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Spinnen die jetzt, die Schweizer?

18. Januar 2015 Klaus Riotte

Kein Druckfehler, liebe Leserinnen und Leser, die kleine Schweiz hat es in der vergangenen Woche geschafft, die Finanzwelt ganz schön in Atem zu halten. Die Chronologie der Ereignisse und die Folgen daraus haben wir für Sie in diesem Blog-Beitrag nochmal zusammen gefasst.

Gleich mehrere Großbanken wurden von der Franken-Freigabe unserer Alpen-Nachbarn kalt erwischt. Deutsche Bank und Citigroup hat der Alleingang der Schweizer Nationalbank jeweils etwa 150 Millionen Euro gekostet. In dem Zusammenhang wurden von Finanzmarkt-Experten auch immer wieder einige Hedge-Fonds und die britische Barclays genannt. Devisenhändler wurden von dem Vorgehen völlig überrascht. Einige sprachen von selten gesehenem Chaos und panikartigen Reaktionen. In kurzer Zeit kletterte der Franken um bis zu 30 Prozent nach oben. Der US-Onlinebroker für Kleinanleger, FXCM, musste mit einem Notkredit in Höhe von 300 Millionen US-Dollar gerettet werden. Der Kurs brach zeitweise um 70 Prozent ein. Die britische Alpari UK ging gar in die Insolvenz. Die Briten zählen auch viele Deutsche zu ihren Kunden.

Das (zugegeben) kleine Devisenunternehmen Global Brokers aus Neuseeland hat gleich die Segel gestrichen und sofort nach der Entscheidung sein Geschäft eingestellt. Der Geschäftsführer David Johnson bat seine Kunden mit der lapidaren Begründung um Entschuldigung, das Kapital sei aufgefressen und man erfülle die Kriterien der Finanzaufsicht nicht mehr. Das Geld der Anleger soll aber sicher sein.

Was ist geschehen?

Die Nationalbank der Schweiz (SNB) hat am Donnerstag beschlossen, die Landeswährung Schweizer Franken vom Euro-Kurs zu lösen. Die Euro-Bindung erfolgte vor drei Jahren mit dem Versprechen, den Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken nicht zu unterschreiten. Dies ist ab Donnerstag Vergangenheit.

Seit 2011 hat die SNB sich an den Devisenmärkten teilweise massiv mit Euro eingedeckt, um die eigene Währung schwächer zu machen. Das Ziel war klar definiert: der Euro muss mindestens 1,20 Franken kosten. Immer dann, wenn für den Euro weniger gezahlt werden mußte (der Franken war dann stärker), steuerte die Notenbank dagegen. Diese Politik wurde nun handstreichartig und überraschend aufgegeben. Künftig wird es keine Euro-Käufe mehr geben, um die Marke von 1,20 Franken zu halten.

Folgen für die Schweizer Wirtschaft?

Für die Schweizer Exportwirtschaft und die Tourismusindustrie ist eine starke Währung sehr problematisch. Die meisten Waren (Maschinen und Pharmaprodukte) wurden 2013 nach Deutschland, USA, Frankreich und Italien verkauft. Ein starker Franken verteuert die Ausfuhr, schwächt die Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Für Touristen bedeutet das, dass ein Urlaub in der Schweiz immer teuerer wird. Die Zahlen für Übernachtungen sind in den letzten drei Jahren stetig zurück gegangen.

Folgen für die Verbraucher?

Importe aus dem Euroraum werden billiger. Davon profitieren die Verbraucher sowohl bei Konsumgütern als auch bei Dienstleistungen. Nicht vergessen sollte man auch den grenznahen Shopping-Tourismus,  der für die Eidgenossen jetzt noch günstiger werden wird.

Folgen für uns?

Einzelhändler in Grenznähe sowie die Exportwirtschaft dürfen sich zu den Gewinnern zählen, da die Waren für die schweizer Bevölkerung billiger werden. Die Tourismus-Industrie in der Eurozone wird sich auf mehr Besucher aus dem Alpenland einstellen können. In Osteuropa hält sich die Freude hingegen in Grenzen. Viele dort haben, der niedrigen Zinsen wegen, Kredite in Schweizer Franken aufgenommen. Das dürfte (auch für Kreditnehmer aus Nicht-Euro-Staaten wie Polen oder Kroatien) teuer werden, denn die Kreditraten werden steigen. Es gibt keine genauen Zahlen, Experten gehen aber in Osteuropa von Hunderttausenden Verbrauchern aus.

Welche Gründe sind denkbar?

Experten machen vor allen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich. Am 22. Januar wird aller Vorraussicht nach die EZB grünes Licht für weitere Anleihekäufe geben. Damit werden weitere Milliarden in den ohnehin schon überhitzten Markt gepumpt. Die Schweizer müssten, um Ihre 1,20-Franken-Politik aufrecht zu erhalten, weitere Euro kaufen. Die SNB hat wohl erkannt, wie schwer (bis unmöglich) es ist, ein solche Marke zu halten. Die Deutsche Bank hat es treffend formuliert: Die Schweiz hat sich für ein Ende mit Schrecken und gegen einen Schrecken ohne Ende entschieden. Der Schweizer Franken ist nach wie vor bei Käufern sehr beliebt, da er neben Gold als sicherer Hafen in einer unsicheren Zeit gilt.

Der SNB-Chef Thomas Jordan hat kurz nach der Entscheidung mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) und Le Temps geredet.

Wir zitieren:

Wir (die SNB, Anmerkung der Redation) sind uns zwar bewusst, dass die überraschende Abkehr vom Mindestkurs zum Euro die Schweizer Wirtschaft vor Probleme stellen wird und die Finanzmärkte einige Zeit brauchen, um sich von dem Schock zu erholen. Der Schritt ist aber angesichts des anhaltend fallenden Euro nötig, um langfristig die Kontrolle über die Geldpolitik zu behalten. Die internationale Entwicklung ist auseinander gedriftet. Immer mehr Geld auszugeben, um den Mindestkurs von 1,20 Franken zu halten, ist für eine Notenbank weder nachhaltig noch glaubwürdig. Da ist es besser, Kritik auf sich zu nehmen. Der Mindestkurs war ohnehin nur eine zeitweilige Ausnahme. Die heftigen Marktreaktionen sind überzogen.

Zitatende.

Was bedeutet das nur für Sie, liebe Leserinnen und Leser?

Wir gehen gerne das Risiko ein, als Wiederholungstäter zu gelten. Aber haben Sie mal nachgedacht, einen Teil Ihres Vermögens sicher und stabil zu investieren? In dem Fall sollten Sie sich die Produkte in unserem Online-Shop ansehen. Wenn Sie nur ein klein wenig recherchieren, werden Sie feststellen, dass Sie mit Gold und Silber mittel- und langfristig nicht das schlechteste Geschäft machen. Wir möchten es auch nicht versäumen, Sie auf die Möglichkeit hinzuweisen, Gold und Silber anonym im Rahmen eines Tafelgeschäfts zu erwerben. Weitere Informationen, Adressen und Ansprechpartner finden Sie hier.

In dem Sinne, meine lieben Freundinnen und Freunde, eine erfolgreiche Arbeitswoche und bis zum nächsten Mal.

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2015, eine Tragödie und eine Kommödie

9. Januar 2015 Klaus Riotte

Bevor wir uns den ernsten Themen zuwenden, liebe Leserinnen und Leser, wünscht das komplette Team Ihnen und Ihren Lieben alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr. Bleiben Sie gesund. Wir werden Sie auch in diesem Jahr wöchentlich auf dem neusten Stand halten.

Tragödie

Anfangen müssen wir diese Woche leider mit einem sehr traurigen Thema. Es geht um den Anschlag auf das Pariser Satiremagazin “Charlie Hebdo”, bei dem zwölf Menschen ihr Leben verloren. Wir wollen uns hier nur kurz auf die Fakten konzentrieren, da die Ermittlungen der Polizei noch in vollem Gange sind und die Hintergründe wohl erst in einigen Wochen oder Monaten bekannt sein dürften. Am 7. Januar 2015 stürmten vermummte Attentäter die Redaktionsräume des Magazins im 11. Arrondissement in Paris. Die Männer waren mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffnet und eröffneten gegen 11 Uhr 30 das Feuer. Der Spuk dauerte etwa fünf Minuten. Derzeit sind die Täter auf der Flucht.

Es wird weltweit über das Thema berichtet. Wir halten uns hier bewusst zurück, da noch keine genauen Details bekannt sind. Das gilt auch für die Motivation der Täter. Ob hier religiöse, pathologische oder persönliche Gründe eine Rolle spielen, wissen wir nicht. Wir möchten uns hier auch bewusst gegen alle stellen, die derzeit versuchen, im Windschatten dieser schrecklichen Tat ihre eigene Suppe zu kochen. Dazu ist unser Respekt vor den zwölf Toten zu groß. Wir wünschen den Angehörigen und Freunden all die Kraft, die sie jetzt und in Zukunft brauchen, um diese Tat zu verarbeiten.

Kommödie

Der große deutsche Komiker Heinz Erhardt konnte 35 Jahre nach seinem Tod nochmals einen Volltreffer landen. Am Dienstag strahlte der Norddeutsche Rundfunk einen Film aus, der erst vor kurzem in einem Wiener Nachlass entdeckt wurde. Der Film wurde 1960 gedreht und dauert etwas mehr als 36 Minuten.

Hier können Sie das Werk in voller Länge bewundern.

Auch die Enkeltochter des Künstlers, die seinen Nachlass verwaltet, wusste nichts von der Existenz des Films mit dem schönen Titel “Geld sofort”. In der Komödie spielt Erhardt einen jungen Mann, der heiraten will und einen Kredit für einen Fernseher und einen Kühlschrank braucht. Dabei gerät er in die Fänge des betrügerischen Finanz-«Experten» Direktor Ehrlich (Oskar Sima).

Parallelen zu unserer Zeit sind durchaus gewollt.

Die originalen Filmrollen stammen aus einem Nachlass mit Material des Regisseurs Johann Alexander Hübler-Kahla. Möglicherweise sei der Film Anfang der 1960er Jahre entstanden, hieß es. Die Romanvorlage «Eine kleine Geschichte aus einer großen Stadt» stammt von Gabriel D’Hervilliez.

Die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten haben es wunderbar auf den Punkt gebracht.

Zitat:

Der Film zeigt in beeindruckender Klarheit, wie die Finanzbranche funktioniert – und warum das Elend der Schuldner und das Glück der Banken zeitlos sind.

Zitatende.

In dem Sinne möchten wir in 2015 dort weitermachen, wo wir 2014 aufgehört haben. Denken Sie immer daran, einen Teil Ihres Vermögens in physisches Gold und Silber zu investieren. Sie können das online in unserem Shop erledigen. Sie dürfen allerdings auch bis zu einer Grenze von 14.999,00 Euro pro Person ein Tafelgeschäft anonym tätigen. Kommen Sie einfach mal bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen vorbei und lassen Sie sich informieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ansonsten, liebe Leserinnen und Leser, nochmals alles Gute und Liebe in 2015 und bleiben Sie uns treu.

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Weihnachten

23. Dezember 2014 Klaus Riotte

 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute haben wir keinen aktuellen Blog-Beitrag vorgesehen. Wir sind zur Zeit dabei, das Jahr für Sie zusammen zu fassen und werden uns erst am Montag/Dienstag nächster Woche wieder bei Ihnen melden. Dann geht auch die Serie über die 100-Euro-Goldmünzen weiter.

Wir möchten uns auf diesem Weg für Ihr Vertrauen und Ihre Treue im Jahr 2014 bedanken und wünschen Ihnen, Ihren Familien und allen, die Sie lieben und mögen frohe, besinnliche und ruhige Weihnachtsfeiertage.

Ihr gesamtes Team von 321goldundsilbershop.de

 

 

 

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Gelddruckerei streicht 1000 Stellen

12. Dezember 2014 Klaus Riotte

Das ist leider kein Scherz, liebe Leserinnen und Leser, die Firma Giesecke & Devrient (G&D) aus München steckt so tief in der Krise, dass 1000 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Wenn Sie wissen wollen, wie es soweit kommen konnte, lesen Sie einfach weiter. Im zweiten Teil dieses Beitrags setzen wir unsere 100-Euro-Goldmünzen-Serie mit der Ausgabe Bamberg 2004 fort.

Laut Firmenvertreter aus München will die Banknotendruckerei mit dieser Maßnahme dem ruinösen Preiskampf innerhalb der Branche begegnen. Weltweit beschäftigt das Familienunternehmen 12.000 Menschen. Von den 4.000 Mitarbeitern in Deutschland müssen 15 Prozent gehen. Mit der Prinzregentenstraße in München leistete sich das Unternehmen bisher eine der teuersten Adressen in Deutschland. Laut Aussage eines Firmensprechers soll der Standort recht zeitnah ins oberbayrische Gmund (Sicherheitssysteme) beziehungsweise an den Gründungsort Leipzig (Banknoten) verlegt werden. Durch beide Maßnahmen versprechen sich die Münchner ein Einsparpotential von 200 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren. Das ist auch dringend notwendig.

Wie konnte es so weit kommen?

Zunächst steht die private G&D im europäischen Wettbewerb mit staatlichen Druckereien, die entsprechend subventioniert werden. Stagnierende Erlöse und ein Gewinneinbruch von 90 Prozent belasteten die Firma im letzten Jahr sehr. Auch im aktuellen Jahre stagnieren Überschuss und Betriebsergebnis (Ebit). Eigentlich sollte das Betriebsergebnis von 56 auf 95 Millionen Euro steigen. Von diesem Ziel hat man sich allerdings angesichts der aktuellen Zahlen bereits verabschiedet. Außerdem bemängelt das Unternehmen eine nicht wettbewerbsgerechte Vergabe der Druckaufträge für Euro-Scheine. Die größten Konkurrenten in Europa (De La Rue aus England und Oberthur aus Frankreich) vermelden allerdings aktuell ähnliche Probleme.

Die zukünftige Stratgie hat der G&D-Konzernchef Walter Schlebusch folgendermaßen formuliert.

Zitat.

Wir müssen unsere Kosten kurzfristig und nachhaltig senken, um unsere führenden Positionen im Markt zu behaupten und dadurch langfristig Arbeitsplätze zu erhalten. Investitionen in neue Entwicklungen werden unverändert fortgesetzt .

Zitatende.

Das mag zwar der Wahrheit entsprechen, klingt aber nicht gerade phantasievoll und kreativ, sondern eher nach durchschnittlichem Business-Sprech. Wir werden, liebe Leserinnen und Leser, an dem Thema dran bleiben und berichten, wenn es denn was Neues gibt. Genau so, wie Sie es von uns gewohnt sind.

Nun wollen wir Ihnen eine weitere 100-Euro-Goldmünze vorstellen. Heute haben wir uns für die Ausgabe Bamberg von 2004 entschieden.

2004 erschien mit der 1/2 oz 100 Euro Goldmünze Bamberg ein weiteres Exemplar aus der Reihe der 100 Euro Goldmünzen aus Deutschland, deren Motive an deutsche UNESCO Weltkulturerbe Städte und Stätten erinnern sollen. Seit 1993 zählt Bamberg mit seiner historischen Altstadt zu den deutschen UNESCO Weltkulturerben. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gab die Münze am 1. Oktober 2004 zu einem Ausgabepreis von 191 Euro aus, um dies gebührend zu feiern. Dieser Ausgabewert entsprach dem Goldkurs Ende September 2004 zuzüglich eines geringen Ausgabeaufschlages. Von der Deutschen Bundesbank beauftragt, prägten die 5 staatlichen Prägeanstalten in Deutschland die 100 Euro Goldmünze Bamberg zu gleichen Teilen.

Die Gesamtauflage der 100 Euro Goldmünze von 2004 beläuft sich auf insgesamt 400.000 Exemplare. Jeweils 80.000 Stück der 1/2 Unze Goldmünze Bamberg wurden von der „Staatlichen Münze Berlin“ (Prägebuchstabe A), dem „Bayrischen Hauptmünzamt“ in München (D), der „Staatlichen Münzen Baden-Württemberg“ in Stuttgart (F) und Karlsruhe (G), sowie der „Hamburgischen Münze“ (J) geprägt.

Die Vorderseite der Bamberger Goldmünze ziert eine Abbildung der fränkischen Bischofs- und Kaiserstadt Bamberg. Die Altstadt von Bamberg wird detailliert mit den bekanntesten Sehenswürdigkeiten abgebildet. Hierbei sind im Hintergrund der bekannte Dom und im Vordergrund das Rathaus sowie die Inselstadt zu sehen. Diese Touristenattraktionen wurden zusammen mit der gesamten Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf der Motivseite ist neben dem unverwechselbaren Stadtbild der Schriftzug STADT BAMBERG im oberen Bereich sowie am unteren Rand der Münze UNESCO WELTKULTURERBE zu lesen. Für die Gestaltung dieses Motivs war Professor Ulrich Böhme aus Stuttgart verantwortlich.

Auf der Rückseite der 100 Euro Gold Münze aus dem Jahr 2004 ist mittig der Bundesadler zu sehen. Außen herum sind auf der linken Seite die zwölf Europa-Sterne und unterhalb das jeweilige Prägezeichen A, D, F, G oder J aufgeprägt. Am Rand dieser Goldmünze zu Ehren des UNESCO Weltkulturerbes sind Schriftzüge zum Ausgabeland BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, der Nennwert von 100 EURO und das Ausgabejahr 2004 angebracht.

Alle wichtigen Informationen zu dieser wunderschönen Gedenkmünze aus dem Jahre 2004 können Sie auf dieser Seite nachlesen.

Diese Münze und alle anderen Produkte, die Sie auf dieser Seite finden, können Sie auch im Rahmen eines Tafelgeschäfts bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen in Ihrer Nähe erwerben.

In dem Sinne, meine Lieben, angenehmes Wochenende und eine erfolgreiche nächste Arbeitswoche.

 

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Belgien prüft Rückführung seiner Goldbestände

8. Dezember 2014 Klaus Riotte

Nach den großen Nachbarn Niederlande stellt nun auch mit Belgien der mittlere der Benelux-Staaten Überlegungen an, seine Goldreserven nach Hause zu befördern. Sie lesen richtig, liebe Leserinnen und Leser, was bei uns Jahre dauert, bekommen unsere europäischen Freunde mitunter in einem Monat hin. Warum das so ist, lesen Sie hier bei uns. Im zweiten Teil dieses Beitrags stellen wir Ihnen im Rahmen unserer Serie 100-Euro-Goldmünzen die Ausgabe von 2003 vor, die der Stadt Quedlinburg gewidmet ist.

Vor etwa einer Woche haben die Niederlande die Repatriierung von etwa 122 Tonnen Gold aus den USA und anderen Ländern bekannt gegeben. Die Rückführung aus den Vereinigten Staaten ging demnach recht schnell, diskret und reibungslos über die Bühne. Laut einem Bericht von Koos Jansen wurde das Gold im Oktober und November in mehreren Flugzeugladungen aus New York City nach Amsterdam gebracht und von dort mit gepanzerten Lastwagen zum Bestimmungsort transportiert. Koos Jansen bloggt seit Juli 2014 regelmäßig für die Seite BullionStar.com in Singapore und gilt als Goldexperte. Eine offizielle Stellungnahme der Niederländischen Notenbank gibt es nicht. Auch aus dem Finanzministerium unserer Nachbarn kam keine Erklärung.

Nun häufen sich die Meldungen, dass die Belgier es ihren Benelux-Kollegen gleichtun wollen. Laut dem Sender VTM Nieuws hat die Belgische Notenbank bestätigt, dass man in diese Richtung Überlegungen anstellt. Allerdings wurden noch keine konkreten Angaben gemacht. Beim WGC (Word Gold Council) ist nachzulesen, dass unsere belgischen Nachbarn 277 Tonnen Gold ihr Eigen nennen und somit auf Platz 22 der Länder mit den meisten Goldreserven liegen. Die Menge entspricht laut WGC 35 Prozent der gesamten belgischen Reserven.

Wachsende europäische (wenn man von Deutschland mal absieht) Bestrebungen in diese Richtung und Rekordkäufe durch die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) lassen nicht wenige Experten zu dem Schluss kommen, dass die Welt der Leitwährung US-Dollar nicht mehr recht traut oder aber davon ausgeht, dass es mittelfristig wieder zu einem goldgedeckten Währungssystem kommt.

Sollte sich dies bewahrheiten, kann man mit Blick auf unsere Notenbank und unsere Regierung nur sagen: Wohl dem, der sein Gold sicher zu Hause liegen hat.

Daran, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir auch Sie heute mal wieder erinnern. Im Rahmen eines Tafelgeschäfts ist es (noch!) pro Person erlaubt, bis zu einem Wert von 15.000,00 Euro Gold und Silber anonym zu erwerben. Wir haben auf dieser Seite alles Wissenswerte zusammengestellt, so dass Sie sich informieren und in Ruhe entscheiden können. Dort sind auch die Adressen unserer Hauptstelle sowie unserer Filialen aufgelistet. Eine wird bestimmt auch in Ihrer Nähe sein.

Heute setzen wir unsere Reihe über die 100-Euro-Goldmünzen mit der Ausgabe 2003, die sich mit der Stadt Quedlinburg beschäftigt, fort.

Anlagemünzen müssen nicht immer aus Kanada, Australien oder Südafrika stammen. Auch in Deutschland werden hochwertige Münzen aus Edelmetall hergestellt, die sich als Geldanlage eignen und zugleich mit tollen Motiven bestechen können. Hierzu gehört auch die 1/2 oz 100 Euro Goldmünze Quedlinburg 2003.

Das Motiv der Münze besteht aus dem Siegel Heinrichs I. und der berühmten Stiftskirche und weist damit auf die Gründung und die Anfangstage der Stadt Quedlinburg hin. Die Altstadt von Quedlinburg wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, woran diese Gedenkmünze aus Gold erinnern soll. Sie ist damit die erste in einer Reihe von Münzen, deren Motive deutsche Weltkulturerbe-Städte zeigen. Entworfen wurde diese wunderschöne Münze von der 1948 in Bonn geborenen Künstlerin Agatha Kill. Sie studierte von 1970 bis 1977 in Köln Bildhauerei, Edelmetall- und Schmuckgestaltung. Frau Kill lebt heute in Köln. Die Gesamtauflage der Münze liegt bei 400.000 Exemplaren. Die fünf Prägestätten Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg produzierten jeweils 80.000 Stück.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, liebe Leserinnen und Leser, finden Sie auf dieser Seite weitere Informationen.

In dem Sinne wünschen wir Ihnen eine angenehme und erfolgreiche Woche.

 

 

 

100-Euro-Goldmünze Quedlinburg 2003

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Warum Sie jetzt Gold kaufen sollten

30. November 2014 Klaus Riotte

oder Negativzinsen, die Zweite, liebe Leserinnen und Leser. Jetzt haben auch die Kollegen von Spiegel-Online dieses Thema entdeckt. Das und unsere eigenen Gedanken zu diesem alles beherrschenden und extrem wichtigen Thema erfahren Sie hier bei uns. Außerdem starten wir heute die Serie mit den 100-Euro-Münzen und stellen Ihnen, liebe Freundinnen und Freunde, die 100-Euro-Goldmünze Kloster Lorsch von 2014 vor.

Jetzt haben auch die Kollegen von Spiegel-Online in Ihrer Sonntagsausgabe im Rahmen eines Gastbeitrages des Finanztip-Herausgebers Hermann-Josef Tenhagen (Anmerkung der Redaktion: Der Finanztip ist ein gemeimnütziges Verbrauchermagazin) dieses leidige und uns schon lange (wir berichteten mehrmals) verfolgende Thema ausgiebig erörtert. Tenhagen kann die Aufregung nicht ganz verstehen, da viele unserer Landsleute schon seit geraumer Zeit negative Renditen in Kauf nehmen.

Und, liebe Leserinnen und Leser, was hat der Mann?

Recht hat er, was sonst?

Beispiel gefällig? Gerne. Nehmen wir mal an, Sie haben übers Jahr im Schnitt 1.000,00 Euro auf Ihrem Girokonto liegen und Ihre Bank nimmt pro Monat 9,00 Euro an Gebühren. Sie merken schon, wo das hinführt. Aufs Jahr hochgerechnet zahlen Sie Ihrer Bank 108,00 Euro. Das sind mehr als 10 Prozent.

Reicht noch nicht? Dann lesen Sie weiter!

Die größte deutsche Sparkasse sitzt in Berlin und zahlt derzeit für 5.000,00 Euro Tagesgeld 0,30 Prozent Zinsen. Das sind pro Jahr sage und schreibe 15,00 Euro. Wenn Sie nun die Inflation dagegen rechnen … Sie wissen schon.

Diese Beispiele ließen sich beliebig fortführen. Wie hoch sind ab 2015 die garantierten Zinsen auf kapitalbildende Lebensversicherungen? 1,25 Prozent.

Wer glaubt, dass die Banken die Strafzinsen ausschließlich für Gewerbekunden und hohe Einlagen erheben?

So langsam sollten wir alle wachwerden und uns gegen die Regulierungs- und Kontrollmechanismen der Politik und das kreative Raubrittertum der Banken wehren.

Und ob Sie, liebe Freundinnen und Freunde, es glauben oder nicht, das geht!

Sehen Sie sich einfach mal diese Seite an. Dort wird genau erklärt, wie ein Tafelgeschäft mit Gold funktioniert. Sie können gerne zu uns nach Schweinfurt oder in eine unserer Filialen kommen. Dort werden wir Ihnen bei einer Tasse Kaffee in aller Ruhe zeigen, welche Möglichkeiten Sie (noch) haben. Wir reden bei Gold über ein Produkt, das seit 5.000 Jahren ununterbrochen existiert. Dieses Produkt hat alle Kriege, Naturkatastropen und politischen Utopien (oder solche, die es mal werden sollten) überdauert.

Der Goldpreis hat sich die letzten 10 Jahre verdreifacht. Sie bekommen für eine Unze Gold die gleiche Menge Rohöl wie vor 30 Jahren. Bei der Währungsreform 1948 sind alle Werte bis zu 90 Prozent geschrumpt. Alle Werte? Nein! Beim Gold war der (alte) Reichsmark- und der (neue) DM-Kurs identisch.

Wachen Sie endlich auf und kommen Sie bei uns vorbei. Wir freuen und auf Sie.

Heute beginnen wir, wie versprochen mit der Vorstellung der 100-Euro-Goldmünzen. Den Anfang macht die Münze, die 2014 zu Ehren des Weltkulturerbes Kloster Lorsch geprägt wurde.

Dass man für Anlagemünzen nicht immer in die Ferne schauen muss, beweist die 1/2 oz Goldmünze 100 Euro Kloster Lorsch 2014 aus Deutschland. Die 100- und 200-Euro-Goldmünzen-Serie aus Deutschland besticht durch Qualität und wunderschön herausgearbeitete Motive.

Seit dem 1. Oktober 2014 ist die neue deutsche 100-Euro-Goldmünze im Handel erhältlich. Anlass war die Aufnahme des Kloster Lorsch in die Liste der UNESCO-Welterbstätten in Deutschland. Die Auflage liegt bei 200.000 Stück und ist gleichmäßig auf die fünf staatlichen Prägestätten Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J) aufgeteilt. Wegen der großen Nachfrage und dem knappen Angebot ist diese Münze auch für Sammler interessant.

Das namensgebende Kloster liegt im südhessischen Kreis Bergstraße und wurde 764 als Benediktinerabtei gegründet. Bis zur Zeit der Reformation war es ein bedeutendes Zentrum des mittelalterlichen Kultur- und Geisteslebens. Die Königshalle des Gebäudes gilt als eines der am besten erhaltenen architektonischen Zeugnisse der Karolingerzeit in Deutschland.

Von besonderer historischer Bedeutung ist der Lorscher Codex. Dabei handelt es sich um ein Manuskript mit der umfangreichen Klostergeschichte, dem Kopialbuch von über 3800 Urkunden und einige Urbare (Verzeichnis über Besitzrechte). Das Kopialbuch ist besonders wertvoll, da die zugrunde liegenden Originalurkunden nicht mehr vorhanden sind. Der gesamte Codex befindet sich mittlerweile im Staatsarchiv Würzburg. Das Werk entstand zwischen 1170 und 1195.

Alles Wissenswerte, wie Materialeigenschaften, Bilder, Preise und Konditionen können Sie auf dieser Seite in Ruhe nachlesen.

PS: Ein Hinweis noch in eigener Sache. Das Bild vom Nikolaus wird Sie während der Adventszeit bis Weihnachten bei jedem unserer Blog-Beiträge begleiten.

In dem Sinne Ihnen und Ihren Lieben eine schöne und segensreiche Adventszeit.

 

 

 

 

 

 

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Strafzinsen und kein Ende

20. November 2014 Klaus Riotte

Leider müssen wir auch heute wieder über dieses unangenehme und nervende Thema berichten, liebe Leserinnen und Leser. Die Commerzbank ließ verlauten, dass in Kürze mit solchen Maßnahmen zu rechnen sei. Die Hintergründe erfahren Sie hier bei uns. Im letzten Absatz werden wir Ihnen unsere neuste Serie vorstellen.

Vor kurzem erst berichteten wir, dass mit der Skat-Bank, immerhin Mitglied der VR-Gruppe, das erste deutsche Geldhaus zukünftig auf Guthaben ab 500.000 Euro einen Strafzins erheben wird (Beitrag vom 7.11.2014). Wir meinten damals schon, dass dieses Beispiel kein Einzelfall bleiben und Schule machen wird.

Nun ist es soweit. Mittlerweile hat sich auch die Commerzbank zu diesem Schritt entschlossen. Während man bei der Skat-Bank noch von einem Einzelfall aus der Provinz sprach (viele vergessen, dass die Bank als Direktbank bundesweit tätig ist), handelt es sich bei der Commerzbank nun um das erste landesweite Institut.

Offiziell klingt das bei der Commerzbank so.

Zitat:

Die Commerzbank behält sich bei einzelnen großen Firmenkunden mit hohen Guthaben sowie bei Großkonzernen und institutionellen Anlegern vor, eine Guthabengebühr zu berechnen.

Zitatende.

Das Zitat ist bei den Kollegen vom Wall Street Journal Deutschland nachzulesen, die davon ausgehen, dass die Regelung ab Dezember Anwendung finden wird.

Wir haben diesen Monat (Beitrag vom 7.11.2014) dem Deutsch-Banker Asoka Wöhrmann Zynismus vorgeworfen, weil er Strafzinsen als pädagogische Maßnahme betrachtet. Der brave Sparer soll dahingehend erzogen werden, sein Geld nicht mehr auf der Bank “rumliegen zu lassen”. Wenn Zynismus ein Wanderpokal wäre, würde er sofort an die Verantwortlichen der Commerzbank weitergereicht, die sich den Begriff “Guthabengebühr” ausgedacht haben.

Andere Institute (beispielsweise die Deutsche Bank) lassen verlauten, das das Thema derzeit diskutiert wird, aber Entscheidungen noch ausstehen.

Aus den Reihen der Commerzbank wurde mitgeteilt, dass Spar- und Tagesgeldkonten von der Regelung ausgeschlossen blieben.

Gehts noch, liebe Banker?

Wer von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, der Meinung ist, das es sich bei Skat- und Commerzbank um zwei bedauerliche Einzelfälle handelt, bitte umgehend melden!

Wer der Meinung ist, das gilt ja nur für große Vermögen und Firmen, wir Sparer bleiben außen vor, bitte auch melden!

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier …

Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, wir werden hier zu dem leicht abgewandelten Motto keine Filmkritik veröffentlichen. Wir wollen Ihnen lediglich nochmal mitteilen, dass es durchaus die Möglichkeit gibt, den staatlichen und mittlerweile leider auch banktechnischen Repressalien zu entfliehen.

Haben Sie mal über ein Tafelgeschäft in Gold und/oder Silber nachgedacht? Wenn nicht, sollten Sie das schnellstens nachholen, denn leider kommen die Einschläge immer näher. Alles Wissenswert zu dem Thema Tafelgeschäft können sie auf unser Seite nachlesen. Dort finden Sie neben unserer Hauptstelle auch die Adressen unserer Filialen. Eine wird mit Sicherheit in Ihrer Nähe sein.

Ab nächster Woche werden wir in jedem Beitrag eine Goldmünze aus der deutschen 100-Euro-Serie etwas genauer vorstellen. Wir hoffen, liebe Leserinnen und Leser, Sie freuen sich schon drauf.

Bis dahin eine gute, angenehme und erfolgreiche Zeit.

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Exklusiv: Interview mit Friedrich Lange – Teil 2

19. November 2014 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser, wie am Montag versprochen, veröffentlichen wir heute den zweiten und letzten Teil der sehr interessanten Runde mit Friedrich Lange, Chef-Analyst des OXFORD-CLUB-Communiqué und der OXFORD-CLUB-Eildepeche. Außerdem hat Herr Lange 2012 das Enthüllungsbuch “Zeitbombe Papierwährung” verfasst.

Friedrich Lange war so nett, uns 15 Fragen zu beantworten. Da die Antworten recht umfangreich ausgefallen sind, werden wir das Interview in zwei Teilen veröffentlichen. Die ersten sieben Fragen und Antworten konnten Sie in unserem Blog-Eintrag vom Montag exklusiv lesen. Die restlichen 8 Fragen und Antworten veröffentlichen wir in diesem Beitrag.

Falls Sie den ersten Teil verpasst haben, einfach hier klicken und nachlesen.

Wir haben es dank Friedrich Lange geschafft, für alle unsere Leserinnen und Leser ein kostenloses 4-Wochen-Abo bei dem renommierten Investor-Verlag zu bekommen. Nähere Informationen und die erforderlichen Links finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Interview mit Friedrich Lange – Teil 2

321goldundsilbershop.de: Sie haben früher Kursziele für Gold (3000 US-Dollar je Feinunze) und Silber (100 US-Dollar je Feinunze) genannt. Hat sich Ihre Meinung geändert?

Friedrich Lange: Ich sehe den Goldpreis weiterhin mit dem Ziel von 3.000 US$ je Unze und Silber bei 100 US$. In einer Euphorie für die beiden Edelmetalle werde ich dann den Verkauf prüfen. Denn auch bei Gold und Silber werden die „Bäume nicht in den Himmel wachsen“.

321goldundsilbershop.de: Wir haben bislang über Investments in physischem Gold und Silber gesprochen. Was halten Sie von Gold- und Silberaktien? Mögen Sie die nicht?

Friedrich Lange: Gold- und Silberminenaktien haben in den vergangenen beiden Jahren stark enttäuscht. Hier hat sich inzwischen eine starke Unterbewertung aufgebaut. Diese sehe ich inzwischen ähnlich wie zuvor in den Jahren um 2001 und 2008. Auch damals war die Stimmung trübe, dann explodierten die Aktienkurse.

Hier lohnen sich Käufe inzwischen wieder.

321goldundsilbershop.de: Ihre “Todes-Liste von 62 Edelmetallaktien vor der sicheren Pleite” hat große Wellen geschlagen. Lieben Sie solche Horror-Warnungen?

Friedrich Lange: Eine solche „Todes-Liste“ erstelle ich selten. Ich habe eine solche zuvor erst einmal veröffentlicht. Für das OXFORD CLUB-Communiqué hatte ich 36 Aktien des Neuen Marktes Mitte des Jahres 2000 als stark gefährdet herausgestellt.

24 Monate später habe ich die Schlussbilanz dazu gezogen. Die genannten Aktien waren um durchschnittlich 89% gesunken. Aus rund 100.000 Euro am Neuen Markt wären also 11.000 Euro geworden. Viele OXFORD CLUB-Mitglieder waren froh, dass sie rechtzeitig gewarnt waren.

Ich betrachte Warnungen immer als ebenso wertvoll wie Empfehlungen.

Hintergrund ist: Zahlreiche Mitglieder des OXFORD CLUB fragen mich immer wieder: „Ich habe aufgrund von XYZ-Empfehlungen Minengesellschaften gekauft. Sind diese von der Pleite bedroht? Was soll ich machen?“

Ich nehme die Anliegen stets ernst. Daher habe ich auf vielfachen Wunsch die Ergebnisse meiner intensiven Recherchen, die sich auch auf die Bereiche von Gold und Silber erstrecken, aktuell zusammengefasst. Dabei bin ich auf insgesamt 62 Unternehmen gestoßen, die meiner Einschätzung nach mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von 99% keine Chance haben, der drohenden Pleite zu entgehen.

Die Pleite-Kandidaten unter den Gold- und Silbergesellschaften nenne ich mit kurzer Begründung in der neuen achtseitigen Sonderanalyse der OXFORD CLUB-Eildepesche.

Mein allgemeiner Ratschlag lautet, sich bei nächster Gelegenheit von diesen Unternehmen zu trennen. Deren Chancen auf ein Überleben schätze ich auf fast null Prozent.

In meinem Warn-Report finden Sie auch die seit Jahren vom wohl renommiertesten nordamerikanischen Ratgeber seit Jahren immer wieder empfohlene Minenaktie als Nummer 36. Auch Aktie hat keine Überlebenschance!

321goldundsilbershop.de: Besonders die Deutschen bevorzugen kapitalbildende Lebensversicherungen. Was halten Sie davon? Lohnt sich das bei dem niedrigen Garantiezins noch?

Friedrich Lange: Ich halte nichts davon! Vor kapitalbildenden Lebensversicherungen warne ich im OXFORD CLUB-Communiqué seit mehr als 10 Jahren.

Vor etwa 30 Jahren war das vielleicht eine akzeptable Geldanlage. Inzwischen ist dies eine unkalkulierbare Spekulation geworden. Wir alle sind doch tief verunsichert, was die Zukunft betrifft. Wer will denn heute sein Geld auf Jahrzehnte festlegen? Ein solches Vertrauen in die Zukunft hat wohl niemand mehr.

Über die unzumutbar lange Bindung einer kapitalbildenden Lebensversicherung hinaus gilt ferner: Weder die zugrundeliegenden Investments noch deren Gewichtung sind bekannt. Tatsächlich handelt es sich um einen langfristigen Sparvertrag mit einer erbärmlich niedrigen Verzinsung.

Übrigens urteilte bereits im Jahr 1983 das Landgericht Hamburg, Az.: 74 047/83, dazu vernichtend: Eine Kapitallebensversicherung zur Altersvorsorge ist legaler Betrug.

Zudem zieht das übliche vorzeitige Auflösen von Kapitallebensversicherungen empfindliche finanzielle Verluste nach sich. Trotzdem werden 12% der Verträge pro Jahr bereits in der Anfangsphase wieder gekündigt. 75% aller 30-Jahresverträge werden vorzeitig aufgelöst und fast 50% aller 20-Jahres-Verträge.

Darüber hinaus ist der angesprochene Garantiezins von neu 1,25% ab 2015 (bislang 1,75%)  eine weitere Mogelpackung! Der Garantiezins bezieht sich nur auf den sogenannten Sparanteil. Der tatsächliche Gesamtzins liegt somit noch niedriger. Was letztlich noch übrig bleibt, hängt auch von den Kosten für Verwaltung und für den Abschluss ab. Die teuersten Gesellschaften verlangen bis zu 18%, Direktversicherer zwischen 7 und 8%.

Fazit: Lebensversicherungen sind keine geeignete Langfristanlage mehr!

321goldundsilbershop.de: Wie lange wird die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank noch andauern?

Friedrich Lange: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat jüngst Strafzinsen eingeführt. Das sehe ich als Gipfel der verfehlten Politik der Zentralbanken der vergangenen Jahre! Investment-Konzerne bestimmen seit der Finanzkrise des Jahres 2008 die Politik. Das ist eine sozialistische Zwangs- und Misswirtschaft!

Seriöse Sparer können keine akzeptablen Renditen mehr erzielt werden. Altersvorsorge wird damit zugleich auch durchkreuzt.

Diese seit Jahren praktizierte, missglückte Politik der Mini-Zinsen wird sich wohl noch ins Jahr 2015 fortsetzen. Aber sie erschöpft sich zunehmend. Heute denken fast alle Finanzratgeber und Anleger, dass ginge endlos so weiter.

Nicht ist ewig, auch die Phase der extremen Niedrigzinsen wird in der Zukunft abrupt enden und sich wieder drehen. Vertrauen Sie nicht auf die Allmacht der Notenbanken und der Politiker.

321goldundsilbershop.de: Welche Sicherheit sehen Sie gegen Schocks an den internationalen Finanzmärkten?

Friedrich Lange: Es gibt keine absolute Sicherheit für uns Anleger. Wir leben in einer Welt aus den Fugen. Die vorherrschende Sorglosigkeit wird durch Turbulenzen erschüttert werden.

Wehren Sie sich durch eine geschickte Anlagestrategie!

Der Staat wird dort zulangen, wo es für ihn lohnt und wo er sich viel holen kann. Das betrifft in erster Linie die Sparkonten.

Ende 2013 besaßen die Deutschen Bargeld, Sichteinlagen und Festverzinsliche für rund 2,4 Bio. Euro, aber nur Aktien im Wert von etwa 300 Mrd. Euro. Das sehe ich als eklatante Schieflage.

Diversifizieren Sie geschickt und schützen Sie sich durch eine relative Sicherheit! Aktien, Immobilien sowie Gold und Silber halte ich für sicherer. Das sind kleinere Märkte. Hier sind zudem die wirklich Reichen investiert. Denen tritt der Staat nicht so schnell auf die Füße. Und anonym gekaufte Edelmetalle sind zudem nicht nach verfolgbar.

321goldundsilbershop.de: Wie lange wird sich der US-Dollar als globale Leitwährung noch halten können?

Friedrich Lange: Der US-Währung wurde von vielen Medien im Jahr 2012 abgeschrieben. Das hielt ich für zu früh. Salopp formuliert: Totgesagte leben länger.

Der US-Dollar ist dieses Jahr bei rund 1,40 zum Euro an die Obergrenze gestoßen und hat seitdem auf rund 1,25 korrigiert.

Die US-Währung sehe ich – nach einer technischen Reaktion – zum Euro weiter anziehen.  Widerstand durch die US-Notenbank und die US-Politik erwarte ich allerdings erst unterhalb von 1,20 und erst recht ab 1,15.

Denn rund 40% der Gewinne der fünfhundert größten Unternehmen – repräsentiert in S&P 500-Aktienindex – geraten dann erheblich unter Druck. Spätestens dann wird sich die US-Notenbank aktiv einschalten und versuchen, gegenzusteuern.

Spekulieren Sie kurzfristig jetzt nicht gegen den US-Dollar!

Diese Währung neigte jahrelang zur Schwäche und Emerging Markets haben sich daher im US-Dollar verschuldet. Hier spitzt sich die Lage zu: Die Rohstoffeinkünfte sinken, der Dollarwert steigt: Da werden sich künftig Dramen und Pleiten abspielen.

Mittel- und langfristig werden die USA und damit ihre Währung scheitern! Ursache wird die „Überdehnung“ sein. Auch das römische Imperium ist nicht militärisch, sondern an seinen Finanzen gescheitert.

321goldundsilbershop.de: Wie wird China seine gigantischen Währungsreserven in Zukunft einsetzen?

Friedrich Lange: China hat im ersten Halbjahr 2014 mit seinen Devisenreserven im Werte von über 4000 Mrd. US$ eine neue Rekordmarke überschritten. Der US-Dollar ist auch ein langfristiges Risiko, dem die Regierung in Peking entgegensteuert. Zu diesem Zweck werden mit Handelspartnern Gespräche geführt, um die Abhängigkeit vom US-Dollar als Hauptzahlungsmittel zu verringern.

Dazu zählt auch die Aufstockung der staatlichen Goldreserven. Diese gelten als Staatsgeheimnis.  Vor etwa fünf Jahren hat die chinesische Regierung die offiziellen Goldbestände mit 1.040 Tonnen angegeben und damit die Finanzmärkte überrascht. Diese hatten mit einer solchen Menge nicht gerechnet.

Seitdem hat China allerdings weiterhin intensiv und diskret Gold gekauft. Die niedrigen Preise haben dies begünstigt. Auch China will preiswert kaufen und geht geschickt vor. Das Gold – und damit das Zeichen von Reichtum – fließt zunehmend vom Westen in den Fernen Osten, wie früher einmal in den Westen.

Ich vermute heute einen Goldbestand Chinas zwischen 4.000 und 7.000 Tonnen, und zwar eher am oberen Ende der Schätzung.

Vor etlichen Jahren war das erklärte Ziel Pekings, die Goldbestände der USA von leicht über 8.000 Tonnen zu übertreffen. Spätestens, wenn dieses Ziel erreicht ist und der große Rivale auch hier übertroffen wurde, wird China diese weitere Trumpfkarte aufdecken und einen Schock auf einen höheren Goldpreis hin auslösen.

Folgen Sie somit der Spur des Geldes und des Goldes: Sachwerte, Immobilien, werthaltige Aktien, Gold und Silber sichern Sie ab!

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei Herrn Lange bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat, unsere Fragen zu beantworten. Folgende Angebote können Sie als unsere treuen Leserinnen und Leser wahrnehmen:

Wer über eine Testphase von 30 Tagen das Oxford Club-Communiqué oder sogar über sechs Wochen die OC Eildepesche kennenlernen möchte, kann dafür die angefügten Links nutzen. Das Angebot ist in der Schnupperphase kostenlos. Gratisgeschenk ist für jeden Anforderer dieser Dienste die oben erwähnte „Todes-Liste der 62 Edelmetall-Minenaktien“ über acht Seiten! 

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Exklusiv: Interview mit Friedrich Lange

17. November 2014 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser, heute drucken wir exklusiv ein Interview mit Friedrich Lange, Chef-Analyst des OXFORD-CLUB-Communiqué und der OXFORD-CLUB-Eildepeche. Außerdem hat Herr Lange 2012 das Enthüllungsbuch “Zeitbombe Papierwährung” verfasst.

Friedrich Lange war so nett, uns 15 Fragen zu beantworten. Da die Antworten recht umfangreich ausgefallen sind, werden wir das Interview in zwei Teilen veröffentlichen. Die ersten sieben Fragen und Antworten können Sie heute exklusiv hier nachlesen. Die restlichen 8 Fragen und Antworten veröffentlichen wir am kommenden Mittwoch.

Wir haben es dank Friedrich Lange geschafft, für alle unsere Leserinnen und Leser ein kostenloses 4-Wochen-Abo bei dem renommierten Investor-Verlag zu bekommen. Nähere Informationen und die erforderlichen Links finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Interview mit Friedrich Lange – Teil 1

321goldundsilbershop.de: Sollte man heute überhaupt in Gold anlegen?

Friedrich Lange: Ja! Gold, und den „kleinen Bruder“ Silber, halte ich für eine wichtige Versicherung gegen Störungen auf den internationalen Finanzmärkten. Diese werden massiv zurückkehren. Dagegen wird sich die vorherige Krise 2007/2008 – immerhin die zweitgrößte seit den 1930er Jahren – wie ein Picknick ausnehmen.

Eine solche Sorglosigkeit an den Anleihe- und Aktienbörsen wie seit etwa zwei Jahren habe ich selten erlebt. Wir leben in keiner „heilen Welt“. Ganz im Gegenteil: Mit dem kürzlich verstorbenen, exzellenten Auslandsexperten Peter Scholl-Latour teile ich die Auffassung, dass wir uns in einer „Welt aus den Fugen“ befinden.

Selbst die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die „Zentralbank der Notenbanken“, warnte in ihrem Jahresbericht im Juni 2014, dass die Risiken im globalen Finanzsystem stark zugenommen haben und die Folgen der letzten Finanzkrise nicht verarbeitet wurden.

Jetzt ist daher die Zeit, Gold und Silber in physischer Form aufzustocken.

321goldundsilbershop.de: Wie hoch sollte der Goldanteil sein?

Friedrich Lange: Das hängt natürlich von den einzelnen Anlegern ab. Verbindlich kann da kein Prozentsatz genannt werden.

Ganz pauschal halte ich rund 10% des Vermögens für einen konservativen Anleger in physischem Gold für geeignet. Je nach Sicherheitsbedürfnis können es auch 20% sein.

321goldundsilbershop.de: Sie raten also zu Investments in physischem Gold und Silber. Was halten Sie in diesem Zusammenhang von den sogenannten Tafelgeschäften?

Friedrich Lange: Tafelgeschäfte sind für mich der einzig vernünftige Weg, heute in physisches Gold und Silber investieren.

Gold und Silber sollten Sie auf jeden Fall ausschließlich gegen Bargeld als sogenanntes Tafelgeschäft oder Bargeschäft durchführen. Denn bei allen anderen Arten des Kaufes geben Sie ansonsten Ihre Identität als Käufer preis.

Auch bei einer Zahlung per Kreditkarte oder Scheck werden Ihre Daten registriert und sind damit nachvollziehbar. Für den Staat sind Sie dann ein offenes Buch. Der Staat muss nicht alles über Sie wissen.

Deshalb lautet mein dringender Rat: Kaufen Sie Ihr Gold und Silber auf jeden Fall anonym, also gegen Bargeld (Tafelgeschäft) bei einem seriösen Edelmetallhändler. Anonym bleiben Sie bei einem Betrag (je Person) von bis zu 14.999,99 Euro. Denn ab 15.000 Euro ist der Händler verpflichtet, Ihre Identität aufgrund des Geldwäschegesetzes festzustellen und die Transaktion aufzuzeichnen.

Jeder kann während der Geschäftszeiten Gold und Silber erwerben, genauso so einfach, wie Brötchen beim Bäcker gekauft werden. Sie betreten das Geschäft und teilen mit, welche Summe Sie in welche Werte investieren wollen.

Beim Edelmetallhändler können Sie die entsprechende Gold-/Silbermenge bzw. das gewünschte Anlageprodukt kaufen.

Ob der Edelmetallhändler Ihres Vertrauens auch Tafelgeschäfte anbietet, können Sie seiner Web-Seite entnehmen oder ggf. zuvor telefonisch klären.

Ist die gewünschte Menge nicht vorrätig, kann sie in der Regel bestellt und zu einem vorher vereinbarten Termin abgeholt werden. Dann bleibt Ihre Anonymität gleichfalls gewahrt. Sie erhalten dann eine Nummer oder Ähnliches, mit der Sie dann die Ware abholen können.

Nochmals: Kaufen Sie Gold und Silber auf jeden Fall ausschließlich anonym (Tafelgeschäft), um Ihre Persönlichkeitssphäre zu schützen.

321goldundsilbershop.de: Wie sollten Anleger anschließend das Gold und Silber aufbewahren?

Friedrich Lange: Das werde ich oft von OXFORD CLUB-Lesern gefragt. Ich empfehle: Lagern Sie das Gold und Silber selbst bei sich zu Hause. Alternativ kommt ein Tresorfach bei Ihrer Bank oder Sparkasse in Betracht. Wichtig ist, dass Sie gegebenenfalls rasch daran kommen können.

Wichtig: Reden Sie nicht darüber. Ein Geheimnis, dass mehrere Personen kennen, ist keines mehr.

321goldundsilbershop.de: Momentan notiert der Goldpreis unter 1.200 US$ je Unze und lag kürzlich sogar bei knapp 1.140 US$. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Gold zu kaufen? Oder sollten die Anleger doch noch warten?  

Friedrich Lange: Der Goldpreis hat erheblich korrigiert und hat sich zuletzt von unter 1.140 US$/Unze wieder auf über 1.180 US$ erholen können. Sein Hoch lag 2011 bei rund 1.920 US$ je Unze.

Der Silberpreis schlägt stets noch volatiler nach beiden Seiten aus. Er war bei knapp 50 US$ je Unze im Hoch und jüngst bei rund 15 US$.

Zudem notieren diese beiden Edelmetalle im US-Dollar. Dieser zieht tendenziell an, was höhere Euro-Preise bewirkt. Um die rund 1.150 US$ je Unze Gold sehe ich Kaufchancen. Der Goldpreis könnte auch kurzfristig durchaus knapp unter 1.100 US$ sinken.

Das Aufstocken von physischem Gold und Silber sollte sich jetzt für Anleger mit einem Zeithorizont von zwei, drei Jahren auszahlen.

Wichtig: Bewahren Sie beim Kauf die Quittung auf! Denn nach einem Jahr ist Ihr Gold- oder Silberkauf frei von der Spekulationssteuer, d.h. Ihre Gewinne sind steuerfrei. Und Gold unterliegt nicht der Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer).

321goldundsilbershop.de: Sollten sich Anleger später einmal vom Gold trennen oder ist Gold der Wert fürs Leben? Wo sehen Sie die Alternative?

Friedrich Lange: Alles im Leben von uns Menschen hat seine Zeit. Da werde ich geradezu philosophisch.

Ich bin kein Gold-Bug, also kein „Gold-Käfer“, wie die Gold-Anhänger tituliert werden.

Gold ist für mich ein Investment auf Zeit, wie jede andere Anlage auch. Wie sagte John Maynard Keynes so treffend: „In in the long run, we´re all dead!“ (Auf lange Sicht sind wir alle tot.).

Für mich gibt es keine Investments für die Ewigkeit.

321goldundsilbershop.de: Wann sollten Anleger dann ihr Gold verkaufen? Wann sehen Sie dafür den richtigen Zeitpunkt?

Friedrich Lange: Den Kauf von Gold habe ich in den Jahren von 1999 bis 2001 und nochmals ab Herbst 2008 empfohlen und Teilgewinnmitnahmen besonders in den Jahren 2011 und 2012.

Ich werde zum Verkauf aller Positionen von Gold, Silber und Edelmetallaktien raten, sobald wir eine Übertreibungsphase erleben.

Mit einem sogenannten parabolischen Anstieg schließt jede Hausse-Phase ab. Erfahrungsgemäß werden in den letzten 20% eines Zyklus 80% der Gewinne erzielt. Dann trennen wir uns auch von allen Goldinvestments. Diese Phase liegt noch vor uns.

Teil 2 folgt am Mittwoch. Wir können Ihnen aber schon vorab verraten, dass es bei dem zweiten Teil um die Themen Gold- und Silberaktien, Lebensversicherungen, Niedrigzinspolitik, Finanzmärkte, US-Dollar und China geht. Außerdem haben wir dem Experten Kursziele für Gold und Silber entlockt, über die Sie, liebe Leserinnen und Leser, genau so staunen werden wie wir.

Folgende Angebote können Sie als unsere treuen Leserinnen und Leser wahrnehmen:

Wer über eine Testphase von 30 Tagen das Oxford Club-Communiqué oder sogar über sechs Wochen die OC Eildepesche kennenlernen möchte, kann dafür die angefügten Links nutzen. Das Angebot ist in der Schnupperphase kostenlos. Gratisgeschenk ist für jeden Anforderer dieser Dienste die oben erwähnte „Todes-Liste der 62 Edelmetall-Minenaktien“ über acht Seiten! 

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Strafzinsen, Zynismus und Tafelgeschäfte

7. November 2014 Klaus Riotte

Sie lesen richtig, liebe Leserinnen und Leser. Zum Thema Strafzinsen hat Asoka Wöhrmann, Chefanleger der Deutschen Bank, bei den Kollegen der Welt am Sonntag einige interessante Dinge zum Besten gegeben. Da das Thema schon seit geraumer Zeit durch die Medienlandschaft geistert (auch wir haben mehrmals berichtet), werden wir heute mal zusammenfassen, was aktuell Stand der Dinge ist.

Wörtlich klingt das bei dem obersten Vermögensverwalter des größten deutschen Geldhauses so:

Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen. Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein.

Zitatende.

Nach Aussage des Chefanlagestrategen der Deutschen Asset & Wealth Management werden Strafzinsen auf Konten und Sparbücher bald völlig normal sein. Dies soll sowohl Geschäfts- als auch Privatkunden betreffen. Wöhrmann verspricht sich davon einen pädagogischen Effekt.

Wir zitieren nochmal:

Dann wird hoffentlich vielen klar, dass es sich nicht lohnt, immer mehr Geld auf Sparkonten herumliegen zu lassen. Statt sich arm zu sparen, müssen wir Deutschen wieder mehr konsumieren und gleichzeitig vernünftig investieren. Das belebt die Wirtschaft – die eigene und die Wirtschaft in Europa. Sollten die Deutschen dagegen weiterhin so viel sparen, droht ein Deflationsszenario mit sinkenden Löhnen und dauerhaft negativen Zinsen.

Zitatende.

Lieber Herr Wöhrmann, für uns haben solche Aussagen aus dem Elfenbeinturm heraus nichts mit Pädagogik zu tun. Wir nennen so was einfach nur zynisch.

Dass wir uns auf Konten und Sparbüchern zu Tode sparen, ist unbestritten. Dass diese Entwicklung auch mittel- bis langfristig auf die Lebensversicherer zukommt, steht ebenfalls außer Frage. Die werden ja sogar per Gesetz gezwungen, den größten Anteil ihrer Gelder in unrentable Anleihen zu stecken.

Was uns bei dieser Diskussion aber immer wieder zu kurz kommt, ist die Phantasielosigkeit der Banken.

Es gab in diesem Land Zeiten, da sind die Kleinsparer und Kleinanleger von den Geldinstituten mit Prämien und Belohnungen umgarnt worden. Da hat sich eine ganze Branche Mühe gegeben, auch den sogenannten “kleinen Mann” mit attraktiven Spar- und Anlageprodukten zu versorgen. Alle sind sich einig, dass die Haupttriebfeder in der Welt der Finanzdienstleister mittlerweile Gier heißt. Wir haben uns damit abgefunden, dass die Höhe der Boni vor der Zufriedenheit des Kunden steht. Und wenn wirklich mal was daneben geht, schreit man eben so laut wie möglich systemrelevant, und schon kommt die Politik angelaufen und veranstaltet Krisensitzungen. Leider entspringen diese Dinge nicht der Phantasie des Autors. Sie sind seit 2008 Wahrheit geworden.

Als erstes deutsches Geldinsitut hat die Skatbank vor einigen Tagen verkündet, dass in Zukunft auf alle Guthaben ab 500.000 Euro Strafzinsen erhoben werden. In einer ersten Stellungnahme wurde noch von Guthaben ab 2 Millionen Euro gesprochen. Als Tochter der VR-Bank Altenburger Land ist dieses Institut eher regional angesiedelt. Allerdings ist sie gleichzeitig auch als Direktbank (mit entsprechendem Werbeaufwand) in ganz Deutschland zugänglich.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie werden jetzt denken, 2 Millionen, was regt der sich so auf? Das Problem liegt genau darin, dass hier eine Tür geöffnet wurde, durch die die meisten von uns (noch) nicht durch passen. Die genannte Summe ist nicht in Stein gemeißelt. In solchen Dingen ist die Finanzwelt sogar mit sehr viel Phantasie und Kreativität ausgestattet.

Sehr interessant ist auch der Blick über unsere Landesgrenzen hinaus. Als erstes Land in der Eurozone hat Spanien eine landesweite Sparersteuer rückwirkend (!) zum 1. Januar 2014 eingeführt. Davon sind alle Bankeinlagen betroffen.

Wenn jemand der Meinung ist, dass es sich bei den Beispielen um Einzelfälle handelt: bitte melden!

Die (zugegeben von uns legitimierten) Politiker haben dafür gesorgt, dass Banken sich weltweit Geld zum Nulltarif besorgen können. Da ist man dann eben auf Kundengelder nicht mehr angewiesen.

Welche Möglichkeiten gibt es noch, dem entgegen zu steuern?

Sie sollten überlegen, einen Teil Ihres Vermögens in physisches Gold und Silber zu investieren. Gold ist seit 5000 Jahren ein weltweit anerkanntes Zahlungsmittel. Man muss kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass das auch die nächsten 5000 Jahre Bestand haben wird. Derzeit erlaubt der Gesetzgeber noch Tafelgeschäfte bis 15.000 Euro. Sie sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen. Sie sind herzlich eingeladen, sich bei uns oder in einer unseren Filialen in Ihrer Nähe zu informieren. Wir haben auch in unserem Online-Shop alles Wissenswerte für Sie zusammen gestellt. Dort können Sie auch online bequem von zu Hause aus einkaufen.

Zögern Sie nicht, uns zu fragen. Wir bemühen uns, alle Ihre Fragen zu beantworten, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

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