc., Technologieholding GmbH, 3i Plc, European Telecom Holding AG, gearbeitet.

Das Thema

Seit über 60 Jahren lagert das Gold der Deutschen größtenteils im Ausland. Bis vor fünf Jahren wurde das Thema in der Öffentlichkeit eher stiefmütterlich bis desinteressiert behandelt. Dann aber wurde von einem engagierten Bürger die Seite “Holt unser Gold heim” auf Facebook gegründet. Etwa gleichzeitig hat sich ein Unterstützerkreis um den Publizisten Peter Boehringer der Sache angenommen. Seitdem ist das Thema soweit in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, dass sogar Bundesregierung und Bundesbank das Thema ernst nehmen. Es sind immerhin schon einige Rückholaktionen (wir berichteten mehrfach)  durchgeführt worden. Ob diese nur als Alibi dienen, oder der Startschuss zur kompletten Repatriierung sind, wird die Zukunft zeigen.

Da dieses Thema schon immer wichtig war und nun auch im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit angekommen ist, haben wir am Ende dieses Blog-Beitrags nochmals alle relevanten und interessanten Links für Sie, liebe Leserinnen und Leser, zusammen gefasst.

Was darf der Leser erwarten?

Hier lassen wir einfach den Autor persönlich zu Wort kommen (Auszug aus dem Vorwort des Verfassers):

Das vorliegende Buch behandelt drei Aspekte einer nur auf den ersten Blick „engen“ Thematik: Es ist erstens ein dokumentarisches Werk zur inzwischen durch unsere beharrliche Arbeit nicht mehr völlig intransparenten Geschichte des deutschen Staatsgolds von 1945 bis heute, 2015. Es ist zweitens mein persönlicher Rechenschaftsbericht unserer überparteilichen, unabhängigen und öffentlichen Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim!“ in ihrem nunmehr fünften Jahr. Und es ist drittens eine leider weiterhin notwendige Kampfschrift für die aus nationalökonomischen, juristischen, bilanziellen, geldtheoretischen, staatsrechtlichen, macht- und finanzpolitischen, geopolitischen und inzwischen auch sehr praktischen und dringlichen Gründen erforderliche Heimholung des globalen Staatsgolds. Zügig und vollständig – nach Deutschland ebenso wie in die anderen Länder, die im Ausland Gold gelagert haben.

An dieser Stelle möchte die Redaktion Herrn Peter Boehringer danken, dass wir aus dem Vorwort zitieren durften.

Das Buch ist in fünf Blöcke unterteilt:

I. Warum ist real existierendes Staatsgold so wichtig?

II. Geschichte 1951 bis 1999: Wo war das Gold?

III. Gegenwart seit 2011: die Bürgerinitiative “Holt unser Gold heim”.

IV. Internationale Gold-Initiativen

V. Einwände und Widerstand gegen die Bürgerinitiative

Gerade der dritte Teil wird sehr spannend werden, da Boehringer uns dort chronologisch an seinen Erfahrungen mit der Bürgerinitiative teilhaben lässt.

Link-Liste

Hier kann das Sachbuch “Holt unser Gold heim” von Peter Boehringer vorbestellt werden

Peter Boehringer auf goldseiten.de

Startseite der Initiative “Holt unser Gold heim”

Facebook-Seite “Holt unser Gold heim”

Die offizielle Seite der Deutschen Edelmetall Gesellschaft

 

 

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt …

2. März 2015 Klaus Riotte

Der Titel soll Ihnen keine Angst machen, liebe Leserinnen und Leser, aber wir sind bei unserer wöchentlichen Recherche-Tour auf einige Wettbewerber gestoßen, die ein äußerst seltsames Geschäftsmodell unter die Leute bringen. Im schlimmsten Fall kann die Überschrift Realität werden.

Einige unserer Wettbewerber sind dazu übergegangen, ihren Kunden Zinsgeschäfte auf Edelmetalle anzubieten. Das klingt zunächst mal recht attraktiv, wird doch damit das immer wieder vorgebrachte Argument entkräftet: Gold bringt doch keine Rendite!

Aus der Nähe betrachtet sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, aber vorsichtig sein!

Der Deal sieht in der Regel folgendermaßen aus: Die Kunden überlassen dem Händler ihre Goldprodukte als Sachdarlehn und erhalten im Gegenzug pro Jahr 4 Prozent Zinsen. Versprochen wird ein zusätzlicher Ertrag neben der Wertentwicklung und eine sichere Lagerung der überlassenen Produkte (Goldmünzen und Goldbarren).

Einen Absatz weiter offenbart der Händler seine wahren Motive. Er teilt dem potentiellen Kunden mit, dass das Leihen von Gold finanziell für ihn attraktiver ist, als die Kreditaufnahme bei einer Bank.

Kleiner Exkurs in Sachen Kreditgeschäfte

Sie brauchen 8.000 Euro, gehen zur Bank Ihres Vertrauens und beantragen einen Kredit. Die Bank prüft Ihre Bonität und fragt nach Sicherheiten. Sie ziehen einen 250-Gramm-Goldbarren aus der Hosentasche und die Sache dürfte sich soweit erledigt haben. Der ist aktuell schließlich mehr wert.

Merken Sie, worauf wir hinaus wollen?

In dem Fall lagert Ihr Goldbarren nicht mehr bei Ihnen zu Hause sondern geht bis zur endgültigen Erledigung des Darlehns in den Besitz der Bank über.

Ab jetzt können wir nur noch Fragen stellen

Wie wird die Bank wohl reagieren, wenn Sie wahrheitsgemäß antworten, dass das Gold Ihnen gar nicht gehört sondern nur auf Zinsbasis geliehen ist?

Wie nennt man den Straftatbestand, wenn Sie gegenüber der Bank dieses Detail verschweigen?

Was geschieht mit Ihrem Gold, wenn der Händler insolvent wird?

Was geschieht mit Ihrem Gold, wenn die Firma, die mit der Lagerung des Goldes beauftragt wurde, insolvent wird?

Bekommen Sie nach Ablauf des Geschäfts auch wieder IHR Gold zurück?

Was passiert, wenn Sie kurzfristig verkaufen müssen?

In der Regel tauschen Sie Ihr Papiergeld in Gold ein, weil Sie sich davon eine Stabilisierung Ihres Vermögens versprechen. Direkt danach geben Sie dieses stabile Produkt wieder ab und lassen sich dafür in Papiergeld (von dem Sie sich ja eigentlich trennen wollten) bezahlen. Wie sinnvoll ist dieses Verhalten?

Wenn bei einem Geschäft die Chance auf Totalverlust besteht, spricht man von einer High-Risk-Investition. Finden Sie einen Zinssatz von 4 Prozent in einem solchen Fall angemessen?

Ein Hinweis in eigener Sache

Wir wollen hier kein Kollegen-Bashing betreiben. Wir wollen Ihnen mit diesem Beitrag lediglich den Status Quo beschreiben. Wie die Sache steuerlich und rechtlich aussieht, wollen wir hier auch nicht kommentieren. Wir legen Ihnen lediglich nahe, einfach mal die Fragen für sich zu beantworten. Falls Ihnen solche Geschäfte angeboten werden, erinnern Sie sich an diesen Artikel und seine Fragen, hören Sie auch mal auf Ihren Bauch und denken Sie daran, dass einige Anbieter solcher Aktionen bereits insolvent sind.

Beispiel gefällig?

Bitte nachlesen!

Falls Sie nun doch noch denken sollten, das wir Ihnen hier einen verfrühten Aprilscherz auftischen, geben Sie bei Google doch einfach mal den Suchbegriff “Gold Leihe Zinsen” ein. Sie werden staunen, versprochen!

Unser Versprechen an Sie!

Wir werden auch in Zukunft unsere komplette Energie und Kreativität dazu nutzen, Ihnen wie bisher beste Produkte zu guten Preisen anzubieten. Das Gold (und Silber), das Sie bei uns kaufen, dürfen Sie auch behalten. In dem Sinne, schauen Sie doch mal online bei uns im Shop vorbei oder besuchen Sie uns persönlich in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Ihnen.

Ansonsten, liebe Leserinnen und Leser, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

Bleiben Sie uns treu und gewogen.

 

 

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