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Bargeldverbot bald auch in Deutschland?

12. Februar 2016 Klaus Riotte

Kein Druckfehler, liebe Leserinnen und Leser. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete diese Woche, dass die Bundesregierung die Bargeldzahlungen im Inland auf 5.000 Euro limitieren will. Dieses Thema rauscht derzeit so wild durch den Blätterwald, dass auch wir nicht umhin kommen, über diese einschneidende Sache nachzudenken.

Laut den Kollegen der FAZ ist die Bundesregierung bei dem Thema Bargeld-Limit gesprächsbereit. Im Bundesfinanzministerium wird bereits über eine Grenze von 5.000 Euro nachgedacht. Damit soll der internationale Terrorismus bekämpft werden.

“Die Welt ist nach den Anschlägen von Paris nicht mehr dieselbe wie vorher. Man darf ja auch keine größeren Mengen Flüssigkeit in ein Flugzeug mitnehmen. Im Grunde kann niemand etwas dagegen haben, wenn jemand Geld von der Bank abhebt, um einen schicken Gebrauchtwagen damit zu kaufen. Man muss allerdings auch zur Kenntnis nehmen, dass Bargeld neben Pre-Paid-Karten ein wichtiges Vehikel für Terroristen ist.”

Die Bundesbank hat sich zu diesem Thema klar positioniert. Sie lehnt entsprechende Forderungen kategorisch ab. Präsident Jens Weidmann hat gegenüber der FAZ seine Skepsis klar zum Ausdruck gebracht.

“Glauben Sie, dass kriminelle Handlungen deshalb unterbleiben, weil es den 500-Euro-Schein nicht mehr gibt? Inwieweit ein Verbot von größeren Bargeldtransaktionen illegale Aktivitäten unterbindet, ist ebenfalls eine offene Frage.“

Ulrich Binnebößel vom Handelsverband Deutschland (HDE) steht dieser Thematik ebenfalls ablehnend gegenüber.

“Bargeld wird im Handel nach wie vor uneingeschränkt akzeptiert. Dies sollte auch so bleiben, solange der Kunde die Zahlung mit Noten und Münzen wünscht. Neben dem Autohandel und Juwelieren sind unter anderem der Möbelhandel, der Cash-and-Carry-Großhandel, bestimmte Textilhändler und Fachgeschäfte im Luxussegment von der geplanten Regelung betroffen.”

Die Bürger unseres Landes sehen das ähnlich. In einer Erhebung 2015 haben sich drei Viertel der Befragten explizit dagegen ausgesprochen, dem Beispiel Dänemarks zu folgen. Bei unseren Nachbarn im Norden ist der Handel nicht mehr zur Annahme von Bargeld verpflichtet.

Unterstützung kommt auch aus dem Lager der Verbraucherschützer. Für Klaus Müller vom Verbraucherzentrale Bundesverband ist Bargeld gelebter Datenschutz, den man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen darf.

Besonders interessant sind die Aussagen des ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes, Hans Jürgen Papier, gegenüber der FAZ.

“Dies wären nicht gerechtfertigte Eingriffe in Freiheitsrechte, nämlich in die Vertragsfreiheit und Privatautonomie.”

Wir möchten in diesem Zusammenhang noch darauf hinweisen, dass der Gesetzgeber sich beziehungsweise unserem Grundgesetz widerspricht. In diesem Verfassungsdokument sind als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel Banknoten (unbeschränkt) und Umlaufmünzen (beschränkt) definiert.

Anmerkung der Redaktion: nachzulesen im offiziellen Glossar der Bundesbank.

Wir möchten Ihnen bei dieser Sachlage nochmals die Ausführungen der Bundesregierung im Geldwäschegesetz nahe legen. Dort ist die Obergrenze für Edelmetall-Tafelgeschäfte bei 14.999 Euro pro Person und Transaktion fest geschrieben. Zögern Sie nicht, uns in unserer Hauptstelle in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen zu besuchen. Wir hören zu und nehmen uns die Zeit, die Sie brauchen. Wenn Sie diese Seite besuchen, werden Sie auch unsere neue Filiale in Bad Homburg finden.

 

 

 

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Weihnachten steht vor der Tür

23. Dezember 2015 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser,

heute haben wir keinen aktuellen Blog-Beitrag vorgesehen. Wir sind zur Zeit dabei, das Jahr für Sie zusammen zu fassen und werden uns erst Anfang nächster Woche wieder bei Ihnen melden.

Wir möchten uns auf diesem Weg für Ihr Vertrauen und Ihre Treue im Jahr 2015 bedanken und wünschen Ihnen, Ihren Familien und allen, die Sie lieben und mögen frohe, besinnliche und ruhige Weihnachtsfeiertage.

Ihr gesamtes Team von 321goldundsilbershop.de

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Wachstum ohne Grenzen! Gibt es das wirklich? Neuer Bankenskandal erschüttert die Finanzwelt.

14. Dezember 2015 Klaus Riotte

Eine alte Regel besagt: Wenn die Wirtschaft nicht wachsen will, muss die Politik eben handeln. Wir haben uns diesen Leitsatz mal genauer angeschaut, liebe Leserinnen und Leser, und möchten Ihnen unsere Gedanken auf keinen Fall vorenthalten.

Frage: Gibt es in einem begrenzten Raum endloses Wachstum?

Antwort: Nein!

Dennoch werden die Regierungen dieser Welt nicht müde, uns diese Quadratur des Kreises immer wieder als oberstes Kriterium ihres Handels zu verkaufen. Bleibt der erwartete und propagierte Aufschwung dann aus, gibt es nur ein All-Heil-Mittel: Neue Konjunkturprogramme, die natürlich Geld kosten. Im Gegensatz zu natürlichen Rohstoffen ist Geld ein Produkt auf Papier, das sich beliebig reproduzieren lässt. Also werden die Notenbanken angewiesen, die Gelddruckmaschinen wieder auf Hochtouren laufen zu lassen. Beim Blick auf die aktuellen Schuldenstände der Staaten erkennt auch der/die Nicht-Fachmann/Nicht-Fachfrau, dass trotz gestiegener Umlauf-Geldmenge keine wirkliche Wertschöpfung hinter solchem Tun steckt.

Das BR-Satiremagazin “quer” erklärt uns den Sachverhalt unter dem Titel “Asteroiden-Bergbau: Grenzenloses Wachstum dank Weltall” auf gewohnt humoristische Art.

Hier geht es direkt zum Video.

Wir haben in diesem Blog schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es für alle unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die erkannt haben, dass sich Sachwerte immer mehr lohnen, eine Alternative gibt. Der (anonyme) Kauf von Gold und Silber. Egal ob im Online-Handel oder im Tafelgeschäft, wir in unserer Hauptstelle und in unseren Filialen können Ihnen da bestimmt weiter helfen. Zögern Sie nicht, bei uns vorbei zu kommen. Wir nehmen uns die Zeit, die Sie brauchen. Versprochen! Auch auf unseren neuen Seiten www.gold-anonym-kaufen.com und www.tafelgeschaeft.com haben wir alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst.

Steuerfahnder ermitteln wegen dubioser Aktiengeschäfte gegen hunderte Banken und Fonds.

Soeben wurde bekannt, dass im Rahmen des Ankaufs von Steuersünder-CDs durch das Land Nordrhein-Westfalen hunderte Banken und Fonds Ungemach von staatlicher Stelle droht. Wie die Kollegen der “Süddeutschen Zeitung” berichten, sollen die Institute in dubiose Aktiengeschäfte verwickelt sein. Laut der SZ steht eine Schadenssumme von etwa 10 Milliarden Euro im Raum. Der NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hat sich in der Sache bereits unmissverständlich zu Wort gemeldet: “Die Steuerfahndungen in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern werden die neuen Indizien konsequent und zügig für ihre Ermittlungen nutzen. Für die betroffenen Banken ist es höchste Zeit, zu handeln. Durch Kooperation mit den Behörden können sich die betroffenen Institute wenigstens im Nachhinein vom Betrug an der Allgemeinheit verabschieden.”

Deutliche Worte, die nur einen Schluss zulassen: Selbstanzeige, oder es drohen Verfahren.

Laut Behörden ist folgendes passiert?

Die betroffenen Firmen haben in großem Stil sogenannte Cum-ex-Geschäfte getätigt. Dabei werden unmittelbar um einen Dividendenstichtag herum mittels Leerverkäufen Aktien mit (lateinisch cum) oder ohne (lateinisch ex) Dividendenanspruch gekauft oder verkauft. Die Gesellschaften lassen sich dann eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer vom jeweiligen Finanzamt erstatten. Teilweise sind die Erstattungen bereits geflossen. Der Fiskus prüft derzeit. Erfahrungsgemäß werden sich die komplexen Ermittlungen noch einige Zeit hinziehen.

Unser Fazit

Den meisten von uns war wohl bisher unbekannt, dass Geschäfte dieser Art überhaupt möglich sind, geschweige denn, wie das steuerlich zu handhaben ist. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Banken sich von ihrem Kerngeschäft und von ihren Kunden immer weiter entfernen. Ein weiterer Beweise auch dafür, dass die Banken sich nur noch an uns erinnern, wenn das nächste Rettungspaket mit unseren Steuermitteln geschnürt werden muss.

Uns bleibt nur ein Appell, den wir immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen:

Liebe Banken, geht endlich in Euch und fangt wieder an, den Kunden (insbesondere die Millionen Kleinsparer) in den Mittelpunkt Eures Handelns zu stellen. Damit wäre uns allen geholfen.

Wir werden die Angelegenheit für Sie, liebe Leserinnen und Leser, aufmerksam weiter verfolgen. Wir melden uns, wenn es Neues zu berichten gibt.

In dem Sinne wünschen wir Ihnen eine angenehme und erfolgreiche Vorweihnachtswoche.

Ihr Team von 321goldundsilbershop.de

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Meldepflicht für Bargeld und Schmuck in Griechenland!

7. Dezember 2015 Klaus Riotte

Die Schlagzeile ist leider kein Witz, liebe Leserinnen und Leser. Unsere Freunde aus Griechenland müssen in naher Zukunft alle Besitztümer wie Bargeld und Schmuck sowie den Inhalt von Bank-Schließfächern deklarieren. Das Gesetz der griechischen Regierung tritt am 1. Januar 2016 in Kraft. Was dahinter steckt und was das mit uns zu tun haben könnte, lesen Sie hier.

Zunächst einmal wollen wir nicht vergessen, dass dieses Gesetz so überraschend nun auch nicht kommt. Die griechische Regierung setzt lediglich einen Beschluss um, den noch die konservativen Vorgänger um Antonis Samaras mit der Troika so vereinbart hatten. Demnach müssen alle Bargeldbestände über 15.000 Euro, Schmuck ab 30.000 Euro sowie alle Inhalte von Bank-Schließfächern deklariert werden. So haben es zumindest der Justiz- und Finanzminister unseres Euro-Partners in Südeuropa per Dekret zum 1. Januar 2016 beschlossen.

Zum einen sollen die Maßnahmen dazu führen, dass die Griechen ihr Bargeld wieder zur Bank bringen. Zum anderen soll damit eine Verbesserung der Staatseinnahmen einher gehen. Inwieweit sich die Praxis hier der Theorie anschließt bleibt abzuwarten. Die griechische Bevölkerung hat bestimmt noch nicht vergessen, dass auf dem Höhepunkt der immer noch andauernden Krise die Banken wochenlang geschlossen waren und nur noch kleine Beträge ausgezahlt wurden. Vielleicht ist die aktuelle Regierung auch so naiv und denkt, mit solchen Maßnahmen kann man die großen Steuerflüchtlinge endlich mal zur Kasse bitten.

Weit gefehlt!

Wie immer bei solchen Maßnahmen werden wohl mal wieder die “Kleinen”, die keine Alternative habe, die Zeche zahlen. Was uns Politiker in ihren Sonntagsreden immer wieder gerne verschweigen: Zur Steuerflucht braucht man nicht nur erhebliche Vermögenswerte sondern auch die notwendige Barschaft, um sich ein Konstrukt leisten zu können, das die Behörden nicht mehr verfolgen können oder wollen.

Warum will eine Regierung, dass die Bürger die “Hosen runter lassen”?

Wenn man in die Historie schaut, kam oftmals nach der Deklaration die Konfiszierung. Wenn die Hellenen auf diesen Deal eingehen und ihr Geld wieder scharenweise bei den Banken einzahlen, kann man vermutlich die Uhr danach stellen, wann die Regierung diesbezüglich tätig wird. Wir, liebe Leserinnen und Leser, haben die zwangsweise Gläubigerbeteiligung in Zypern (natürlich an einem Wochenende) noch in guter Erinnerung. Einige Experten haben bereits Andeutungen gemacht, dass es sich bei dem aktuellen Verfahren um eine Blaupause für den kompletten EU-Raum handeln könnte. Wenn sich das Vorgehen in Griechenland als praktikabel erweist, nehmen wir gerne Wetten an, welche Volkswirtschaften nachziehen werden.

Gestatten Sie uns zu guter Letzt noch einen Hinweis in eigener Sache.

Bei uns (leider nicht mehr überall in der Euro-Zone) ist es laut Geldwäschegesetz (GWG) immer noch erlaubt, bis zu einem Betrag von 14.999 Euro pro Person und Transaktion physisches Edelmetall (Gold und Silber) zu kaufen. Wir haben nachfolgend mal ein paar Seiten zusammengestellt, auf den Sie sich informieren können:

http://www.321goldundsilbershop.de/Gold-Tafelgeschaeft-Anonym-Edelmetall-kaufen.html

http://www.321goldundsilbershop.de/gold-gold-anonym-kaufen.html

http://www.gold-anonym-kaufen.com/

http://www.tafelgeschaeft.com/

Auf diesen Seiten steht auch, wo Sie unsere Hauptstelle und unsere Filialen finden können. Eine wird bestimmt auch in Ihrer Nähe sein.

In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir Ihnen eine angenehme und erfolgreiche Woche.

Bis zum nächsten Montag.

Ihr Team von 321goldundsilbershop.de

 

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Wir haben die Kosten gestrichen!

28. Juli 2015 Klaus Riotte

Hallo liebe Leserinnen und Leser, diesmal bloggen wir in eigener Sache. Die Überschrift ist durchaus wörtlich zu nehmen. Ab einem Bestellwert von 500,00 Euro erheben wir in Zukunft innerhalb Deutschlands bei Online- und Tafelgeschäften keine Versandkosten mehr.

 

 

Gerade in einer Zeit, in der einige Wettbewerber immer seltsamere und für den Kunden nicht mehr nachvollziehbare Preis- und Produktmodelle auf den Markt werfen, haben wir uns für Konstanz entschieden. Unser Schwerpunkt liegt nach wie vor auf den Edelmetallen Gold und Silber. Im Gegensatz zu einigen unserer Mitbewerber handeln wir weder mit Diamanten noch mit Kupfer.  Wir sind einfach zu der Überzeugung gelangt, dass man nur die Produkte seriös verkaufen kann, auf die man sich auch voll und ganz konzentriert. Wir verkaufen nicht nur, wir analysieren auch die Märkte, wir suchen Trends, die erst morgen aktuell sind.

All das machen wir Tag für Tag, um das Optimale für Sie raus zu holen.

Bisher kannten Sie uns für folgende Grundaussagen:

  • Wir sind 100 Prozent Qualität, aber nicht billig!
  • Wir sind 100 Prozent zuverlässig!
  • Wir sind 100 Prozent zertifiziert!
  • Wir sind 100 Prozent diskret!
  • Wir können 100 Prozent Tafelgeschäft!

Nun kommt noch ein sechster Grundsatz hinzu:

  • Wir sind ab einem Bestellwert von 500,00 Euro innerhalb Deutschlands 100 Prozent versandkostenfrei!

Wir wollen auch weiterhin Ihr zuverlässiger, diskreter und seriöser Partner im Online- und Tafelgeschäft sein. Daran arbeiten wir hart. Darauf können Sie zählen. Kommen Sie in Schweinfurt oder einer unserer Filialen vorbei. Wir beraten Sie individuell, umfangreich und ohne Zeitdruck.

So, wie Sie es wollen. So, wie es sein soll.

Ihr Team von 321goldundsilbershop.de

 

 

 

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Bargeldverbot bald auch in Deutschland?

6. Juli 2015 Klaus Riotte

Noch, liebe Leserinnen und Leser, können wir hinter diesen Satz ein Fragezeichen setzen. Aber wie lange noch? Lesen Sie weiter, Sie werden staunen!

Norbert Borjans, SPD-Finanzminister in Nordrhein-Westfalen, ist der erste ranghohe Politiker in Deutschland, der Vorschläge für eine Begrenzung des Bezahlens mit Bargeld ins Gespräch gebracht hat. Er verwies dabei explizit auf unsere Nachbarn in Italien und Frankreich. In Italien liegt die Grenze schon seit längerem bei 1.000 Euro, in Frankreich, derzeit noch 3.000 Euro, soll es ab Herbst diesen Jahres soweit sein (wir berichteten).

Wie häufig in dieser Diskussion, muss mal wieder die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und die Vermeidung von Schwarzgeldgeschäften argumentativ herhalten. Der SPD-Politiker ist allen Ernstes der Meinung, dass Bargeschäfte jenseits von 3.000 Euro keinen Sinn ergeben.

Wir sagen: Blödsinn, Herr Minister! Wie abgehoben ist Ihre Klasse denn mittlerweile?

Verstehen Sie uns bitte nicht falsch, liebe Leserinnen und Leser. Wenn es darum geht, Schwarzgeld und Steuerhinterziehung zu bekämpfen, sind wir in der ersten Reihe zu finden. Aber die Erfolgsaussichten sind denkbar gering. Bei unseren Nachbarn, die solche Grenzen eingeführt haben, gibt es keine verlässlichen Zahlen, dass eben diese positiven  Effekte eingetreten sind.

Stattdessen befürchten  wir, dass der Staat mal wieder versucht, uns Bürger zu kontrollieren und zu überwachen.

Der Münchener Ökonom Gerald Mann hat es in einem Gespräch mit den Deutschen Wirtschafts-Nachrichten wunderbar auf den Punkt gebracht.

Wir zitieren:

Die schrittweise Abschaffung des Bargeldes als relevantes Zahlungsmittel ist sehr wahrscheinlich. Es gibt eine entsprechende Interessenballung bei Politik, Finanzinstitutionen und Notenbanken: Alle drei wollen Bankruns verhindern und Sparer mit Negativzinsen schröpfen. Ferner sollen Kriminalität, Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung verhindert oder zumindest erschwert werden. Außerdem entstünden zusätzliche Gewinne bei den Institutionen, die bargeldlose Zahlungssysteme anbieten – die Gebühren hierfür kann man bei Wegfall der Zahlungsalternative Bargeld erhöhen.

Unverändert dauert die Finanz- und Staatsschuldenkrise an. Ein Ansturm von verängstigten Sparern auf die Banken kann nicht ausgeschlossen werden. Die Konjunktur soll in Schwung gebracht werden, weil Sparen durch Negativzinsen unattraktiv wird. Also eine Art ,Konsumverweigerungssteuer’: Wer nicht konsumiert, soll von seinem Sparguthaben jedes Jahr etwas abgezogen kommen. Man könnte von einem „keynesianischen Frontalangriff“ auf die gute deutsche Sparkultur mit dem Ziel der Umerziehung zum ,Konsumtrottel‘ sprechen. Außerdem lassen sich künftig dann ganz leicht Vermögensabgaben durchsetzen, die nicht mehr durch Bargeldhaltung unterlaufen werden können.

Zitatende.

Man fragt sich bangen Blickes, was unseren Politikern als nächstes einfallen wird. Wir können Ihnen diesbezüglich nur empfehlen, die Möglichkeiten, die Sie jetzt (noch!) haben, zu nutzen.

Laut Geldwäschegesetz ist es jeder Person erlaubt, pro Transaktion Edelmetalle (wie Gold und Silber) bis zu 14.999 Euro anonym zu kaufen. Die wichtigsten Fragen zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammen gefasst.

Unseren Hauptsitz und unsere Filialen können Sie hier nachlesen.

Kommen Sie vorbei und reden Sie mit uns. Wir nehmen uns die Zeit, die Sie brauchen, um alle Ihre Fragen bestmöglich zu beantworten. Wir beraten Sie gerne und wir freuen uns auf Sie.

 

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Große Banken, große Skandale?

8. Juni 2015 Klaus Riotte

Diese Frage, liebe Leserinnen und Leser, ist leider berechtigt. Die Meldung der Kollegen von Spiegel-Online alarmiert uns alle: Innerhalb einer halben Dekade sind die Rechtskosten der Großen Geldhäuser auf über 300 Milliarden US-Dollar gestiegen. Diese unfassbare Summe ist es wert, die Sache einmal genauer zu betrachten.

Endlich mal eine Statistik, in der das größte deutsche Geldhaus in der Spitze zu finden ist, könnte man denken, liebe Leserinnen und Leser. Aber leider weit gefehlt. Der Deutschen Bank in Frankfurt am Main dürfte dieser Spitzenrang eher peinlich sein.

Die 16 größten Banken der Welt haben es geschafft, in knapp 5 Jahren mehr als 300 Milliarden Dollar als Rechtskosten zu deklarieren. Die Deutsche Bank spielt ganz vorne mit.

Die genauen Zahlen können Sie hier nachlesen.

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitzenden Paul Achleitner gab gestern bekannt, dass der Co-Vorsitzende des Vorstandes, Anshu Jain, sein Amt Ende Juni zur Verfügung stellen wird. Er soll dem Institut aber nach wie vor als Berater zur Seite stehen (?). Sein Partner, Jürgen Fitschen, hört Ende Mai 2016 auf, obwohl sein Vertrag noch bis 2017 läuft. Achleitner konnte auch gleich einen Nachfolger für Jain aus den eigenen Reihen nennen: Aufsichtsrat John Cryan.

Das Duo Jain/Fitschen abzulösen ließ sich wohl nicht mehr vermeiden. Zu viel ist in der kurzen Amtszeit der beiden passiert. Monatelang wurde in der Öffentlichkeit über die Zukunft der Bank diskutiert. Dann, im April diesen Jahres, präsentieren die beiden einen langfristigen Strategieplan für die Zukunft des Finanzriesen, um dann, knapp sechs Wochen später zurück zu treten. Dazwischen sind noch zwei erwähnenswerte Dinge passiert. Ein möglicher Nachfolgekanditat, der Privatkunden-Chef Rainer Neske, hat entnervt das Handtuch geworfen. Bei der jährlichen Hauptversammlung wurde der Vorstand von gerade mal 60 Prozent der Aktionäre entlastet. Bei den 60 Prozent handelt es sich um die geringste Zustimmung, die ein Vorstand der Deutschen Bank jemals bekommen hat. In der Regel finden Vorstandsentlastungen mit 90 und mehr Prozent statt.

Kehrt jetzt endlich Ruhe ein?

Die meisten Experten sind sich einig: Das wahre Machtzentrum der Bank liegt im Aufsichtsrat, insbesondere in der Person des Vorsitzenden Paul Achleitner. Erst auf Drängen des ehemaligen Investmentbankers (Goldman Sachs, Allianz SE) sah sich der Vorstand genötigt, eine neue Strategie zu Papier zu bringen. Der Verzicht auf ein zukünftiges Privatkundengeschäft beziehungsweise der starke Rückzug aus diesem Marktsegment (Postbank soll verkauft werden, mehrere hundert Filialen werden dicht gemacht) hat den bei Finanzexperten, Mitarbeitern und Kunden sehr beliebten Privatkunden-Vorstand Rainer Neske aus dem Amt getrieben. Jain-Nachfolger John Cryan (zuletzt UBS und Temasek Holdings) wurde von Achleitner persönlich in den Aufsichtsrat berufen. Neben den Investoren werden auch die Arbeitnehmer recht genau beobachten, was in nächster Zeit passieren wird.

Was erwartet uns in naher Zukunft?

  • Die Arbeitnehmervertreter sind mit dem Verkauf der Postbank und der Schließung von Deutsche-Bank-Filialen überhaupt nicht einverstanden und haben bereits Widerstand angekündigt.
  • Die Investoren sehnen sich nach mehr Rendite und weniger Skandalen.
  • Die Öffentlichkeit wünscht sich eine Bank, für die man sich nicht mehr schämen muss.

Wir bemühen da mal ein Filmzitat und wandeln das etwas um: “Skandale essen Rendite auf”. Jedes Ermittlungsverfahren kann Schadensersatzzahlungen nach sich ziehen. Die Institute sind gezwungen, dafür Rückstellungen zu bilden, die wiederum die Rendite schmälern. Vertrauensbildende Maßnahmen sehen anders aus.

Fazit:

Alle diese Baustellen werden jetzt, ob er will oder nicht, mit dem Aufsichtsrats-Chef Paul Achleitner in Verbindung gebracht werden. Wenn das größte deutsche Finanzinstitut nicht endlich in ruhigeres Fahrwasser kommt, könnte es auch für ihn eng werden. Wir werden an der Sache dran bleiben und weiter berichten.

Hinweis in eigener Sache:

Der Gesetzgeber erlaubt in Deutschland gemäß GWG (Geldwäschegesetzt) Tafelgeschäfte (Gold anonym kaufen) bis 14.999,99 Euro pro Person und Transaktion.

Informieren können Sie sich hier.

Anlaufstellen finden Sie hier.

Zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die notwendige Zeit, auch für persönliche Gespräche.

 

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Grexit-Planspiele

11. Mai 2015 Klaus Riotte

Wenn man dem Spiegel glauben kann, liebe Leserinnen und Leser, ist die Troika derzeit dabei, den Austritt der Griechen aus der Euro-Zone durch zu spielen. Dabei konzentrieren sich die Experten auf drei Negativ-Szenarien. Wir sehen und die Optionen und Auswirkungen mal etwas genauer an. Neben einigen europäischen Regierungen haben sich nun auch die Dänen mit Vorschlägen zur Bargeld-Reglementierung zur Wort gemeldet. Was sagen Ihnen, um was es geht und zeigen Ihnen eine altbekannte Alternative auf.

Zur Erklärung: Unter dem Begriff Grexit versteht man den vollkommenen Rückzug Griechenlands aus dem Euro. Die Bezeichnung Troika umfasst die Institutionen Europäische Zentralbank (EZB), Internationaler Währungsfonds (IWF) und Europäische Kommission.

Die Ausgangssituation kommt einem bekannt vor: Unsere Freunde aus Griechenland stehen (mal wieder) vor dem Staatsbankrott, die Gläubiger drängen auf Rückzahlung und Umsetzung (längst vereinbarter) Strukturreformen und die griechische Regierung (Links-Rechts-Bündnis) irrlichtert (seit Ihrer Ernennung) im Dickicht der Europäischen Institutionen umher.

Alles wie gehabt, werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, jetzt denken.

Stimmt – aber auch nicht.

Natürlich ist das nichts Neues, aber die Kollegen des Spiegel berichten, dass die Troika sich intensiv mit Planspielen zum Euro-Austritt der Griechen befasst. Diese Situation ist neu, denn die Regierungschefs und Finanzminister des Euro-Raums fuhren bisher einen Beschwichtigungs- und Unmöglichkeits-Kurs nach dem Motto: Was nicht sein darf, passiert auch nicht. Griechenland braucht den Euro und der Euro braucht Griechenland – Ausschluss aller Alternativen auf Gegenseitigkeit.

Alle Unterhändler beklagen, dass sich bei den wichtigen Reformen zu den Themen Rente, Arbeitsmarkt und Steuern im Land der Hellenen nichts bewegt hat. Als besondere Provokation gilt ein Gesetz, das es der griechischen Regierung erlaubt, 13.000 ehemalige Staatsdiener wieder einzustellen. Laut Troika ist das ein Affront und eine Maßnahme, die klar dem Geist der (mit der Regierung Griechenlands) verhandelten und vereinbarten Vereinbarungen widerspricht.

Laut neusten Meldungen der Welt konzentriert sich die Troika auf vier Szenarien. Einer positiven Variante stehen drei negative Alternativen gegenüber. Die positive Option geht davon aus, dass Griechenland seinen Verpflichtungen zu hundert Prozent nachkommt. In dem Fall bekommt das Land bis zum Auslaufen des zweiten Hilfsprogramms frisches Geld.

Auch wir sind der Meinung, dass, gerade jetzt, die Welt mehr Optimisten und positiv denkende und handelnde Akteure braucht, sehen hier aber eher einen Fall von “Grimms Märchenstunde”.

Die Negativ-Szenarien sind (leider) näher an der Realität.

1) Die Griechen präsentieren bei dem Finanzminister-Treffen am heutigen Montag substantielle Vorschläge, wobei das Land seine finanziellen Reserven aber heillos überschätzt hat.

2) Die Griechen präsentieren halbherzige Vorschläge, die nicht akzeptiert werden. Innerhalb der nächsten Wochen wird das Land seine Schulden bei dem IWF und der EZB nicht mehr tilgen können. In dem Fall, der Terminus lautet Staatsbankrott, sehen die Troika-Planspiele noch eine letzte Alternative vor. Im weiteren Verlauf der Krise kommt die Regierung der Südeuropäer den Partnern mit Reformeifer entgegen, alle haben sich wieder lieb und die Griechen kommen ihren finanziellen Verpflichtungen, wenn auch etwas verspätet, in vollem Umfang nach.

3) Die Griechen zeigen sich unkooperativ, torpedieren die eigenen Reformvorschläge und sehen sich nach einer alternativen Währung um.

Unser kurzes Fazit

Punkt 1 ist der aktuelle Status Quo, Punkt 2 ist unrealistisch und Punkt 3 wollen sowohl die Griechen als auch die anderen EURO-Partner nach offiziellen Verlautbarungen unbedingt vermeiden. Nach Lage der Dinge dürfen wir uns wohl oder übel darauf einstellen, dass sich am bisherigen Zustand wenig bis gar nichts ändern wird.

Provokante Frage an alle Euro-Verantwortlichen

Was ist Ihnen lieber? Ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende?

Wir befürchten, die handelnden Personen haben sich für Letzteres entschieden.

Eine weitere Meldung zum Thema Bargeldverbot erreichte uns von unseren Nachbarn im Norden Die dänische Regierung plant ein Gesetz, das Restaurants, Geschäfte und Tankstellen von der Verpflichtung, Zahlungen in Bargeld anzunehmen, freistellt. Die Regierung beruft sich auf Erhebungen, nach denen mit Bargeldzahlung erhebliche Kosten, gerade im Sicherheitsbereich, verbunden sind. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist das Vorhaben ab 2016 geplant.

Auch hier bleiben wir bei unserer Einschätzung: der Staat hat sich noch nie großartig um Kostenstrukturen im Einzelhandel gekümmert. Warum gerade jetzt? Vielleicht, weil die Staaten dieser Welt erkannt haben, dass das, was wir Bürger in der Tasche haben, nicht vom Staat kontrolliert werden kann.

Da Bargeld (egal ob in der Tasche oder auf dem Konto) mittlerweile täglich an Wert verliert, sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, mal wieder über die Anlageform Edelmetall (insbesondere physisches Gold und Silber im Rahmen eines Tafelgeschäfts) nachdenken. Noch gibt es bei uns die rechtliche Grenze “14.999 Euro pro Person und Transaktion” laut Geldwäschegesetz (GWG).

Sie können uns online oder offline besuchen. Wir freuen uns auf spannende und informative Gespräche mit Ihnen.

In dem Sinne wünschen wir Ihnen bis zum nächsten Mal eine angenehme und erfolgreiche Zeit.

 

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Bargeldverbot und kein Ende?

4. Mai 2015 Klaus Riotte

Neues Thema? Nein? Aktuelles Thema? Ja! Ende Mai wird eine illustre Runde von Ökonomen und (Noten-)Bankern diesen Sachverhalt auf einer Tagung in London intensiv erörtern. Wir wagen schon mal einen Blick voraus. Was spricht dafür? Was dagegen? Wie sieht das technisch und logistisch aus? Lesen, teilen und diskutieren Sie unsere Antworten darauf. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Laut den Kollegen der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) mehren sich die Anzeichen, dass in den Schubladen der Zentralbanken Pläne lagern, die drastische Einschränkungen beim Bargeld vorsehen. In den letzten Wochen haben Kenneth Rogoff von der renommierten Harvard-Universität und Willem Buiter, Chef-Ökonom der Citigroup, öffentlich überlegt, wie Bargeld aus dem Geldkreislauf verschwinden könnte (wir berichteten).

Wie ist der Status Quo?

In Frankreich gibt es ab September 2015 drastische Einschränkungen (wir berichteten). In Schweden (die skandinavischen Länder gelten in Europa als Vorreiter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs) ist Bargeld schon seit längerer Zeit limitiert. Das geschah bei unseren Freunden im Norden auf Initiative von Handel und Geschäftsbanken. Die schwedische Notenbank tritt hier als Mahner auf. In Griechenland wird über eine Grenze von 70 Euro (!) diskutiert.

Was ist in London geplant?

Die in diesem Beitrag bereits erwähnten Herren Rogoff und Buiter sind als Hauptredner angekündigt. Was die wohl zu dem Thema sagen werden? Eingeladen zu der Veranstaltung sind Vertreter der Notenbanken aus der Schweiz, Dänemark, den USA und der Euro-Zone. Laut NZZ wollen die Teilnehmer Lösungen für den Notfall erörtern. Auch wenn es sich bei diesem Meeting um keine offizielle Zusammenkunft handelt, ist eine gewisse Signalwirkung nicht zu leugnen.

Was bringt die Zukunft?

Etliche Experten wollen die aufkommende Finanzkrise mit Negativzinsen von bis zu fünf Prozent bekämpfen. Diese unvorstellbar hohe Zahl zöge eine massive Flucht der Bürger (und Unternehmen) in Bargeld nach sich. Dass Strafzinsen ihre (negative) Wirkung zeigen, sieht man an den Schweizer Pensionskassen. Die haben Ihre Reserven in großem Stil von den Banken abgezogen und bar in eigene Tresore eingelagert. Die Kosten für Administration, Transport, Sicherheit und Logistik sind gegenüber zu erwartenden Strafzinsen immer noch das kleinere Übel.

Der zu erwartende Bankenrun lässt sich durch ein Bargeldverbot beziehungsweise eine strenge Limitierung vermeiden. An dieser Stelle halten sich Regierungsvertreter und Notenbanker noch sehr bedeckt. Viele (demokratischen) Staaten sehen einen (berechtigten) Widerspruch zwischen Bargeld-Verbot und liberaler Finanz- und Wirtschaftspolitik. Somit geht von der Londoner Tagung eine Signalwirkung aus. Viele Ökonomen und Banker werden dort gemeinsam mit Vertretern der wichtigsten Notenbanken offen über dieses Thema sprechen.

Somit lässt sich nicht mehr länger aufrecht erhalten, dass es sich hierbei um ein regionales Problem einiger Staaten handelt. Dazu hat uns die Finanzpolitik der vergangenen Jahrzehnte deutliche gelehrt, dass sich ihre Politik mehr und mehr global auswirkt. Regionale oder lokale Finanzpolitik ist nicht mehr möglich, die die Märkte und Produkte alle miteinander zusammen hängen.

Möglichkeiten und Auswirkungen von zwei (Horror-)Szenarien:

  • Barvermögen werden in gleichem Maße wie Niedrigzins-Erhöhungen mit einer Steuer oder Gebühr belastet,
  • Trennung in Buch- und Bargeld mit an die Niedrigzinsen angepasstem Wechselkurs.

Die erste Variante lässt sich in der Praxis nur umsetzen, wenn alle Geldscheine jährlich gestempelt werden. Die damit verbundene Logistik ist schlicht und ergreifend nicht vorstellbar.

Erste Frage: Wer trägt die Kosten?

Zweite Frage: Wer will das wie kontrollieren?

Dritte Frage: Was ist mit Banknoten, die Touristen oder Transitreisende ins Land bringen?

Wir können und wollen uns das nicht vorstellen und denken, dass es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ähnlich geht.

Die zweite Variante, die derzeit nur unsere Freunde und Nachbarn aus der Schweiz diskutieren, erscheint uns ebenfalls nicht durchsetzbar. Angenommen, der Niedrigzins liegt aktuell bei drei Prozent, so wäre Ihre 100-Euro-Banknote Ihrem Kreditinstitut eben nur noch 97 Euro bei der Gutschrift wert. Eine Option, von der wir hoffen, dass sie die Schweiz nie verlassen wird.

Fazit

Sie sehen schon an diesen Punkten, dass das Thema von niemand wirklich durchdacht wurde. Diesen Denkprozess empfehlen wir aber nachhaltig, da solche Maßnahmen alles auf den Kopf stellen, was bisher gewesen ist.

Was ist mit unseren Grundrechten?

Darf ich mit meinem (erarbeiteten und versteuerten) Vermögen machen, was ich will. Im Grundgesetz sind als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel Banknoten und (mit Einschränkung) Umlaufmünzen definiert. Also nicht nur ein Thema für die Ökonomen und Notenbanker sondern auch für die Juristen.

Bisher hielten sich die Online- und Offline-Zahlungsmittel stets die Waage. Es kam in der Vergangenheit nie zu Ausschlägen. Woran liegt das wohl? Vielleicht daran, dass die Regierenden sich heraus gehalten und die Sache ihren (vernünftig denkenden und handelnden) Bürgern überlassen haben.

In dem Sinne, ihr Politiker, Notenbanker, Ökonomen und Finanzdienstleister, lasst uns einfach mal machen. Es muss nicht alles reguliert werden – vor allem nicht von Euch!

Falls Sie dieser Diskussion überdrüssig sind, was wir voll und ganz verstehen, ein kleiner Tipp in eigener Sache: In Notzeiten haben die Menschen, die rechtzeitig in Sachwerte geflüchtet sind, nie am meisten gelitten. Gehen Sie in unseren Online-Shop oder kommen Sie zu uns nach Schweinfurt oder in eine unserer Filialen in Ihrer Nähe. Wir können Ihnen helfen und wir hören Ihnen zu. Noch ist es möglich, bis zu 14.999 Euro pro Person in ein Tafelgeschäft zu investieren.

In dem Sinne, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

 

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Bargeld, nein danke?

27. April 2015 Klaus Riotte

Zugegeben, liebe Leserinnen und Leser, die Überschrift klingt etwas provokant. Aber seit einiger Zeit häufen sich die Meldungen, dass sich in den Schubladen der Banken und Finanzressorts konkrete Pläne befinden. Ein aktueller Vorschlag erreichte uns aus den USA. Wir sehen uns das mal genauer an.

Willem Buiter, Chef-Ökonom der Citigroup, schlägt in einem Gespräch mit Bloomberg vor, nur noch 5-Dollar-Scheine auszugeben (im Euro-Raum dann 5-Euro-Scheine). Dabei macht der Banker, dem wir unter anderem den Begriff GREXIT verdanken, kein Hehl daraus, dass es sich um eine flankierende Maßnahme zu den Strafzinsen auf (noch hohe) Bankguthaben handelt. Die Angst scheint groß zu sein, dass die Kunden als Schutz vor Strafzinsen in Bargeldreserven flüchten.

Die Logik ist aus Sícht eines Finanzdienstleisters nachvollziehbar. In schwachen Konjunkturphasen besteht die Gefahr, dass die Notenbanken die Zinsen immer wieder absenken. Sollte der Zinssatz negativ werden, macht es aus Sicht des Bankkunden keinen Sinn mehr, Geld einfach so auf dem Konto rumliegen zu lassen. In dem Fall ist ein Umtausch der Bankguthaben in physisches Geld die bessere Alternative. Ihr Barvermögen verliert dann inflationsbedingt immer noch an Wert, dafür sparen Sie sich aber die Strafzinsen.

Der Bank Ihres Vertrauens wird das naturgemäß nicht gefallen. Die Variante, die Willem Buiter deswegen ins Spiel bringt, wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht vorenthalten.

Zitat:

Vor allem ältere Menschen und Arme verwenden fast nur Bargeld. Darüber hinaus ist es bei kleineren Alltags-Transaktionen nicht immer möglich, elektronisch zu zahlen. Daher macht es keinen Sinn, Bargeld komplett abzuschaffen. Dafür sollen die Banken Geldscheine mit dem Höchstnennwert fünf (Anmerkung der Redaktion: Dollar oder Euro) an die Kunden ausgeben. Größere Scheine werden abgeschafft.

Zitatende.

In dem Zusammenhang wies der Citigroup-Manager noch darauf hin, dass erst kürzlich Schweizer Pensionsfonds begannen, ihre Auszahlungen bar abzuheben und bis auf weiteres im eigenen Tresor zu lagern.

Es gibt noch weitere Stimmen zu diesem interessanten Thema. Der Harward-Professor Kenneth Rogoff  empfiehlt die vollständige Abschaffung von Bargeld. Mit dieser Maßnahme können Banken viel leichter Negativzinsen durchsetzen und so die Wirtschaft ankurbeln. Ein schöner Nebeneffekt, so Rogoff bei einer Vorlesung in München, liege in der besseren Bekämpfung von Steuerflucht und Drogenkriminalität. Zusammenfassend ließ der Professor seine Zuhörer in der bayrischen Landeshauptstadt wissen, dass er im Vorhandensein von Papiergeld das entscheidende Hindernis sieht, die Zentralbankzinsen weiter zu senken.

Was bilden sich diese Ökonomen eigentlich ein?

Wir reden hier über die Brüder, die noch 2008 mehrheitlich verkündet haben, es gebe kein Krise.

Wir reden über einen Berufsstand, dessen rein modelltheoretisch-basierte Sicht auf die Dinge in den letzten Finanzkrisen völlig versagt hat.

Diese Meinung vertritt nicht nur der Autor dieser Zeilen, sondern auch die beiden US-amerikanischen Wirtschafts-Nobel-Preisträger Joseph Stiglitz und Milton Freedman.

Es ist diskriminierend, ältere Menschen als weltfremde Tattergreise darzustellen, die völlig kartenlos mit Taschen voller Geld durch die Gegend rennen.

Wir reden überwiegend über Institute, die mit unseren Steuermitteln gerettet wurden.

Außerdem werden hier nur Probleme (aus eigener Sicht), leider aber keine Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Wir helfen da gerne.

Wenn die Banken andere Produkte favorisieren, was sollen dann diese Restriktionen. Warum sind die Damen und Herren nicht in der Lage, verständliche und vor allem transparente Alternativen anzubieten. Auch der Finanzbranche ist es nicht untersagt, über neue Geschäftsmodelle nachzudenken. Wie soll so eine Aktion technisch und logistisch von statten gehen. Kommt vielleicht die “Geldpolizei” vorbei und nimmt uns jeden Schein ab, auf dem mehr als die Zahl 5 steht?

Aber auch in diesem Fall bleiben die Institute bei ihren alten Verhaltensmustern. Wenn Gewinne erzielt werden, geht es die Allgemeinheit nichts an. Wenn Verluste drohen, wird wieder nach dem Staat gerufen. Wir haben in unserem letzten Beitrag über Grundrechte gesprochen, insbesondere über das Recht, über unser ehrlich erworbenes und versteuertes Vermögen frei zu verfügen. Wenn wir jetzt auch noch Bargeld einschränken, haben wir keine Möglichkeit mehr, uns dem Einfluss der Finanzindustrie zu entziehen. Wenn das die Absicht hinter diesen Gedanken ist, nennen wir das perfide!

Dabei ist die Lösung nicht so weit entfernt, wie Sie denken.

Bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen in Ihrer Nähe können können Sie für Ihr Bargeld Edelmetalle kaufen. Im Rahmen eines Tafelgeschäfts können Sie dies völlig anonym tun. Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt, wenn Sie bei uns anonym Gold kaufen wollen. Kommen Sie ruhig vorbei, wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die notwendige Zeit.

Bis dahin, liebe Leserinnen und Leser, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

Bleiben Sie uns treu und gewogen.

Bis bald.

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