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Frankfurt brennt, oder die EZB lädt ein und viele gehen hin.

20. März 2015 Klaus Riotte

Frankfurt brennt … und die EZB hat eingeladen?. Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, die Metropole am Main steht noch und auch die EZB hat den vergangenen Mittwoch heil überstanden. An dem Tag fand die offizielle Einweihung des neuen Bankenturms in Frankfurt am Main statt. Und dann ist das passiert, was wir alle schon zu Hause erlebt haben. Sie schmeißen eine Party, das macht irgendwie die Runde, und plötzlich haben Sie jede Menge Leute in Ihrer Bude, von denen Sie die meisten nicht kennen. Das wundert nicht, denn die wurden nie eingeladen. Die kamen einfach so. Und genau das ist eben auch der EZB passiert. Und wie das mit ungeladenen Gästen manchmal so ist, einige haben sich ganz schön daneben benommen.

Am Mittwoch wurde in Frankfurt am Main, genauer gesagt im Stadtteil Ostend, das neue EZB-Gebäude offiziell eingeweiht. Am Rande dieser Veranstaltung, auf deren Gästeliste nur 100 Personen standen, kam es zu massiven Ausschreitungen, wie sie die Hessenmetropole schon lange nicht mehr erlebt hat. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Stadt eines der Zentren war, in denen Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die radikale Studentenbewegung ihren Anfang nahm. Es wurden Autos angezündet (darunter auch diverse Einsatzfahrzeuge der Polizei), Steine geworfen und brennende Barrikaden errichtet. Feuerwehr und Notdienste wurden teilweise massiv daran gehindert, ihre Arbeit zu tun. In den Morgenstunden fand sogar der Versuch statt, eine Polizeiwache zu stürmen. Anwohner und Augenzeugen schilderten die Situation im Nachhinein als “bürgerkriegsähnlich”. Laut Polizei wurden hunderte Menschen verletzt und es gab viele Festnahmen. Nicht vergessen sollte man in dem Zusammenhang aber auch die offizielle Kundgebung am Nachmittag mit 17.000 Menschen, die weitgehend friedlich verlief. Auch nachts blieb es ruhig.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse können Sie hier sehen.

Die Frankfurter Polizei hat ein Video veröffentlicht, auf dem die versuchte Stürmung einer Polizeiwache zu sehen ist.

Eine besondere “Perle” haben wir in den Tiefen des Internet gefunden. Die Doku stammt vom öffentlich-rechtlichen Hessischen Rundfunk. Dort wird uns in etwas über 40 Minuten die EZB und ihre Zinspolitik auf unterhaltsame und spannende Weise näher gebracht. Ein, wie wir finden, absolutes Muss für alle, die bei dem Thema mitreden wollen.

Was hat das nun bitteschön mit der EZB zu tun?

Wenn man die Meinung der schreibenden Kollegen zusammen fasst, eigentlich nichts. Die Damen und Herren vom Boulevard und den konservativen Blättern schwadronieren mal wieder vom linksradikalen Mob (wobei niemand die anreisenden Krawallmacher nach Ihrer Gesinnung gefragt hat) und die linke Presse findet die Demonstation natürlich gut, aber bitte nicht mit Gewalt.

Gewalt ist eine Facette des menschlichen Wesens, das wohl schon der Erste unserer Spezies in sich getragen hat. Gewalt ist kein linkes oder rechtes Problem, sondern betrifft die ganze Gesellschaft – und auch den Staat. Der hat sich nämlich das Gewaltmonopol in die Verfassung schreiben lassen. Der bewaffnet Polizisten und schickt sie in unsere Straßen, der bildet Soldaten aus und schickt sie in fremde Länder.

Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, wir werden diese Diskussion hier nicht weiter führen. Alleine schon deshalb, weil ein Blog-Beitrag mit etwa 800 Wörtern dafür viel zu kurz ist. Dieser Erörterung sollten sich Gesellschaft und Staat (also eigentlich wir alle) endlich umfassend stellen. Die Ereignisse vom Mittwoch werden sowohl den Bundestag als auch den hessischen Landtag sowie den Stadtrat der Mainmetropole beschäftigen. Ob dabei etwas rauskommt, werden wir sehen.

Abschließend zu diesem Thema noch ein Satz des großen Dramatikers Kurt Tucholsky: “Wenn mir einer den Schädel einschlägt, ist es mir egal, ob er Kommunist oder Republikaner ist.

Der Ball liegt nun bei der EZB!

Die EZB ist von keinem EU-Einwohner gewählt und von keinem Parlament jemals (explizit) ratifiziert worden. Daher untersteht dieses Institut auch keiner parlamentatischen (oder sonstigen) Kontrolle. Das hat zum Beispiel auch unser Bundesverfassungsgricht in Karlsruhe ohne Einschränkung bestätigt. Die EZB ist kein Teil deutscher Staatsgewalt (und somit auch nicht im Fokus unserer Parlamente und Kontrollinstanzen). Stattdessen ist sie seit 1993 ein europäisches Organ. Die Rechtsgrundlage wurde in dem Vertrag von Maastrich festgeschrieben. Dort steht (auf besonderen Wunsch der damaligen deutschen Bundesregierung), dass die Euro-Bank unabhängig ist. Die einzige Instanz, die über die Befugnisse und Kompetenzen der Europäischen Zentralbank wacht, sitzt in Luxemburg: der Europäische Gerichtshof (EuGH). Der entscheidet alleine über die Einhaltung der EU-Verträge. Allerdings sind die Hürden recht hoch und die Verfahrensdauer recht lange.

In diesem Umfeld, das ist zumindest unsere persönliche Meinung, hat gerade die EZB die Verantwortung und auch die Pflicht, besonders sorgfältig mit dieser privilegierten Stellung umzugehen. Das soll in der Praxis bedeuten, immer wieder erklären, erklären, erklären und ein überaus hohes Maß an Transparenz an den Tag legen. Wenn das der EZB nicht schnell gelingt, wird der 18. März 2015 in Frankfurt kein Ausnahmefall sein, sondern zur Regel werden. 

Herr Draghi, erklären Sie uns, was Sie da tun, warum Sie es tun und weisen Sie uns auch darauf hin, was auf uns zukommt und was die Alternativen sind. Es sind schließlich (auch) unsere Steuergelder, die Ihre Bank am Leben erhalten. Und wir sind auch die Ersten, die die Konsequenzen Ihres Handeln spüren werden. 

In dem Sinne, meine lieben Leserinnen und Leser, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche und angenehme Arbeitswoche.

PS: Falls Sie trotz Euro-Krise und EZB-Politik noch ein wenig Geld übrig haben, das Sie gerne auf lange Sicht stabilisieren möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich in unserem Online-Shop umzusehen oder uns direkt an einem unseren Standorte in Ihrer Nähe zu besuchen. Wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die Zeit, die Sie brauchen.

 

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Wie die Großen so die Kleinen?

18. März 2015 Klaus Riotte

Jeden Freitag veröffentlicht die US-Aufsichtsbehörde CFTC (U.S. Commodity Futures Trading Commission) ihren wöchentlichen Report “Commitments of Traders”. Laut Analysten geht der Optimismus bei den Großspekulanten in den Keller, wogegen kleine und mittlere Anleger die Lage auf dem Goldmarkt eher positiv sehen. Diese Diskrepanz macht neugierig. Daher haben wir beschlossen, uns die Zahlen mal etwas genauer anzusehen. Außerdem berichten wir über den Beginn der EZB-Geldschwemme.

Lag die Zahl der offenen Kontrakte, sogenannte Open Interests, in der Vorwoche noch bei 405.124, so stieg die Zahl in der Woche zum 10. März 2015 auf 410.124 an. Experten deuten diesen Anstieg als Signal, dass das Interesse an Gold-Futures steigt. Daneben gibt es noch die Kennzahl Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung).  Diese Positionen haben sich sowohl bei den großen, als auch bei den kleinen und mittleren Anlegern um 27,6 Prozent (von 123.387 auf 89.342 Kontrakte). Es fiel bei der Auswertung der Zahlen auf, dass hier die Großspekulanten (Non-Commercials) besonders stark involviert sind, was auf eine wachsende Skepsis in diesem Marktsegment hinweist.  Bei den Kleinspekulaten (Non-Reportables) fiel das Minus mit 1,5 Prozent deutlich geringer aus.

Die Geldschwemme, die die EZB (Europäische Zentralbank) jetzt losgetreten hat (wir berichteten mehrmals), kam an den Edelmetallmärkten bisher noch nicht an. Das Wochensicht ist Gold bei 1.159 US-Dollar gelandet. Die Notenbank der USA (FED) wird ab Mittwoch wieder einige wichtige Statements abgeben. Es ist davon auszugehen, dass sich das, je nach Inhalt, ebenfalls direkt auf den Goldpreis auswirken wird. Positive Nachrichten kommen dagegen aus China. Die Shanghai Gold Exchange meldet signifikante Umsatzzuwächse bei dem glänzenden Edelmetall. So stieg der Wochenumsatz bei den Ein-Kilogramm-Barren um über 40 Prozent (letzter Stand: 182.142 Kilogramm).

Derweil hat die EZB ihre Ankündigungen wahr gemacht und diese Woche begonnen, die Geld-Druck-Maschinen an zu werfen.

Von dieser Woche an wird die EZB ein Programm durchziehen, das bis September 2016 laufen soll. In der Zeit will die Zentralbank etwa 1,1 Billionen Euro für Vermögenswerte ausgeben. Es handelt sich dabei überwiegend um Staatsanleihen und “andere Wertpapiere”. Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun denken, ist doch toll, die EZB hat Geld da liegen und investiert, sind Sie leider auf dem falschen Dampfer. Das Geld muss nämlich erst noch gedruckt werden. Was das konkret bedeutet und warum diese Entscheidung alles andere als glücklich ist, erfahren Sie in unserem nächsten Blog-Beitrag, der bereits an diesem Freitag erscheinen wird.

Bis dahin, liebe Leserinnen und Leser, angenehme und erfolgreiche Tage. Falls Sie in Frankfurt am Main wohnen, bitte heute die Innenstadt und das Ostend meiden. Auch dazu am Freitag ein ausführlicher Bericht.

Falls Sie zwischenzeitlich mal wieder Ihr hart verdientes Geld etwas stabilisieren wollen, finden Sie uns online oder vor Ort in einer Filiale in Ihrer Nähe.

 

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Peter Boehringer: Holt unser Gold heim

9. März 2015 Klaus Riotte

Peter Boehringer gehört zu den Gründungsmitgliedern der “Holt unser Gold heim”-Initiative und legt nun ein Sachbuch vor, in dem er unter anderem seine Erfahrungen mit der Kampagne chronologisch schildert. Warum Sie dieses Werk unbedingt lesen sollten, erfahren Sie hier bei uns.

Der Autor

Peter Boehringer gehört zu den meistgelesenen Autoren in der deutschsprachigen Goldszene. 2003 gründete der Diplom-Kaufmann und Diplom-Informatiker die PBVV Vermögensberatung in München Darüber hinaus ist er Vorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V. und Mitglied der Friedrich-A.-von-Hayek-Gesellschaft. 2013 war er Preisträger der Robert-Baader-Auszeichnung. Er hat für mehrere internationale Unternehmen, unter anderem Booz & Co. Inc., Technologieholding GmbH, 3i Plc, European Telecom Holding AG, gearbeitet.

Das Thema

Seit über 60 Jahren lagert das Gold der Deutschen größtenteils im Ausland. Bis vor fünf Jahren wurde das Thema in der Öffentlichkeit eher stiefmütterlich bis desinteressiert behandelt. Dann aber wurde von einem engagierten Bürger die Seite “Holt unser Gold heim” auf Facebook gegründet. Etwa gleichzeitig hat sich ein Unterstützerkreis um den Publizisten Peter Boehringer der Sache angenommen. Seitdem ist das Thema soweit in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, dass sogar Bundesregierung und Bundesbank das Thema ernst nehmen. Es sind immerhin schon einige Rückholaktionen (wir berichteten mehrfach)  durchgeführt worden. Ob diese nur als Alibi dienen, oder der Startschuss zur kompletten Repatriierung sind, wird die Zukunft zeigen.

Da dieses Thema schon immer wichtig war und nun auch im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit angekommen ist, haben wir am Ende dieses Blog-Beitrags nochmals alle relevanten und interessanten Links für Sie, liebe Leserinnen und Leser, zusammen gefasst.

Was darf der Leser erwarten?

Hier lassen wir einfach den Autor persönlich zu Wort kommen (Auszug aus dem Vorwort des Verfassers):

Das vorliegende Buch behandelt drei Aspekte einer nur auf den ersten Blick „engen“ Thematik: Es ist erstens ein dokumentarisches Werk zur inzwischen durch unsere beharrliche Arbeit nicht mehr völlig intransparenten Geschichte des deutschen Staatsgolds von 1945 bis heute, 2015. Es ist zweitens mein persönlicher Rechenschaftsbericht unserer überparteilichen, unabhängigen und öffentlichen Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim!“ in ihrem nunmehr fünften Jahr. Und es ist drittens eine leider weiterhin notwendige Kampfschrift für die aus nationalökonomischen, juristischen, bilanziellen, geldtheoretischen, staatsrechtlichen, macht- und finanzpolitischen, geopolitischen und inzwischen auch sehr praktischen und dringlichen Gründen erforderliche Heimholung des globalen Staatsgolds. Zügig und vollständig – nach Deutschland ebenso wie in die anderen Länder, die im Ausland Gold gelagert haben.

An dieser Stelle möchte die Redaktion Herrn Peter Boehringer danken, dass wir aus dem Vorwort zitieren durften.

Das Buch ist in fünf Blöcke unterteilt:

I. Warum ist real existierendes Staatsgold so wichtig?

II. Geschichte 1951 bis 1999: Wo war das Gold?

III. Gegenwart seit 2011: die Bürgerinitiative “Holt unser Gold heim”.

IV. Internationale Gold-Initiativen

V. Einwände und Widerstand gegen die Bürgerinitiative

Gerade der dritte Teil wird sehr spannend werden, da Boehringer uns dort chronologisch an seinen Erfahrungen mit der Bürgerinitiative teilhaben lässt.

Link-Liste

Hier kann das Sachbuch “Holt unser Gold heim” von Peter Boehringer vorbestellt werden

Peter Boehringer auf goldseiten.de

Startseite der Initiative “Holt unser Gold heim”

Facebook-Seite “Holt unser Gold heim”

Die offizielle Seite der Deutschen Edelmetall Gesellschaft

 

 

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt …

2. März 2015 Klaus Riotte

Der Titel soll Ihnen keine Angst machen, liebe Leserinnen und Leser, aber wir sind bei unserer wöchentlichen Recherche-Tour auf einige Wettbewerber gestoßen, die ein äußerst seltsames Geschäftsmodell unter die Leute bringen. Im schlimmsten Fall kann die Überschrift Realität werden.

Einige unserer Wettbewerber sind dazu übergegangen, ihren Kunden Zinsgeschäfte auf Edelmetalle anzubieten. Das klingt zunächst mal recht attraktiv, wird doch damit das immer wieder vorgebrachte Argument entkräftet: Gold bringt doch keine Rendite!

Aus der Nähe betrachtet sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, aber vorsichtig sein!

Der Deal sieht in der Regel folgendermaßen aus: Die Kunden überlassen dem Händler ihre Goldprodukte als Sachdarlehn und erhalten im Gegenzug pro Jahr 4 Prozent Zinsen. Versprochen wird ein zusätzlicher Ertrag neben der Wertentwicklung und eine sichere Lagerung der überlassenen Produkte (Goldmünzen und Goldbarren).

Einen Absatz weiter offenbart der Händler seine wahren Motive. Er teilt dem potentiellen Kunden mit, dass das Leihen von Gold finanziell für ihn attraktiver ist, als die Kreditaufnahme bei einer Bank.

Kleiner Exkurs in Sachen Kreditgeschäfte

Sie brauchen 8.000 Euro, gehen zur Bank Ihres Vertrauens und beantragen einen Kredit. Die Bank prüft Ihre Bonität und fragt nach Sicherheiten. Sie ziehen einen 250-Gramm-Goldbarren aus der Hosentasche und die Sache dürfte sich soweit erledigt haben. Der ist aktuell schließlich mehr wert.

Merken Sie, worauf wir hinaus wollen?

In dem Fall lagert Ihr Goldbarren nicht mehr bei Ihnen zu Hause sondern geht bis zur endgültigen Erledigung des Darlehns in den Besitz der Bank über.

Ab jetzt können wir nur noch Fragen stellen

Wie wird die Bank wohl reagieren, wenn Sie wahrheitsgemäß antworten, dass das Gold Ihnen gar nicht gehört sondern nur auf Zinsbasis geliehen ist?

Wie nennt man den Straftatbestand, wenn Sie gegenüber der Bank dieses Detail verschweigen?

Was geschieht mit Ihrem Gold, wenn der Händler insolvent wird?

Was geschieht mit Ihrem Gold, wenn die Firma, die mit der Lagerung des Goldes beauftragt wurde, insolvent wird?

Bekommen Sie nach Ablauf des Geschäfts auch wieder IHR Gold zurück?

Was passiert, wenn Sie kurzfristig verkaufen müssen?

In der Regel tauschen Sie Ihr Papiergeld in Gold ein, weil Sie sich davon eine Stabilisierung Ihres Vermögens versprechen. Direkt danach geben Sie dieses stabile Produkt wieder ab und lassen sich dafür in Papiergeld (von dem Sie sich ja eigentlich trennen wollten) bezahlen. Wie sinnvoll ist dieses Verhalten?

Wenn bei einem Geschäft die Chance auf Totalverlust besteht, spricht man von einer High-Risk-Investition. Finden Sie einen Zinssatz von 4 Prozent in einem solchen Fall angemessen?

Ein Hinweis in eigener Sache

Wir wollen hier kein Kollegen-Bashing betreiben. Wir wollen Ihnen mit diesem Beitrag lediglich den Status Quo beschreiben. Wie die Sache steuerlich und rechtlich aussieht, wollen wir hier auch nicht kommentieren. Wir legen Ihnen lediglich nahe, einfach mal die Fragen für sich zu beantworten. Falls Ihnen solche Geschäfte angeboten werden, erinnern Sie sich an diesen Artikel und seine Fragen, hören Sie auch mal auf Ihren Bauch und denken Sie daran, dass einige Anbieter solcher Aktionen bereits insolvent sind.

Beispiel gefällig?

Bitte nachlesen!

Falls Sie nun doch noch denken sollten, das wir Ihnen hier einen verfrühten Aprilscherz auftischen, geben Sie bei Google doch einfach mal den Suchbegriff “Gold Leihe Zinsen” ein. Sie werden staunen, versprochen!

Unser Versprechen an Sie!

Wir werden auch in Zukunft unsere komplette Energie und Kreativität dazu nutzen, Ihnen wie bisher beste Produkte zu guten Preisen anzubieten. Das Gold (und Silber), das Sie bei uns kaufen, dürfen Sie auch behalten. In dem Sinne, schauen Sie doch mal online bei uns im Shop vorbei oder besuchen Sie uns persönlich in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Ihnen.

Ansonsten, liebe Leserinnen und Leser, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

Bleiben Sie uns treu und gewogen.

 

 

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HSBC und kein Ende

23. Februar 2015 Klaus Riotte

Anfang des Monats berichteten wir über den Ex-HSBC-Mitarbeiter Hervé Falciani, weil er sich der Allgemeinheit gegenüber vorbildlich verhalten hat, wissentlich, dass seine Existenzgrundlage als Banker damit zu Ende ging. Nun müssen wir schon wieder über diese Bank berichten, liebe Leserinnen und Leser. Diesmal ist das Thema aber nicht so erfreulich. Es geht um ein Datenleck, einen Topmanager und dubiose Zahlungen aus Panama.

Stuart Gulliver, seines Zeichens Chef der HSBC, gehört auch in seiner Branche und Gewichtsklasse zu den Großverdienern. 2012 überwies die Bank ihrem Vorsitzenden 12,9 Millionen US-Dollar. Im gleichen Jahr musste der Top-Manager kleinlaut vor der Weltöffentlichkeit zugeben, dass man große Fehler gemacht habe und sich dafür entschuldigen wolle. Das Institut geriet in den Fokus einer US-Behörde, deren Ermittler sich vorwiegend um das Thema Geldwäsche kümmern. Die US-Justiz stellte ein anhängiges Verfahren gegen eine Einmalzahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar ein. Der Vorwurf lautete damals Beihilfe zur Geldwäsche und Terrorfinanzierung.

So weit so gut?

Leider nein, denn aktuell wird Gulliver mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Da kommt wiederum unser Freund Hervé Falciani ins Spiel. Nach Auswertung der Unterlagen, die er 2008 der HSBC entwendet und französischen Ermittlungsbehörden übergeben hat, kamen nun neue Details ans Licht.

Und diesmal geht es um eines der Privatkonten von Stuart Gulliver!

Die Dokumente belegen eindeutig, dass Gulliver Nutznießer eines Schweizer HSBC-Kontos einer dubiosen Firma aus Panama war. Die Kollegen des Londoner Guardian ermittelten, dass über dieses Konto bis 2003 jährliche Bonuszahlungen an Gulliver direkt überwiesen wurden. Ende 2007 soll der Kontostand 7,6 Millionen Pfund betragen haben.  Auf Anfrage des Guardian gaben die Anwälte des britischen Bankers folgende Stellungnahme ab: “Unser Mandant hat damals ein Konto bei der Schweizer HSBC eröffnet, um seine Bonuszahlungen vor den Kollegen aus Hongkong geheim zu halten.”

Warum für das Konto in Panama eine Firma gegründet wurde, wollten die Rechtsbeistände nicht kommentieren. Der Hauptsitz der HSBC ist in London. Dort arbeitet Gulliver derzeit auch. Dennoch hat er offiziell seinen Wohnsitz in Hongkong.

Die daraus resultierenden Steuervorteile lassen wir einfach mal unkommentiert. Auch dass die britische Großbank bis  vor kurzem noch Steuerhinterziehern, Kriminellen und sogar Personen, die den internationalen Terrorismus finanziell am Leben halten, den reibungslosen Ablauf ihrer Finanztransaktionen ermöglichte, möchten wir nicht mehr näher ausführen.

Wir sind der Meinung, dass wir alle endlich mal über das System nachdenken sollten!

Wir haben es doch in der Vergangenheit oft genug erlebt. Durch Fehlverhalten einzelner Personen oder Personengruppen geraten Finanzinstitute in Schieflage. Dann stellt man sich reumütig hin, faselt irgendwas von systemischen Problemen und erklärt sich selbst für systemrelevant. Danach kommt sofort die Politik angelaufen und bietet Rettungsprogramme an, die von uns Steuerzahlern finanziert werden dürfen, ohne dass uns jemals mal jemand danach gefragt hätte. Wenn aber die fetten Gewinne sprudeln, werden alle legalen (und manchmal auch illegalen) Register gezogen, um der Allgemeinheit so wenig wie möglich zurück zu geben. Die Manager bleiben unbehelligt, die Boni fließen weiter.

Wann endlich wird die Politik einsehen, dass für Banker und Banken genau die gleichen Regeln gelten, an die sich jeder Arbeitnehmer und jedes Unternehmen halten muss: Für eigenes Handeln ist jeder selbst verantwortlich. Für eigene Fehler muss man die Konsequenzen tragen.

Wann endlich hören wir auf, dieser Branche das (nirgendwo als Gesetz geschriebene) Recht einzuräumen, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren.

Es wird Zeit, umzudenken!

In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, einen angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

PS: Wir möchten Sie noch daran erinnern, dass immer mehr Anlage-Experten derzeit zum Kauf von Edelmetallen (insbesondere Gold und Silber) raten. Schauen Sie sich doch einfach mal in unserem Online-Shop um. Falls Sie anonym kaufen wollen, können Sie sich bei uns in Schweinfurt oder in einer unserer Filialen in Ihrer Nähe informieren.  Wir helfen Ihnen gerne und freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch.

 

 

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GREXIT und die Folgen

16. Februar 2015 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser, heute, am Rosenmontag, wollen auch wir die Dinge mal nicht so verbissen sehen. Dieses Thema treibt uns ja schon so lange vor sich her. Wir haben uns mal überlegt, was wirklich passiert, wenn unsere hellenischen Freunde den gemeinsamen Euro verlassen.

Experten jedweder Couleur geben seit geraumer Zeit ihre Kommentare zu dem Thema “Griechenland verlässt den Euro” (GREXIT) ab. Dabei richtet sich der Standpunkt oftmals auch nach politischen oder anderweitigen Vorlieben.

Wir wollen hier mal versuchen, die Sache so neutral wie möglich zu analysieren.

Die Fakten

Derzeit drehen die Euro-Finanzminister und ihre Regierungschefs wieder eine Runde nach der anderen in der Frage: Wie soll es mit Griechenland nach der Wahl weiter gehen (Anmerkung der Redaktion: die Griechen haben weitestgehend linksaußen gewählt und werden nun von einem Links-Rechts-Experiment regiert). Die Griechen heben derzeit Tag für Tag mehrere 100 Millionen Euro bei ihren Banken ab. Dabei sind zwei Muster zu erkennen: Flucht in Gold oder ab unter die Matratze mit dem Baren. Wir können hier nur noch über die Mittelklasse abwärts spekulieren, denn die wirklich Reichen haben das Land (beziehungsweise ihr Geld hat es) schon längst verlassen.

Was passiert, wenn Griechenland wirklich die Euro-Zone verlässt?

Das Geld wird zwangsweise von Euro in eine andere Währung (nennen wir sie mal Drachmen) umgetauscht. Bei Bankguthaben ist das kein Problem, das geht auch in Griechenland per Knopfdruck. Neue Geldscheine und Münzen werden wohl nicht so schnell verfügbar sein (obwohl es auch Experten gibt, die sich sogar soweit entblöden und behaupten, dass die griechische Regierung Milliarden Drachmen in Scheinen und Umlaufmünzen gebunkert hat). Am realistischsten erscheint noch die Variante, dass alle Euro-Scheine per Stempelaufdruck in eine neue Währung transformiert werden.

Schlaue Frage am Rande: was geschieht mit denen, die vorher noch ungestempelte Euro (siehe weiter oben, Stichwort Matratze) in Sicherheit gebracht haben? Gute Frage, einfache Antwort: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben alles richtig gemacht! Es sei denn, die Links-Rechts-Kombo beschließt per Regierungsdekret, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt alle Euro, ob mit oder ohne Stempel, umlauftechnisch als gestempelt gelten. Keine Angst, wir werden diesen Blog-Beitrag nicht ins Bodenlose führen, in dem wir jetzt fragen, wie mit Touristen in dem Moment zu verfahren sei. Das soll sich bitte die griechische Regierung überlegen.

Was geschieht in diesem Fall mit den griechischen Auslandsschulden?

Nominal? Bleiben sie natürlich bestehen.

Faktisch? Wird die Regierung sie nicht mehr bedienen oder im besten Fall in die neue Währung konvergieren und die nächsten Jahre alle verfügbaren Druckmaschinen an werfen.

Kollateralschaden? Wenn Portugiesen und Spanier merken, dass die Griechen damit durchkommen … den Rest überlassen wir Ihrer Phantasie, liebe Leserinnen und Leser. Genau wie die Themen: Was passiert mit Italien und Frankreich? Was wird die EZB tun? Was passiert mit den ganzen Kreditderivaten, die in diesem Zusammenhang fällig werden?

Was geschieht mit uns?

Wir alle zahlen die Zeche, was denn sonst?

Fazit:

Was wir hier geschrieben haben, liebe Leserinnen und Leser, ist natürlich eine Rosenmontags-Posse, die alles recht grob verdichtet. Was wir allerdings beim Schreiben gelernt haben: Das Problem GREXIT hat viele Facetten, gründliches Nachdenken ist erforderlich und wer so mir nichts dir nichts dahersagt, sollen sie doch gehen, die Griechen, wird sehr wahrscheinlich sein blaues Wunder erleben.

In dem Sinne …

wünschen wir den Finanzministern und Regierungschefs der Euro-Zone starke Nerven, analytische Fähigkeiten und eine tiefgreifende Abneigung gegen Populismus jeder Art.

Helau!

PS: ein Hinweis noch in eigener Sache, unser Online-Shop ist jeden Tag 24 Stunden geöffnet und da unserer Meinung nach Tafelgeschäfte derzeit dringender denn je sind, haben wir vor Ort auch über die Tage für Sie offen. Kommen Sie doch einfach mal vorbei und lassen Sie sich informieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

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Respekt, Hervé Falciani!

9. Februar 2015 Klaus Riotte

Wir haben bei unseren täglichen Recherchen eine Meldung gefunden, die wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht vorenthalten möchten. Es geht mal wieder um das beliebte Thema Banken. Wir lehnen generelles Banken-Bashing ab, aber dieser Fall ist dermaßen brisant, dass wir um eine Berichterstattung nicht umhin kommen.

Die Vorgeschichte

Wir möchten nochmal an das Jahr 2008 erinnern. Damals verschwand der Mitarbeiter der Großbank HSBC, Hervé Falciani,  mit 130.000 Kundendaten. Die Dokumente übergab er französischen Fahndern. SZ (Süddeutsche Zeitung), NDR und WDR haben in langwieriger und mühevoller Kleinarbeit einen Teil der Dokumente ausgewertet. Die Daten lassen den Schluss zu, dass die Bank in der Schweiz Schwarzgeld in Milliardenhöhe gehortet hat.

Vor drei Jahren wurde die HSBC von den USA der Geldwäsche und Terrorfinanzierung beschuldigt und konnte sich mit einer Einmalzahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar von dem Vorwurf frei kaufen.

Nun werden neue Vorwürfe erhoben

Nach intensiven Recherchen der Süddeutschen Zeitung sowie den beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten NDR und WDR sollen bei einer Schweizer Tochter des Geldinstituts Steuerhinterzieher und andere Kriminelle Beträge in Milliardenhöhe gebunkert haben.

Die jetzt ausgewerteten Daten lassen den Schluss zu, dass die Bank sich nicht mehr so einfach damit raus reden kann, man könne ja nicht jeden Kunden detailliert durchleuchten. Es geht aus dem Material klar hervor, dass Mitarbeiter der Bank Ihren Kunden bei der Verschleierung der Geldanlage in beträchtlichem Umfang behilflich waren.

Besonders brisant sind die Namen der Kunden

Die Journalisten der beteiligten Redaktionen sind auf die Namen von etwa 100.000 Einzelpersonen aus über 200 Ländern gestoßen. Es konnten direkte Verbindungen zu Verwandten von bekannten Autokraten aus Syrien, Ägypten und China hergestellt werden. Außerdem fanden sich auch viele Personen in den Listen wieder, die ihr Geld mutmaßlich mit dem Verschieben von Blutdiamanten und illegalen Waffen erwirtschaftet haben. Auch den Behörden bekannte Finanziers des internationalen Terrorismus darf die Bank zu ihren Kunden zählen.

Wir reden leider nicht über Kleckerbeträge. So sollen sich im Jahr 2007 etwa 75 Milliarden Euro auf Konten der Niederlassung in Genf befunden haben. Bisher haben Finanzbehörden aus Deutschland und elf weiteren Staaten dank der Unterlagen Straf- und Steuerzahlungen von mehr als einer Milliarde Euro generieren können.

Was sagt die HSBC zu dem Vorfall?

In einem Gespräch mit der SZ räumte ein Sprecher der Bank Kontrollversagen in der Vergangenheit ein. Man habe in der Schweiz wohl zu viele Hochrisiko-Konten geführt. Weiterhin wurde bestätigt, dass man sich von allen steuerlich problematischen Kunden getrennt habe.

Was ist eigentlich aus dem Datenbeschaffer Hervé Falciani geworden?

Immerhin wurden mit seinem entwendeten Datenbestand Hunderte Steuerbetrüger enttarnt. Ende 2008 setzte er sich mit den Daten von 130.000 Kunden nach Frankreich ab. Der Mann wurde massiv bedroht. Wenn man sich die Liste der Namen und ihre mutmaßlichen Geschäftstätigkeiten ansieht, wundert es nicht wirklich. 2012 entschied er für sich, dass der sicherste Ort für ihn der staatliche Strafvollzug sei. Er stellt sich in Spanien den behörden. Die Schweiz stellte sofort einen Auslierferungsantrag. Die spanische Justiz verweigerte dieses Ansinnen. 2013 kehrte der Italo-Franzose nach Frankreich zurück, wo er seitdem unter Polizeischutz steht.

Den Kollegen des Spiegel ist es gelungen, 2013 ein Gespräch mit Hervé Falciani zu führen.

Für uns ist dieser Mann ein Held. Er hat gewusst, welche Klientel seine Bank betreut und sich trotzdem zu diesem mutigen Schritt durch gerungen. Die Bank wird leider, wie in der Vergangenheit schon oft geschehen, mit einer mehr oder weniger erträglichen Strafzahlung (wenn überhaupt) davon kommen. Der Mann, der diese Lawine ins Rollen brachte, wird wohl nie mehr das Leben führen können, das er mal geführt hat.

Leider ist der Mann kein Einzelschicksal. Wann werden wir endlich aufhören, die Wirkung zu bekämpfen und stattdessen die Ursache angehen?

Ein Hinweis noch in eigener Sache: Seit tausenden von Jahren lohnt sich der Erwerb von Gold und Silber. Sie können in unserem Online-Shop oder bei uns vor Ort oder in unseren Filialen im Rahmen eines Tafelgeschäfts anonym kaufen.

 

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Ein wenig Geschichtsunterricht gefällig?

2. Februar 2015 Klaus Riotte

Ja, liebe Leserinnen und Leser, die Überschrift stimmt. Wir werden Sie heute in das 20. Jahrhundert, genau genommen in das Jahr 1942 entführen. Warum? Lesen Sie weiter.

Griechenland, besser gesagt seine Regierung, hat sich wohl etwas im Archiv umgesehen und ist dabei auf einen Vorgang aus dem Jahr 1942 gestoßen. In dem Kriegsjahr vergab die griechische Nationalbank eine Anleihe an das Deutsche Reich. Wert damals: 476 Millionen Reichsmark. Wert heute? Man könnte sagen, irgendwo zwischen 8,25 Milliarden Euro (laut Schätzung des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages) und 11 Milliarden Euro (von dem Wert geht die griechische Regierung aus). Pikant? Zugegeben, die Sache liegt schon ein paar Jahre zurück, aber beide Parteien sind sich einig, dass das Geld nie zurück gezahlt wurde.

Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Wie wir alle wissen, ist die derzeitige griechische Regierung etwas klamm. Also ist man bei dem Versuch, noch irgendwo Bares zu finden, auf diesen vermeintlichen Schatz gestoßen. Zum einen sind 11 Milliarden Euro eben 11 Milliarden Euro. Zum Anderen ist die derzeitige Regierung von Amtschef Alexis Tsipras ist nicht zuletzt wegen vieler Versprechen, vor allem an die kleinen und mittleren Bevölkerungskreise, an die Macht gekommen. Die Klientel wartet nun gespannt auf die Verteilung dieser (Wahl-)Geschenke. Und Geschenke kosten eben Geld. Außerdem hat sich die hellenische Bevölkerung bei dem Gedanken an die Themen Reformen und Sparen in der Vergangenheit recht renitent verhalten, was durchaus nachvollziehbar erscheint, da die Reichen bisher weitestgehend geschont wurden.

Polemik, meinen Sie jetzt, liebe Leserinnen und Leser?

Mitnichten, meine Lieben, hier nur ein Beispiel von vielen. Bisher hat es noch keine griechische Regierung geschafft, die milliardenschweren Reeder zur Kasse zu bitten. Die sind nämlich schlicht und ergreifend von der Steuer befreit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt

Da man in Griechenland (warum auch immer) Angela Merkel zum Hauptfeind erklärt hat, wäre dies zudem eine nette Gelegenheit, unserer Bundeskanzlerin eins auszuwischen.

Die deutsche Bundesregierung sieht das natürlich ganz anders.

Sie steht auf dem Standpunkt, dass mit Inkrafttreten des Zwei-Plus-Vier-Vertrages 1990 alle Ansprüche auf Kriegsreparationen abgegolten oder erloschen sind.

Fazit?

Die Sache ist schon etwas unappetitlich, zumal die Rechtslage nicht eindeutig ist. Außerdem wird der Vorstoß der neuen griechischen Regierung die Historiker auf den Plan rufen, da es gerade bei dem Thema noch einiges zu entdecken gibt. Was langfristig passiert, wissen wir auch nicht. Aber kurz- oder mittelfristig wird die Bundesregierung nicht klein beigeben, so dass die Aktion des Wahlgewinners Tsipras wohl nur eine mediale Aufmerksamkeit erreichen wird. Seine Löcher wird Griechenland wohl oder übel anders stopfen müssen.

Wir werden, wie Sie das gewohnt sind, liebe Leserinnen und Leser, auch bei dem Thema am Ball bleiben und berichten, sobald es etwas Neues gibt.

Bis dahin legen wir Ihnen noch einen Tipp in eigener Sache ans Herz.

Sollten Sie in diesen unsicheren Zeiten (Negativzinsen, Guthaben-Strafzinsen, Eurokrise …) etwas für die Stabilität Ihres Vermögens tun wollen, sollten Sie sich einmal in Ruhe in unserem Online-Shop 321goldundsilbershop.de umsehen. Falls Sie lieber anonym im Rahmen  eines Tafelgeschäfts direkt bei uns kaufen wollen, haben wir ebenfalls alles Wichtige an Informationen zusammen getragen.

In dem Sinne, Ihr Lieben, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche und bis zum nächsten Mal.

 

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Griechenland hat gewählt

26. Januar 2015 Klaus Riotte

Die nationale und internationale Presse ist sich einig: Griechenland hat gewählt und ein ganz klares Votum gegen Frau Merkel abgegeben. Wie es dazu kam und welche Konsequenzen das haben könnte, erfahren Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier bei uns.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Gestern hielt bei einer Kundgebung nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses eine Syriza-Anhängerin ein Schild in den Athener Nachthimmel, auf dem zu lesen war: GUTE NACHT FRAU MERKEL.

Lassen wir doch mal einen hohen EU-Beamten zu Wort kommen.

Zitat:

Wenn Syriza wirklich eine Abkehr vom Spar- und Reformkurs durchsetzt, könnten Bewegungen in Spanien, Italien oder Frankreich mit ähnlichen Forderungen Auftrieb erhalten.

Zitatende.

Was ist eigentlich passiert?

Das linke Bündnis Syriza hat bei der Parlamentswahl am Sonntag in Griechenland einen klaren Sieg gelandet. Die Partei von Alexis Tsipras stellt mit 36 Prozent die stärkste Fraktion im Athener Parlament. Auf Platz zwei landete die konservative ND (Neue Demokratie) des aktuellen Regierungschefs Antonis Samaras mit 28 Prozent. Es gibt eine interessante Besonderheit im griechischen Wahlsystem: die Partei mit den meisten Stimmen erhält zusätzlich 50 Sitze im Parlament. Wir wollen versuchen, die wichtigsten Fragen, die sich nach diesem Ergebnis stellen, zu beantworten.

Wie realistisch ist ein Euro-Austritt der Hellenen?

Eine spannende Frage, da der Wahlsieger Tsipras immer wieder im Vorfeld der Wahl einen Austritt aus dem Euro abgelehnt hat. Einerseits. Andererseits hat er auch kein Hehl daraus gemacht, dass er das Sparprogramm lockern wird und bei den internationalen Gläubigern einen Schuldenerlass durchsetzen will. Im äußersten Fall wäre ein Austritt Griechenlands (Grexit) möglich. Die Euro-Finanzminister treffen sich heute zu einer allgemeinen Lagebesprechung, konkrete Beschlüsse sind aber nicht zu erwarten.

Wird Tsipras der neue Regierungschef?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit: Ja! Allerdings hat seine Partei die absolute Mehrheit von 151 Sitzen knapp verfehlt. Er muss also auf Partnersuche gehen. Klar ausgeschlossen hat er ein Bündnis mit den bisherigen Regierungsparteien Neue Demokratie, PASOK und der PASOK-Abspaltung von Papandreou (Ex-Premier). Damit bleiben als Verhandlungspartner nur noch die Unabhängigen Griechen (rechtspopulistisch) sowie die Kommunisten, die das allerdings im Vorfeld der Wahl schon abgelehnt haben.

Soeben wurde bekannt, dass neben den Unabhängigen Griechen auch die Partei To Potami (politisch eher in der Mitte verortet) zu einer Koalition bereit wäre. Damit hätte der Wahlsieger auch im Parlament eine breite Mehrheit.

Wie geht es jetzt weiter?

Wie die Kollegen von Spiegel-Online gerade vermelden, ist es zu einer Regierungsbildung gekommen. Um 15:00 Uhr will der Präsident Karolos Papoulias den Wahlsieger Alexis Tsirpas zum alleinigen Kandidaten als Ministerpräsident nominieren. Zuvor hat der Chef der nationalistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel), Panos Kammenos, mitgeteilt, man habe sich auf die Bildung einer Koalitionsregierung geeinigt. Im O-Ton klingt das so:

Zitat:

Von diesem Moment an gibt es eine Regierung. Wir werden zu Merkel auf unseren Füßen gehen, nicht auf den Knien rutschen.

Zitatende:

Weitere Stimmen aus Griechenland

Das ist eine neue Ära (Dimitris Vitsas, Syriza-Parteisekretär).

Das ist ein Triumph des Anti-Sparplan-Blocks (Giorgos Christoforidis von den Unabhängigen Griechen), und weiter:

Unser Partei hat zwar rote Linien bei den Themen Zuwanderung, Kirche und Außenpolitik. Kammenos und Tsipras verbindet jedoch gegenseitiger Respekt und eine persönliche Beziehungen. Die Partnerschaft wird großartig funktionieren.

Zitatende.

Die neue Regierung grenzt sich klar von der bisherigen Politik der Konservativen ab.

Die Führung der Rechtspopulisten (4,8 Prozent der Stimmen) ließ heute folgende Stellungnahme veröffentlichen:

Unser  Land  ist besetzt von den Geldgebern. Daher muss Griechenland befreit werden. Athen soll keine Schulden zurückzahlen.

Zitatende.

Das klingt recht martialisch, wird sich aber in der täglichen Regierungsarbeit etwas moderater anhören. Wenn Griechenland im Euro bleiben will, sind Kompromisse nicht zu vermeiden. Allerdings werden auf die Euro-Partner schwere und langwierige Verhandlungen zukommen. Man darf gespannt sein. Wir werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf dem Laufenden halten.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Falls Sie in nächster Zeit ein Tafelgeschäft in Erwägung ziehen, sollten Sie sich vorab auf unserer Seite informieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, eine angenehme und erfolgreiche Arbeitswoche.

 

 

 

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Spinnen die jetzt, die Schweizer?

18. Januar 2015 Klaus Riotte

Kein Druckfehler, liebe Leserinnen und Leser, die kleine Schweiz hat es in der vergangenen Woche geschafft, die Finanzwelt ganz schön in Atem zu halten. Die Chronologie der Ereignisse und die Folgen daraus haben wir für Sie in diesem Blog-Beitrag nochmal zusammen gefasst.

Gleich mehrere Großbanken wurden von der Franken-Freigabe unserer Alpen-Nachbarn kalt erwischt. Deutsche Bank und Citigroup hat der Alleingang der Schweizer Nationalbank jeweils etwa 150 Millionen Euro gekostet. In dem Zusammenhang wurden von Finanzmarkt-Experten auch immer wieder einige Hedge-Fonds und die britische Barclays genannt. Devisenhändler wurden von dem Vorgehen völlig überrascht. Einige sprachen von selten gesehenem Chaos und panikartigen Reaktionen. In kurzer Zeit kletterte der Franken um bis zu 30 Prozent nach oben. Der US-Onlinebroker für Kleinanleger, FXCM, musste mit einem Notkredit in Höhe von 300 Millionen US-Dollar gerettet werden. Der Kurs brach zeitweise um 70 Prozent ein. Die britische Alpari UK ging gar in die Insolvenz. Die Briten zählen auch viele Deutsche zu ihren Kunden.

Das (zugegeben) kleine Devisenunternehmen Global Brokers aus Neuseeland hat gleich die Segel gestrichen und sofort nach der Entscheidung sein Geschäft eingestellt. Der Geschäftsführer David Johnson bat seine Kunden mit der lapidaren Begründung um Entschuldigung, das Kapital sei aufgefressen und man erfülle die Kriterien der Finanzaufsicht nicht mehr. Das Geld der Anleger soll aber sicher sein.

Was ist geschehen?

Die Nationalbank der Schweiz (SNB) hat am Donnerstag beschlossen, die Landeswährung Schweizer Franken vom Euro-Kurs zu lösen. Die Euro-Bindung erfolgte vor drei Jahren mit dem Versprechen, den Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken nicht zu unterschreiten. Dies ist ab Donnerstag Vergangenheit.

Seit 2011 hat die SNB sich an den Devisenmärkten teilweise massiv mit Euro eingedeckt, um die eigene Währung schwächer zu machen. Das Ziel war klar definiert: der Euro muss mindestens 1,20 Franken kosten. Immer dann, wenn für den Euro weniger gezahlt werden mußte (der Franken war dann stärker), steuerte die Notenbank dagegen. Diese Politik wurde nun handstreichartig und überraschend aufgegeben. Künftig wird es keine Euro-Käufe mehr geben, um die Marke von 1,20 Franken zu halten.

Folgen für die Schweizer Wirtschaft?

Für die Schweizer Exportwirtschaft und die Tourismusindustrie ist eine starke Währung sehr problematisch. Die meisten Waren (Maschinen und Pharmaprodukte) wurden 2013 nach Deutschland, USA, Frankreich und Italien verkauft. Ein starker Franken verteuert die Ausfuhr, schwächt die Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Für Touristen bedeutet das, dass ein Urlaub in der Schweiz immer teuerer wird. Die Zahlen für Übernachtungen sind in den letzten drei Jahren stetig zurück gegangen.

Folgen für die Verbraucher?

Importe aus dem Euroraum werden billiger. Davon profitieren die Verbraucher sowohl bei Konsumgütern als auch bei Dienstleistungen. Nicht vergessen sollte man auch den grenznahen Shopping-Tourismus,  der für die Eidgenossen jetzt noch günstiger werden wird.

Folgen für uns?

Einzelhändler in Grenznähe sowie die Exportwirtschaft dürfen sich zu den Gewinnern zählen, da die Waren für die schweizer Bevölkerung billiger werden. Die Tourismus-Industrie in der Eurozone wird sich auf mehr Besucher aus dem Alpenland einstellen können. In Osteuropa hält sich die Freude hingegen in Grenzen. Viele dort haben, der niedrigen Zinsen wegen, Kredite in Schweizer Franken aufgenommen. Das dürfte (auch für Kreditnehmer aus Nicht-Euro-Staaten wie Polen oder Kroatien) teuer werden, denn die Kreditraten werden steigen. Es gibt keine genauen Zahlen, Experten gehen aber in Osteuropa von Hunderttausenden Verbrauchern aus.

Welche Gründe sind denkbar?

Experten machen vor allen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich. Am 22. Januar wird aller Vorraussicht nach die EZB grünes Licht für weitere Anleihekäufe geben. Damit werden weitere Milliarden in den ohnehin schon überhitzten Markt gepumpt. Die Schweizer müssten, um Ihre 1,20-Franken-Politik aufrecht zu erhalten, weitere Euro kaufen. Die SNB hat wohl erkannt, wie schwer (bis unmöglich) es ist, ein solche Marke zu halten. Die Deutsche Bank hat es treffend formuliert: Die Schweiz hat sich für ein Ende mit Schrecken und gegen einen Schrecken ohne Ende entschieden. Der Schweizer Franken ist nach wie vor bei Käufern sehr beliebt, da er neben Gold als sicherer Hafen in einer unsicheren Zeit gilt.

Der SNB-Chef Thomas Jordan hat kurz nach der Entscheidung mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) und Le Temps geredet.

Wir zitieren:

Wir (die SNB, Anmerkung der Redation) sind uns zwar bewusst, dass die überraschende Abkehr vom Mindestkurs zum Euro die Schweizer Wirtschaft vor Probleme stellen wird und die Finanzmärkte einige Zeit brauchen, um sich von dem Schock zu erholen. Der Schritt ist aber angesichts des anhaltend fallenden Euro nötig, um langfristig die Kontrolle über die Geldpolitik zu behalten. Die internationale Entwicklung ist auseinander gedriftet. Immer mehr Geld auszugeben, um den Mindestkurs von 1,20 Franken zu halten, ist für eine Notenbank weder nachhaltig noch glaubwürdig. Da ist es besser, Kritik auf sich zu nehmen. Der Mindestkurs war ohnehin nur eine zeitweilige Ausnahme. Die heftigen Marktreaktionen sind überzogen.

Zitatende.

Was bedeutet das nur für Sie, liebe Leserinnen und Leser?

Wir gehen gerne das Risiko ein, als Wiederholungstäter zu gelten. Aber haben Sie mal nachgedacht, einen Teil Ihres Vermögens sicher und stabil zu investieren? In dem Fall sollten Sie sich die Produkte in unserem Online-Shop ansehen. Wenn Sie nur ein klein wenig recherchieren, werden Sie feststellen, dass Sie mit Gold und Silber mittel- und langfristig nicht das schlechteste Geschäft machen. Wir möchten es auch nicht versäumen, Sie auf die Möglichkeit hinzuweisen, Gold und Silber anonym im Rahmen eines Tafelgeschäfts zu erwerben. Weitere Informationen, Adressen und Ansprechpartner finden Sie hier.

In dem Sinne, meine lieben Freundinnen und Freunde, eine erfolgreiche Arbeitswoche und bis zum nächsten Mal.

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