Seit über zehn Jahren zeigt der Trend bei Gold steil nach oben. Ein Abreißen dieser Entwicklung scheint derzeit nicht absehbar. Das jedenfalls sagen die Experten des Société Générale Rohstoffmonitors. In Ihrer Sendung im DAF (Deutsches Anleger Fernsehen) sprechen sie davon, dass schon zum Ende dieses Jahres wieder bei einem Preis von 1.900$ pro Feinunze erreicht sein könnte.
Der Dezember des vergangenen Jahres zeigte, dass es für das begehrteste Edelmetall der Welt nicht immer nur nach oben gehen kann. Der Preissturz Ende 2011 erschreckte viele und ließ vermuten, dass dem ständigen Preiswachstum bei Gold nun ein Ende gesetzt sei. Der erste Monat des neuen Jahres bewies das Gegenteil. Der Preis von Gold erholte sich und zog mit einer 10-prozentigen Steigerung wieder kräftig an. Insgesamt war er für das Edelmetall damit sogar der stärkste Januar seit drei Jahrzehnten. Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist sicherlich auch die Ankündigung der FED, weiter die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau belassen zu wollen. Das verstärkte wieder einmal die Furcht der Anleger vor einer Inflation, die durch die Niedrigzinspolitik der amerikanischen Notenbank begünstigt wird. Gold gilt als inflationssichere Anlage und ist darum als Schutz vor einer möglichen Geldentwertung besonders begehrt.
Der derzeitige Zuwachs ist zwar nicht mehr so stark wie noch zum Höhepunkt der Schuldenkrise aber dennoch stetig. Die Experten des Société Générale Rohstoffmonitors gehen deshalb noch bis zum Ende des Jahre von Preissteigerungen auf bis zu 1.900$ aus. Auch wenn das kein neuer Rekordwert wäre, deutet sich doch schon an, dass die Menschen weiterhin verunsichert sind und auf das geschichtsträchtige Edelmetall als krisenfeste Anlage setzen.
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31. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
gestern am späten abend bzw. heute in den frühen Morgenstunden ging in Brüssel der erste EU-Sondergipfel des Jahres zu Ende.
Und wieder einmal wird eine Einigung als Sieg gefeiert, bei der nicht alle EU-Staaten an Bord sind.
Daneben wurde endgültig vereinbart, den dauerhaften Rettunsschirm ESM um ein Jahr auf den 1. Juli 2012 vorzuziehen.
Das große Thema beim ersten EU-Sondergipfel des Jahres war, einen Fiskalpakt zu schließen. Und die meisten EU-Staaten sind dabei: 25 von 27 EU-Staaten. Die Abweichler? Großbritannien und Tschechien, welches sich immerhin eine spätere Zustimmung offen gehalten hat. Bleibt festzuhalten, dass sich Großbritannien wieder einen Schritt weiter vom europäischen Festland bzw. der EU entfernt hat.
Der Kern des Fiskalpaktes ist, dass die beteiligten Staaten eine Schuldenbremse in nationales Recht aufzunehmen und strenge Haushaltsdisziplin einzuhalten. So wird in dem zu unterzeichnenden Vertrag die Grenze für ein strukturelles Haushaltsdefizit von nur noch 0,5% des BIP festgeschrieben statt 1,0% des BIP im gültigen EU-Recht.
Der neue Fiskalpakt-Vertrag soll bereits im März von den 25 teilnehmenden EU-Staaten unterzeichnet werden. Dann muss er noch von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden, um gültig zu werden.
Heftige Kritik musste sich Bundeskanzlerin Angela Merkel direkt zu Beginn des EU-Sondergipfels anhören bezüglich des Vorschlags aus der Regierungskoalition, man könne einen “Sparkomissar” in Griechenland einsetzen, der überwacht, ob Griechenland die versprochenen Reformen und Privatisierungen einleitet. Dieser Vorschlag stieß auf dem EU-Sondergipfel auf breite Ablehnung, auch bei Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy. Dieser sagtein einem Interview: “Man kann kein Land unter Vormundschaft stellen.”
Kanzlerin Merkel hat sich daraufhin bemüht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Sie sagte: “”Ich glaube, dass wir eine Diskussion führen, die wir nicht führen sollten.” und fügte an: “Die Realität bringt eine solche Diskussion hervor”, womit sie indirekt anspricht, dass Griechenland viele Zusagen (noch) nicht eingehalten, was nicht nur der Bundesregierung misfällt.
Doch auf dem EU-Sondergipfel war die vorherrschende Meinung: “Wenn wir in einem Land einen Sparkomissar einsetzen, müsste dies für alle EU-Staaten gelten. Und das wäre kontraproduktiv.”
Wir bleiben natürlich weiter für Sie am Ball und versorgen Sie mit Informationen.
(Quelle: Spiegel Online)
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30. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
am späten Freitag abend hat die Ratingagentur Fitch bekannt gegeben, dass insgesamt 5 Länder herabgestuft werden, darunter Italien und Spanien. Dieser Rundumschlag von Fitch erinnert stark an die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) vor wenigen Wochen, die ganze 9 Euro-Staaten herabgestuft haben (wir berichteten).
Mit Spannung durfte erwaretet werden, ob bzw. welche Auswirkungen die jüngste Rating-Entscheidung von Fitch auf die herabgestuften Länder haben würde.
Als erstes dieser 5 Länder hat nun Italien, immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone, sich am Kapitalmarkt Geld besorgen müssen. Mit erstaunlich positivem Ergebnis: Die Zinsen auf italienische Staatsanleihen sind im Schnitt um ein Prozent gesunken!
In Rom hat man am heutigen Montag wohl einmal tief durchgeatmet und war sehr erleichtert, als man gesehen hat, dass neue 10jährige italienische Staatsanleihen “nur” einen Zinssatz von 6,08% haben werden, statt 6,98% wie noch bei der letzten Auktion vor einem Monat.
Auch der Zinssatz für die 5jährige Anleihe ging zurück von 6,47% auf nur noch 5,39%.
Damit dürfte Italiens Ministerpräsident Mario Monti etwas entspannter zum heutigen EU-Sondergipfel nach Brüssel reisen. Obwohl… der Generalstreik in Belgien dürfte die Anreise der Spitzenpolitiker etwas erschweren. Denn auch Belgien wurde von Fitch herabgestuft.
Bei ersten EU-Sondergipfel des Jahres wird Italiens Ministerpräsident Mario Monti mit Spitzenpolitikern der anderen EU-Staaten zusammentreffen. Die Themen beim EU-Sondergipfel werden sich auf 2 Dinge konzentrieren: Die Einführung des dauerhaften Rettungsschirms ESM bereits zur Jahreshälfte statt zu Beginn des Jahres 2013 und natürlich wird es auch um engere Zusammenarbeit in der Fiskalpolitik gehen. Darüber hinaus wird – wie nicht anders zu erwarten – auch die anhaltenden Krise in Griechenland Thema auf dem EU-Sondergipfel sein. Das Land an der Ägäis verhandelt nach wie vor mit seinen privaten Gläubigern um den Schuldenschnitt, den das Land so dringen braucht. Immer noch ist der Zinssatz der neuen Staatsanleihen der große Streitpunkt, denn die Gläubiger wollen einen höheren Zinssatz als Griechenland – auch auf Druck von Deutschland und der EZB – angeboten wird.
Wenn wir Neuigkeiten vom EU-Sondergipfel in Brüssel für Sie haben, können Sie diese morgen hier bei uns im Blog lesen.
(Quelle: Spiegel Online)
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27. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
man sagt über die Inder, dass Sie verrückt sind nach Gold. Und betrachtet man die jährliche Goldnachfrage des Landes, ist man geneigt, dem zuzustimmen. Vor allem in der Hochzeitssaison steigt die Nachfrage vor allem nach Goldschmuck, den die Braut zur Hochzeit tragen wird. Und bei ca. 15 Millionen Hochzeiten jedes Jahr ist das eine ganze Menge Goldschmuck, der nachgefragt wird.
Schätzungen von Experten zufolge haben circa 50% der indischen Goldnachfrage ihren Ursprung bei Hochzeiten. Denn nicht nur die Braut trägt zur Hochzeit reichlich Goldschmuck, das Brautpaar bekommt in der Regel auch einiges an Gold, z.B. Barren und Münzen, als Hochzeitsgeschenke geschenkt.
Die indische Hochzeitssaison läuft traditionell von Oktober bis Dezember und noch einmal von Mitte Januar bis April. An den Finanzmärkten wird gerne die indische Hochzeitssaison mit dem Goldpreis verbunden, da häufig der Goldpreis während der Hochzeitssaison am Steigen ist.
Fakt ist: Der größte Goldmarkt der Welt für physisches Gold ist Indien. Die Inder haben im Jahr 2011 ca. 1.059 Tonnen Gold nachgefragt, der Großteil davon kommt aus der Schmuckindustrie. Zum Vergleich: Die weltweite Nachfrage nach physischem Gold im Jahr 2011 lag bei 3.427 Tonnen. Also knapp ein Drittel der gesamten physischen Goldnachfrage kommt aus Indien!
Doch warum übt Gold auf Inder so eine Anziehungskraft aus? Devdutt Pattanaik, Experte für indische Mythologie, meint: “Die Obsession für Gold kann nicht durch Logik allein erklärt werden. Für Inder ist Gold heilig, eine Verkörperung des Göttlichen.” Daneben ist die Sehnsucht nach Gold aber auch weltlich verwurzelt. Dazu ein etwas genauerer Blick auf die Hochzeitskultur in Indien: Traditionell soll eine Hochzeit in Indien ungefähr 3 Jahresgehälter kosten. Die Kosten werden allein von den Brauteltern getragen, ebenso die Dowry, die Mitgift, die häufig aus Goldschmuck besteht.
Aber für Inder ist Gold viel mehr als Schmuck, der i.d.R. aus 91,66% purem Gold besteht (die selbe Legierung wie z.B. die Krügerrand Goldmünzen). Für sie ist Gold auch eine Geldanlage und in der Regel die Einzige Geldanlage, die nicht direkt von der Inflation aufgefressen wird.
Und anders als z.B. Europäer, die massiv Gold gekauft haben, als der Goldpreis seinen Höchststand hatte, kaufen Inder, wenn der Goldpreis niedrig liegt. Sie kaufen antyzyklisch.
Wir werden versuchen, Ihnen auch weiterhin wichtige Informationen aus Gold-Hochburgen zu liefern.
(Quelle: HandelsBlatt Online)
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26. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
gestern abend (MEZ) hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die aktuellen Zinsentscheidungen des Offenmarktausschusses (FOMC) bekannt gegeben. Demnach wird die “Nullzins-Politik” der US-Notenbank bis Ende 2014 weitergehen, denn bis dahin soll der Leitzins nicht verändert werden. Direkt nach Bekanntgabe der Zinsentscheidung gab der US-Dollar unter anderem gegenüber dem Euro deutlich nach. Der Euro kostet inzwischen mit ca. 1,316 US-Dollar ungefähr 2 Cent mehr als noch kurz vor Bekanntgabe der Fed-Entscheidung. Auch der Goldpreis legte deutlich zu und liegt jetzt wieder bei über 1.700 US-Dollar, ein sehr deutliches Plus, welches ebenfalls mit der Ankündigung der Fed innerhalb weniger Minuten eingetreten ist, wie die folgende Grafik des Goldpreises von heute zeigt:

Überraschend ist allemal, das sich die Spitze der Fed nicht einig darüber war, wie die Zinspolitik für die nächsten Jahre laufen soll: 3 der 10 Mitglieder des Offenmarktausschusses wollten den Leitzins noch in diesem Jahr anheben, 6 weiter Ausschussmitglieder wollten damit aber bis 2015 bzw 2016, also noch länger als jetzt beschlossen, damit warten.
Weiterhin äußerte sich die US-Notenbank pessimistisch was die Konjunktur in den USA anbelangt, deren Zahlen zuletzt positiv überraschten. Die US-Arbeitslosenzahlen seien weiterhin Besorgnis erregend und die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen stagnierte zuletzt oder war sogar rückläufig.
Zur Inflationsrate äußerte Fed-Chef Ben Bernanke, dass diese weiterhin mit Preisstabilität im Einklang ist.
An den Finanzmärkten ist der US-Dollar stark unter Druck geraten und hat gegenüber einigen Währungen, darunter Euro, Yen und Yuan deutlich verloren. Auch die Krisenmetalle Gold und Silber haben im Preis deutlich zugelegt. Richtig aufwärts gegenüber dem Greenback ging es für den australischen Dollar – höchster Stand seit 22. Dezember 2011 – und den neuseeländischen Dollar – höchster Stand seit Ende Oktober 2011. Michael Sneyd, Währungsstratege bei BNP Paribas meint: “Beim Euro spielt eine größere Rolle, dass wir noch immer keine Lösung bei den Verhandlungen um einen Schuldenschnitt Griechenlands haben.” Er erwartet, dass die Rallye bei den beiden Währungen aus Australien und Neuseeland der Höhenflug weiter anhalten wird.
Wir bleiben natürlich weiter für Sie am Ball und versorgen Sie mit Informationen.
(Quellen: n-tv.de und n-tv.de)
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26. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
Für alle unseren gängigen Gold- und Silbermünzen sind nun die aktuellen 2012er Ausgaben verfügbar.
Bei verschiedenen Gold- und Silbermünzen aus Australien bzw. China gibt es von 2011 auf 2012 einen Motivwechsel.
Aus der australischen Münzprägeanstalt Perth Mint zum Beispiel gibt es einen Motivwechsel bei Kookaburra und Koala, den beliebten Silbermünzen dieser Prägeanstalt, und dem Känguru/Nugget, der beliebten Goldmünze aus dem selben Hause.
Auch bei den Panda Goldmünzen der China Mint gibt es für die neuen 2012er Anlagemünzen einen Motivwechsel. Die neuen Goldmünzen der China Mint sind ebenso ab sofort verfügbar, wie dies für die 2012er Münzen der Perth Mint auch gilt.
Ganz ohne Motivwechsel, dafür mit der aktuellen Jahreszahl 2012 versehen, sind die neuen Ausgaben der Wiener Philharmoniker 2012 Gold- und Silbermünzen, sowie die 2012er Maple Leaf Gold- und Silbermünzen von der Royal Canadian Mint.
Natürlich haben wir auch weitere Gold- und Silbermünzen, darunter auch Münzen mit geringer Auflage oder historische Münzen, z.B. die 10 Corona Goldmünze aus den Jahren 1892-1915 oder die Dukat Wilhelmina & Juliana Goldmünze aus den Niederlanden, in unserem Sortiment. Auch viele 2011er haben wir in unserem Lager noch vorrätig.
In Kürze versorgen wir Sie wieder mit aktuellen Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Finanzen.
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25. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
der Internationale Währungsfonds (IWF) hat heute seine aktuellen Wirtschaftsprognosen für Europa veröffentlicht. Und die Aussichten für die Euro-Zone sind laut IWF alles andere als rosig: Der IWF sagt für 2012 eine Rezession in der Euro-Zone voraus. Dies geht aus dem Zwischenbericht zum Wirtschaftsausblick (WEO) hervor. Nachdem der IWF für die Euro-Zone noch im September 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1% für das laufende Jahr gerechnet hatte, ist dieser Wert für das laufende Jahr nun nach unten korrigiert worden auf einen Wirtschaftsrückgang von 0,5%. Auch die errechnete Wirtschaftsleistung Deutschlands wird laut den Kalkulationen des IWF nach unten korrigiert. Unter dem Strich soll für Deutschland ein Mini-Wirtschaftswachstum von 0,3% im laufenden Jahr stehen. Auch die im Bericht veröffentlichte Prognose für 2013 sieht für die Euro-Zone nicht viel besser aus, auch wenn für die Euro-Zone (0,8%) und Deutschland (1,5%) jeweils ein kleines Wirtschaftswachstum prognostiziert wird. Den bzw. die Verantwortlichen für den Abschwung in der Euro-Zone hat der IWF in Spanien und Italien ausfindig gemacht, deren erwartetes Wirtschaftswachstum für 2012 um 2,5% bzw. 2,8% nach unten korrigiert wurde.
Anders als die Euro-Zone kommen die USA recht glimpflich davon. Der IWF erwartet für die USA nach wie vor ein Wirtschaftswachstum von 1,8% im laufenden Jahr und für 2013 ein auch nur 0,3% niedrigeres Wachstum.
Die Weltwirtschaft als Ganzes wird im Jahr 2012 den Berechnungen des IWF zufolge um 3,3% steigen, was ein Minus von 0,7% im Vergleich zur letzten Prognose ist. 2013 soll die Weltwirtschaft dann um 3,8% wachsen.
Einer der Gründe für die überaus trüben Aussichten für die Euro-Zone ist das miserable 4. Quartal 2011, welches nicht die positiven Vorzeichen des 3. Quartals fortsetzen konnte. Die Euro-Zone sei jetzt in eine “gefährliche neue Phase” geraten. Die IWF-Autoren schreiben von praktisch ausgetrocknetem Kapitalzufluss and die Banken, aufgrund dessen die EZB mit Refinanzierungshilfen eingreifen musste. Die Lage in der Euro-Zone bleibt auch wegen Italien und Spanien weiter sehr angespannt.
Motor der Weltwirtschaft bleiben weiter die Schwellenländer, allen voran China. In den Schwellenländern prognostiziert der IWF laut seinem aktuellen Bericht ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 5,4% für 2012 bzw. 5,9% für 2013.
Wir bleiben natürlich weiter am Ball und versorgen Sie mit Informationen.
(Quelle: HandelsBlatt.com)
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23. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
erst vor Kurzem haben wir darüber berichtet, dass Griechenland dringend einen Schuldenschnitt braucht, um überhaupt irgendwann wieder Zugang zu den Finanzmärkten zu bekommen (Artikel hier).
Eine kurze Bestandsaufnahme, wie der Stand der Dinge um Griechenland ist:
Die griechische Wirtschaft kommt weiter nicht so richtig auf Touren.
Es gibt in der EU Gespräche über ein weiteres Rettungspaket für Griechenland, aber noch kein Ergebnis
Die Verhandlungen um den Schuldenschnitt mit den privaten Gläubigern sind ins Stocken geraten.
Und genau im letzten Punkt liegt die große Gefahr für die Zukunft Griechenlands: Nur im Falle eines 50%’igen Schuldenschnitts Griechenlands wird es möglich sein, Griechenland eine Zukunft zu ermöglichen. Und prinzipiell scheinen die Banken, vertreten durch den Internationalen Bankenverband (IIF), bereit zu sein, den Schuldenschnitt zu gewähren. Jedoch scheiterten die Verhandlungen am Wochenende und wurden vertagt. Es geht dabei um den Zinssatz, mit dem die neuen Staatsanleihen, gegen die die alten Staatsanleihen getauscht werden soll, ausgestattet werden. Im Raum stehen bisher 3,5% Zinsen für kurz laufende Staatsanleihen und bis zu 4,8% Zinsen für lange Laufzeiten, also im Schnitt ca. 4% Zinsen p.a. Nach der Einschätzung von IWF und Deutschland dürfte dies in Zukunft möglicherweise wieder ein Problem für Griechenland werden, weswegen Deutschland und der IWF auf einen niedrigeren Zinssatz drängen. Das letzte Wort ist hier noch lange nicht gesprochen, scheint es.
Der Schuldenberg Griechenlands beläuft sich auf 352 Mrd. Euro, was ca. 161% des BIP des Landes entspricht. Fakt ist, dass es die nächste Tranche aus dem aktuellen Griechenland-Rettungspaket gibt es erst, wenn der Schuldenschnitt beschlossen ist.
Am Montag treffen sich die Finanzminister der Euro-Zone wieder zu einem Treffen in Brüssel. Ganz oben auf der Tagesordung sollen eigentlich die Verhandlungen über ein weiteres, 130 Mrd. Euro schweres Rettungspaket für Griechenland stehen. Dieser Plan ist nun wohl hinfällig, da vor einer Einigung mit den Banken wohl noch zähe Verhandlungen stehen werden.
Wir bleiben natürlich für Sie am Ball.
(Quelle: n-tv.de)
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Normalerweise gilt die Binsenweisheit: Sinkt das Rating eines Landes, steigen die Refinanzierungskosten. Dies musste Frankreich nicht hinnehmen. Im Gegenteil: Die Refinanzierungskosten Frankreichs sind bei der Staatsanleihenauktion am gestrigen Donnerstag über alle Laufzeiten zurück gegangen. Für die am gestrigen Donnerstag ausgegebenen Schuldtitel mit einer Laufzeit von 2 Jahren muss Frankreich 1,05% Zinsen zahlen (Rückgang: 0,53% im Vergleich zu letzten Auktion im Oktober 2011), für Schuldtitel mit einer Laufzeit von 3 Jahren muss Paris 1,51% Zinsen aufbringen (statt 2,44% im November 2011) und für die 4 Jahre laufenden Staatsanleihen verlangten Investoren 1,89% Zinsen (statt 2,83% vor 2 Monaten).
Auch Spanien hat neue Staatsanleihen am Markt platzieren können und zwar in größerem Umfang als ursprünglich geplant: Statt 4,5 Mrd. Euro nahm Spanien aufgrund der hohen Nachfrage 6,6 Mrd. Euro über die Auktion neuer Staatsanleihen ein. Bei Spanien traf die erwähnte Binsenweisheit entgegen der Erwartungen nur für die Staatsanleihen mit 4 jähriger Laufzeit zu, für die Investoren bei der Auktion 4,021% Zinsen – statt 3,912% in der Vorwoche – verlangt haben. Dagegen ist der Zinssatz für die ebenfalls angebotenen Schuldtitel mit 10-jähriger Laufzeit von 6,975 auf nur noch 5,403%, also um ganze 1,572%.
Ein eindeutiges Indiz dafür, dass die jüngste Rating-Entscheidung von S&P die Märkte unbedeindruckt gelassen hat. Richard McGuire von der niederländischen Rabobank sieht dies ähnlich: “[Es ist] ein weiterer Beleg dafür, dass die Märkte die Herabstufungen durch S&P abgeschüttelt haben.”
Möglicherweise war dies aber auch ein strategisches Manöver der Geschäftsbanken: Ende Februar wird die EZB zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Geschäftsbanken Kredite mit 3-jähriger Laufzeit ermöglichen. Es wird erwartet, dass die spanischen Papiere möglicherweise bei der EZB als Sicherheit hinterlegt werden.
Wir bleiben natürlich weiter am Ball und beobachten die Situation weiter.
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18. Januar 2012
Propersoul
Liebe Leser,
in den letzten Tagen sind uns einige Meldungen begegnet, die Europa als ganzes oder einzelne EU-Staaten wohl eine ganze Weile beschäftigen werden. Wir stellen diese Themen kurz für Sie zusammen und bieten Ihnen einen Ausblick darauf, welche Auswirkungen auf Deutschland möglicherweise zukommen könnten.
Zum einen widmen wir uns kurz der Situation in Ungarn, wo die Regierung von Premierminister Orbán dank ihrer zweidrittel Mehrheit im Parlament einige umstrittene Verfassungsänderungen beschlossen hat, die unter anderem die Unabhängigkeit der ungarischen Zentralbank von der Politik beschneiden. Hier hat die EU Handlungsbedarf gesehen und ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn eingeleitet. Daraufhin hat jetzt Premier Orbán angekündigt, dass Ungarn jederzeit bereit ist zu Gesprächen, die auf sachlichen Argumenten beruhen.
Ungarn scheint sich mehr und mehr zu einem (potentiellen) Krisenherd zu entwickeln.
Auch aus Italien und Belgien gibt es neue Meldungen. Beide Länder haben kürzlich Gesetze verabschiedet, mit denen man die Steuerhinterziehung bekämpfen möchte. So können in Italien laut Informationen von Spiegel Online Rechnungen aller Art ab einer Höhe von 1.000 Euro nicht mehr in bar bezahlt werden. In Belgien setzt am die Grenze dagegen etwas höher bei 5.000 Euro an, ab der Rechnungen nicht mehr in bar beglichen werden dürfen. Das bestätigte kürzlich der Staatssekretär John Crombez, der für Steuerbetrug zuständig ist. Die belgische Regierung plant für 2014 in einem zweiten Schritt die Grenze auf 3.000 Euro herabzusetzen. Offizieller Hintergrund ist, dass man Geldwäsche und Steuerhinterziehung verhindern will. Bis vor Kurzem lag die Grenze noch bei 15.000 Euro. In Italien ist die Einführung der 1.000-Euro-Grenze Teil einer Reihe von Beschlüssen, die unter anderem Rentenkürzungen und Steuererhöhungen umfassen. Um möglicherweise aufkommende Steuerhinterziehung gleich im Keim zu ersticken, wurde diese 1.000-Euro-Grenze wohl gleich mitbeschlossen.
Eine weitere Schlagzeile der vergangenen Tage ist, dass die Hebelung des Rettungsschirmes EFSF, die lange Zeit als Mittel zur Erhöhung seiner Schlagkraft diskutiert wurde, wohl endgültig vom Tisch ist und die Politik stattdessen auf den dauerhaften Fonds ESM setzen wird, der vorgezogen werden soll und ab Sommer 2012 für Stabilität sorgen soll.
Wir bleiben natürlich am Ball und halten Sie auf dem Laufenden.
(Quellen: n-tv.de, deredactie.be, spiegel.de, zeit.de
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