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Goldpreisprognose geht nach oben

25. Juli 2014 Klaus Riotte

Die beiden US-Großbanken Bank of America Merrill Lynch und Goldmann Sachs haben unabhängig voneinander ihre Goldpreisprognosen nach oben korrigiert. Warum das so ist, liebe Leserinnen und Leser, erfahren Sie hier bei uns. Außerdem ist laut dem weltweit größten Rückversicherer aus München die nächste Finanzkrise im Anmarsch. Auch darauf wollen wir Sie, wie Sie es von uns gewohnt sind, gebührend vorbereiten.

Seit Anfang des Jahres haben die beiden amerikanischen Großinstitute Bank of Amerika (BoA) Merrill Lynch und Goldman Sachs kein gutes Haar am Goldpreis gelassen. Vor allem die Goldmänner in Person ihres Chefanalysten Jeffrey Currie haben bei jedem Interview darauf hingewiesen, dass der Goldpreis Ende 2014 an der 1.050er-Dollar-Marke kratzen würde.

Nun kam die Kehrtwende!

Zunächst hat die BoA Merrill Lynch ihre Prognose, für viele überraschend, nach oben korrigiert.  Dem hat sich Goldman Sachs umgehend angeschlossen. Beide US-Geldhäuser sehen den Preis Ende diesen Jahres nun bei 1.200 US-Dollar.

Die Goldpreis-Prognose wurde damit um etwa 13 Prozent gegenüber den bisherigen Erwartungen noch oben korrigiert.

Currie hat es so ausgedrückt: “Auf lange Sicht ist der Goldpreis in realer Betrachtung stabil und er hält Schritt mit der Inflation. Dementsprechend haben wir gedämpfte Erwartungen, in der Annahme, dass Gold einen effektiven Inflationsschutz darstellt und Steigerungen des nominalen Goldpreises dem Einfluss der Inflation entgegensteuern.”

 Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Münchner-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard warnt vor den Risiken der lockeren Geldpolitik!

Der Chef des weltweit größten Rückversicherers, Munich Re, Nikolaus von Bomhard, fand diese Woche deutliche Worte wegen der nach seiner Meinung zu lockeren Geldpolitik: “Die Waffen der Geldpolitik verlieren an Wirkung – außer man rüstet exponentiell auf. Aber die Nebenwirkungen werden immer greifbarer. Die Liquidität in den Märkten ist atemberaubend. Hier passiert etwas, das uns Sorgen macht. Das System ist nicht grenzenlos elastisch. Wenn die Zinsen dann plötzlich um einen oder zwei Prozentpunkte steigen, sitzen viele Unternehmen auf dem Trockenen, die sich derzeit billig finanzieren könnten. Das birgt zugleich die Gefahr einer nächsten Finanzkrise. Sie wird voraussichtlich wieder als Vertrauenskrise beginnen – diesmal möglicherweise in Form schwindenden Vertrauens in Kredite.”

So richtig und wichtig diese Worte auch sind, bleibt doch der Verdacht, dass der Mann in erster Linie an sein eigenes Geschäft denkt.

Die Niedrigzinsen (wir haben schon häufiger darüber berichtet) belasten die Branche der Rückversicherer doppelt. Investoren überschwemmen derzeit mit sehr viel Geld den Markt auf der Suche nach lukrativen Anlageoptionen. Mit sogenannten Katastrophenanleihen machen Sie der Branche kräftig Konkurrenz. Anderseits müssen auch die Versicherer immer wieder Anlagemöglichkeiten für ihr eigenes Geld finden. Bisher wurden sie bei sicheren Staatsanleihen fündig. Allerdings tendieren die Renditen für solche Papiere gegen Null.

Alternativ haben sich die Rückversicherer neue Investitionsmöglichkeiten gesucht: Infrastrukturprojekte, Energienetzte, Windkraft- und Solaranlagen.

Liebe Leserinnen und Leser, wir werden auch weiterhin für Sie auf dem Laufenden bleiben. Ab nächsten Donnerstag werden wir im Blog eine neue Spalte aufmachen. Dort werden wir Ihnen dann regelmäßig alle relevanten Münzprägeanstalten in einem Kurzportrait vorstellen. Wir beginnen nächste Woche mit der Royal Canadian Mint.

 

 

 

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Gold und Silber anonym kaufen (Tafelgeschäft)

23. Juli 2014 Klaus Riotte

Wir beschäftigen uns heute aus gegebenem Anlass mit dem Thema Gold und Silber anonym kaufen. In diesem Blog lesen Sie, warum gerade in der heutigen Zeit das Tafelgeschäft so relevant geworden ist. Außerdem erfahren Sie, was das WM-Gastgeberland Brasilien mit dem US-Dollar zu schaffen hat.

Bevor wir uns den ernsten Themen der Finanzwelt zuwenden, wollen auch wir es nicht versäumen, der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu diesem großartigen Erfolg in Brasilien zu gratulieren. Danke für den vierten WM-Titel!

Liebe Leserinnen und Leser, wir würden heute gerne noch ein paar positive Meldungen bringen, geht aber leider nicht. Nachdem unsere Mannschaft den vierten WM-Titel geholt hat, gab es nur noch schlechte Nachrichten.

Die einzige Möglichkeit, in unserem Land bei der Geldanlage (wir reden über Ihr hart erarbeitetes Geld, für das Sie vermutlich schon mehrfach Steuern gezahlt haben) noch anonym zu bleiben, sind Tafelgeschäfte (im Edelmetallsektor). Gemäß den Richtlinien des Geldwäschegesetzes (GwG) geht das pro Person und pro Transaktion bis maximal 15.000,00 Euro.

Während die Fußball-WM in Brasilien den USA bis zum Achtelfinale gegen Belgien Freude bereitet hat, findet derzeit im WM-Gastgeberland eine Veranstaltung statt, die den US-Bürgern und ihrer Regierung überhaupt keine Freude bereiten dürfte. Es gibt einige Anzeichen dafür, dass der US-Dollar auf mittlere Sicht als Leitwährung ausgedient hat. Welche das sind und warum das so ist, lesen Sie hier bei uns, liebe Leserinnen und Leser.

Die Staatschefs der sogenannten BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) haben bei ihrem letzten Treffen am vergangenen Dienstag beschlossen, eine eigene Entwicklungsbank zu gründen. Die fünf Staaten repräsentieren immerhin 40 Prozent der Weltbevölkerung und 20 Prozent der globalen Wirtschaftskraft. Zudem soll ein eigener Reservefonds aufgebaut werden. Aus Teilnehmerkreisen verlautete, dass man dieses Vorgehen explizit als Alternative und Gegenpool zur Weltbank und zum Internationalen Währungsfonds sehen sollte. Sogar auf einen Namen und die Höhe des Startkapitals hat man sich schon geeinigt. Die New Development Bank soll anfangs mit 50 Milliarden Dollar ausgestattet werden.

Die BRICS-Staaten suchen eindeutig eine Alternative zur existierenden Weltordnung, wie es ein Insider so treffend ausgedrückt hat. Verhandelt wurde zwei Jahre im ganz kleinen Kreis unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit. Mit diesem mutigen Schritt wollen die gleichberechtigten Partner (jeder erhält 20 Prozent für je 10 Milliarden Dollar Einlage) die Vorherrschaft des US-Dollar und des westlich ausgerichteten Finanzsystems brechen.

Wie die Sache weitergeht, werden wir sehen. Auf jeden Fall werden wir, liebe Leserinnen und Leser, dieses hochspannende Thema weiter beobachten und zu gegebener Zeit wieder berichten.

 

 

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Finanzaufsicht fragt nach Edelmetall-Investments

10. Juli 2014 Klaus Riotte

Die Kollegen von goldreporter.de haben am Dienstag berichtet, dass die BaFin deutsche Banken  und Anlageberater aufgefordert hat, Daten über die Edelmetall-Investments ihrer Kunden zu liefern. Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat sich mittlerweile dazu geäußert. Über diese Stellungnahme und die Hintergründe berichten wir heute. Außerdem, wie immer in diesen Wochen, blicken wir kurz nach Brasilien zur Fußball-WM.

Nach Informationen der Kollegen soll die BaFin deutsche Banken und Vermögensverwalter mit der Bitte angeschrieben haben, die Edelmetall-Investments der Kunden offen zu legen.

Wörtlich soll sich das in dem Schreiben so anhören:

“Untersuchungsgegenstand dieser Anfrage sind Wertpapiere gemäß § 2 Abs. 1 WpHG mit einzelnen Edelmetallarten oder Gruppen von Edelmetallarten als Referenzwert sowie Edelmetallfondsanteile gemäß § 2 Abs. 2b WpHG, § 1 Abs. 1 KAGB mit einzelnen Edelmetallarten oder Gruppen von Edelmetallarten als Referenzwert”.

Das Auskunftsersuchen ist recht umfangreich. So sollen unter anderem die Engagements bei börsen-gehandelten Investmentfonds und Rohstoffprodukten sowie Zertifikaten bei Gold, Silber, Platin und Palladium abgefragt werden. Die Institute sollen Auskunft erteilen, welche Produkte angeboten wurden und welche Mengen an wie viele Kunden verkauft wurden.

In diesem Zusammenhang sollte noch erwähnt werden, dass die BaFin sich (noch) nicht für physisches Edelmetall und Kundeneinzeldaten interessiert.

Warum sich die BaFin für dieses Auftragsvolumen interessiert, ist nicht bekannt. Insider vermuteten bisher, dass die Erhebungen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Goldpreismanipulation, in die auch die Deutsche Bank involviert ist (wir berichteten darüber), stehen könnten.

Die BaFin hat nun ihrerseits Stellung bezogen.

Den Kollegen von goldreporter.de liegt eine schriftliche Erklärung von Sven Gebauer, seines Zeichens Sprecher der Finanzaufsicht, vor. Darin teilt er mit, die Datenabfrage sei gängige Praxis und habe nichts mit den Untersuchungen zu tun, die derzeit (unter anderem) gegen die Deutsche Bank wegen Manipulationsverdacht beim Gold-Preis-Fixing (wir berichteten ausführlich darüber) laufen.

Wörtlich liest sich das bei Sven Gebauer so:

“Die BaFin greift regelmäßig im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit Themen auch gegenüber beaufsichtigten Wertpapierdienstleistungsunternehmen auf. Hierzu gehört unter anderem auch der Vertrieb von Finanzinstrumenten mit Bezug auf Edelmetalle. Der Vertrieb solcher Finanzinstrumente unterliegt den sogenannten Wohlverhaltensregeln des Wertpapierhandelsgesetzes. Die BaFin hat sich mittels einer Abfrage bei den beaufsichtigten Unternehmen einen Überblick verschafft, welches Wertpapierdienstleistungsunternehmen welche und ggf. wie viele der angesprochenen Finanzinstrumente an welchen Kundenkreis vertrieben hat. Ein Ergebnis der Abfrage steht noch aus”.

Zu Details will sich die Aufsichtsbehörde, wie üblich, nicht näher auslassen. Das Handelsblatt berichtete aber diese Woche, man habe die Untersuchungen gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit der Libor-Manipulation (wir berichteten) ausgeweitet. Es geht um neue Tonaufnahmen, die führende Manager des größten deutschen Geldinstituts belasten sollen.

Wir werden, wie Sie es gewohnt sind, liebe Leserinnen und Leser, an der Sache dran bleiben und berichten, wenn es was zu berichten gibt.

In nächster Zeit werden wir genau beobachten, was der Staat noch alles von und über uns wissen will. Ein Staat, in dem alle Bürger gläsern und transparent sind, wollen die wenigsten von uns haben.

Eines ist in diesem Zusammenhang ganz wichtig: Solange der Staat es erlaubt, sollten Sie nicht zögern und anonym Edelmetall (als Münzen und/oder Barren) bis 15.000 Euro kaufen. Dabei können Sie davon profitieren, dass wir schon lange in dem Marktsegment Tafelgeschäft als seriöser und diskreter Partner unserer Kunden tätig sind.

Nach diesen schweren Themen wollen wir uns noch kurz der Fußball-WM in Brasilien zuwenden. Dort stehen seit gestern Abend die beiden Finalspiele fest. Am Samstag spielen der Gastgeber und unsere Nachbarn und Freunde aus Holland den dritten Platz aus. Am Sonntag kommt es dann zum Spiel um die WM-Krone zwischen unserem Team und Argentinien mit dem Superstar und mehrfachen Weltfußballer Lionel Messi.

Es kommt in beiden Finalpartien zu dem ewig spannenden Duell Südamerika gegen Europa. Die Buchmacher, die von diesem Geschäft leben und tendenziell eher vorsichtig agieren, sehen den Gastgeber und Deutschland vorne. Das dürfte wohl auch mit dem Auftreten der deutschen Mannschaft im Halbfinale gegen Brasilien zu tun haben, das mit einem 7:1 regelrecht aus dem eigenen Stadion geschossen wurde. Man sollte mit Prognosen vorsichtig sein, aber diese Begegnung wird den Fußball-Fans in aller Welt noch lange in, je nach Perspektive, guter oder schlechter Erinnerung bleiben.

Wie dem auch sei, wir können uns auf zwei spannende und hoffentlich hochdramatische Begegnungen am Samstag (2200 Uhr MEZ) und Sonntag (2100 Uhr MEZ) freuen.

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BaFin prüft Lebensversicherer

4. Juli 2014 Klaus Riotte

Jedes Jahr prüft die Finanzaufsicht Lebensversicherer und Pensionskassen. Dass diese Branche in Zeiten niedriger Zinsen zu kämpfen hat, schlägt sich auch in der Begutachtung nieder. Die Hintergründe und das, was der Bundestag aktuell zum Thema Lebensversicherungen beschlossen hat, lesen Sie hier bei uns. Bei der Fußball-WM in Brasilien ist vorgestern die erste Finalrunde (Achtelfinale) zu Ende gegangen. Heute eröffnet die Deutsche Nationalmannschaft das Viertelfinale gegen das Team aus Frankreich.

Die gute Nachricht zuerst, liebe Leserinnen und Leser: die meisten deutschen Lebensversicherer und Pensionskassen haben den Stresstest der Finanzaufseher bestanden. Bei den meisten professionellen Marktbeobachtern lagen schon die Worst-Case-Szenarien in den Schubladen, diese mussten aber, gerade im Hinblick auf die Lebensversicherer, geschlossen bleiben.

Schlecht lief es dagegen für sieben Unternehmen der Schadens- und Unfallversicherungs-Branche und elf Pensionskassen. Alle 18 Unternehmen fielen durch. Wie üblich nannte die Behörde keine Namen.

Insgesamt wurden 442 Firmen unter die Lupe genommen. Die Quote der Kandidaten, die den Stresstest nicht bestanden haben, liegt damit bei knapp vier Prozent. Dieses gute Ergebnis hätten die meisten Insider nicht erwartet.

Die Prüfkriterien waren ziemlich anspruchsvoll, wobei die BaFin auch hier nur rudimentäre Angaben machte.  Geprüft wurde insbesondere, ob die Firmen genügend Kapital haben, um vier angenommene Krisenszenarien zu überstehen. Es wurde die Frage gestellt, wie sich die Risikotragfähigkeit der Kandidaten entwickelt, wenn beispielsweise Anleihen zehn Prozent an Wert verlieren oder was bei gleichzeitigem Einbruch des Aktien- und Immobilienmarktes passiert.

Die geprüften Unternehmen sind generell stark bei Anleihen und Immobilien unterwegs, da diese beiden Anlageformen als sicher eingestuft werden. Hier machen die Tests durchaus Sinn. Die BaFin will damit gewährleisten, dass die geprüften Unternehmen, denen die derzeitigen Niedrigzinsen (wir haben in den letzten Beiträgen regelmäßig darüber berichtet) enormen Druck bereiten, weitere Markterschütterungen dauerhaft kompensieren können.

Sieben der 181 geprüften Lebensversicherer haben den Test nicht bestanden. Das ist mit nicht mal vier Prozent ein unerwartet positives Ergebnis. Die Firmen müssen nun für die BaFin einige Hausaufgaben erledigen und ein Konzept vorlegen, wie den Beanstandungen recht schnell und dauerhaft begegnet werden soll.

Bei den Pensionskassen fiel die Quote mit 7,5 Prozent (11 von 146) schon deutlicher aus. Die BaFin nennt grundsätzlich keine Namen, ließ aber verlauten, es handele sich ausnahmslos um kleinere Unternehmen. Die Firmen müssen schnellstmöglich ihre Kapitalbasis erhöhen und werden noch in diesem Jahr einem weiteren Stresstest unterzogen.

Die Koalitionsfraktion hat im Deutschen Bundestag der umstrittenen Reform des Lebensversicherungsrechts zugestimmt. Die Opposition hat dem Vorhaben ihre Zustimmung, ebenfalls geschlossen, verweigert.

Die Reform soll bereits im Juli in Kraft treten und wird insbesondere für Altkunden einige unangenehme Auswirkungen haben. Das Gesetz muss am kommenden Freitag im Bundesrat beschlossen werden. Insider gehen davon aus, dass das geschehen wird. Danach werden Altkunden eine geringere Ausschüttung bekommen.

Ab Juli werden die Kunden nur noch an den Buchgewinnen aus Anleihen (das sind die sogenannten Bewertungsreserven der Gesellschaften) beteiligt. Bisher bekamen sie grundsätzlich die Hälfte der aufgelaufenen Bewertungsreserven. Die andere Hälfte verblieb bei den Versicherungsgesellschaften. Für den Fall, dass die Garantieleistungen für die anderen Versicherten gefährdet sind, werden die Kundenbeteiligungen ausfallen. Das gilt in dem Fall auch für die Ausschüttungen an die Aktionäre.

Bei Neuverträgen ab 2015 verringert sich der Garantiezins von derzeit 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent. Dafür wird die Beteiligung der Versicherten an den Risikoüberschüssen von 75 auf 90 Prozent erhöht. Außerdem beinhaltet das Gesetzt ein besseres Risikomanagement und eine strengere Aufsichtspflicht.

Mit dem Gesetz, das die Bundesregierung im Eiltempo durch das Parlament gebracht hat, soll die Branche in Zeiten niedriger Zinsen stabilisiert werden. Die hinzugezogenen Experten waren unterschiedlicher Meinung. Während einige mehr Zeit für die Ausarbeitung und Beratung forderten, ging es den anderen nicht schnell genug.

Fakt ist, dass die Kunden von Lebensversicherungen nicht besser gestellt werden. Vielleicht sollten die Kunden mal über Gold und Silber nachdenken.

Bei der Fußball-WM in Brasilien sind Mitte der Woche die Achtelfinalspiele zu Ende gegangen. Es waren ausnahmslos knappe Begegnungen (5 Verlängerungen mit 2 Elfmeterschießen), bei denen auch vermeintliche Favoriten zu kämpfen hatten. Durchgesetzt haben sich die Teams aus Brasilien (im Elfmeterschießen gegen Chile), Kolumbien (gegen Uruguay), Niederlande (gegen Mexico), Costa Rica (im Elfmeterschießen gegen Griechenland), Frankreich (gegen Nigeria), Argentinien (nach Verlängerung gegen die Schweiz) und Belgien (nach Verlängerung gegen die USA). Auch unserem Team blieb eine Verlängerung nicht erspart. Es hat dann aber doch zu einem knappen 2:1 und dem Weiterkommen gegen Algerien gereicht. Heute 18 Uhr MEZ steht das erste Viertelfinale gegen Frankreich an.

Daumen drücken nicht vergessen, liebe Leserinnen und Leser, bis nächste Woche an gleicher Stelle.

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Soli und kein Ende

27. Juni 2014 Klaus Riotte

Der Solidaritätszuschlag (Soli) soll 2019 auslaufen. Dass dies wohl nur eine theoretische Option ist, beweist das aktuelle Finanzierungsmodell der SPD. Die Hintergründe können Sie hier bei uns lesen. Zum Schluss, aktuell wie immer, bekommen Sie, liebe Leserinnen und Leser, noch eine kleine Zusammenfassung der Fußball-WM in Brasilien.

Der Solidaritätszuschlag, umgangssprachlich kurz Soli genannt, soll bis 2019 gezahlt werden. Dann könnte er auslaufen. Das ist die Theorie. Dass die Praxis anders aussehen kann, beweist das aktuelle Finanzierungsmodell, das Teile der SPD in die Diskussion eingebracht haben. Auch in den anstehenden Verhandlungen zum Bund-Länder-Finanzausgleich wird das Thema Soli auf der Tagesordnung stehen.

Die Bundesländer streiten derzeit über die Weiterverwendung des Soli.

Dietmar Woidke, seines Zeichens Ministerpräsident von Brandenburg, ist der Meinung, dass der Solidaritätszuschlag auch weiterhin erhoben werden soll. Wie seine anderen Ministerpräsidentenkollegen von der SPD ist er der Meinung, die Einnahmen (derzeit circa 15 Milliarden Euro per Anno) sollten ausschließlich zur Entschuldung der Bundesländer verwendet werden. Was Woidke als total überzeugendes Modell bezeichnet, lehnen seine Unions-Kollegen kategorisch ab. Markus Söder von der CSU, Finanzminister in Bayern, sprach sich denn auch prompt für ein anderes Modell aus: die Hälfte der Einnahmen soll für Steuerentlastungen, die andere Hälfte für einen bundesweiten Infrastuktur-Fonds aufgewendet werden. Auch der Amtskollege aus Hessen, Thomas Schäfer, erteilte dem SPD-Modell eine klare Absage.

Noch liegen die beiden politischen Lager also weit auseinander.

In einem allerdings sind sich beide politischen Lager in der Länderkammer einig: Der Soli wird auch weiterhin gebraucht und das Gros der Einnahmen soll den Ländern zugute kommen.

Die Finanzminister der Länder sind bereits aufgefordert, noch in diesem Jahr für die zukünftige Regelung der Finanzen zwischen Bund und Ländern konkrete Vorschläge zu unterbreiten. Alle Beteiligten sind sich einig, dass es endlich eine tragfähige und dauerhafte Reform auf diesem Politikfeld geben muss. Über das Wie und Wann herrscht allerdings noch Unklarheit.

Auch der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Walter Gatzer, hat von Bundesseite Gesprächsbereitschaft signalisiert. Als Bedingungen will der Bund dann aber auch die Länderhaushalte stärker als bisher kontrollieren.

Auch hier stehen noch schwierige und langwierige Verhandlungen ins Haus.

Allerdings ist eins bereits sicher: Alle politisch relevanten Kräfte sind für eine Weiterführung des Soli. Immerhin etwas, worauf wir Bürger uns schon mal einstellen können. Wenn es darum geht, uns allen in die Tasche zu greifen, können Bund und Länder sehr viel Harmonie entwickeln.

Wie versprochen, werden wir zum Schluss noch etwas sportlich. Bei der Fußball-WM in Brasilien fand gestern der letzte Vorrunden-Spieltag statt. Diesmal konnten mit Belgien und Deutschland immerhin zwei europäische Teams jubeln. Allerdings sind mit Russland und Portugal auch wieder zwei Mannschaften aus Europa nach Hause geschickt worden.

Nach der Vorrunde kann man zusammenfassen, dass es bisher nicht die WM der Europäer ist. Die Teams aus Kroatien, Spanien, Italien, England, Bosnien-Herzegowina, Russland und Portugal sind ausgeschieden. Besonders bitter ist das für den noch amtierenden Titelträger Spanien und den heiß gehandelten Mitfavoriten Italien.

Der Vergleich Südamerika gegen Europa ist während der Vorrunde klar von den Südamerikanern dominiert worden. Das Achtelfinale beginnt am Samstag. Dann wird die Spannung nochmals steigen, denn in den K.O.-Spielen geht es nur noch um Weiterkommen oder nach Hause fahren. Unentschieden oder Schützenhilfe innerhalb der Gruppe wird es nicht mehr geben.

Im Achtelfinale sind noch 6 Teams aus Europa, 8 Teams aus Amerika (Süd-, Mittel- und Nordamerika) und 2 Teams aus Afrika. Auch Asien hat sich komplett verabschiedet.

In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, angenehme Zeit, gute Geschäfte und alles Gute bis zur nächsten Ausgabe am kommenden Donnerstag.

 

 

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Goldpreis zieht an

20. Juni 2014 Klaus Riotte

Der Goldpreis befindet sich seit Anfang Juni im Aufwind. Wie und warum das so ist, erfahren Sie, liebe Leserinnen und Leser, wie immer hier bei uns. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Turbulenzen an den Märkten zu erwarten sind und wie Sie sich mit Gold und Silber zeitlos absichern können. Auch an uns geht die Fußball-WM in Brasilien nicht spurlos vorüber. Nach neun Tagen gibt es bei diesem weltumspannenden Turnier schon erste Tendenzen, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Liebe Leserinnen und Leser, derzeit haben alle, die den Gold- und Silberpreis regelmäßig beobachten, Grund zur Freude. Lag der Gold-Kurs am 02.06.2014 noch bei 1.241 US-Dollar je Feinunze (das entspricht 31.10 Gramm Gold), so notierte das seltene und wertvolle Edelmetall bei der Eröffnung am 20.06.2014 bei 1.320 US-Dollar. Das entspricht einer Performance von etwas über 6 Prozent. Bei Silber sieht es noch besser aus. Am 30.05.2014 notierte die Feinunze (31.10 Gramm Silber) bei 18,68 US-Dollar. Das entspricht bei einem Eröffnungskurs von 20,77 US-Dollar am 19.06.2014 einer Performance von über 11 Prozent.

Am Mittwoch traf sich der FED-Vorstand (Zentralbank der USA) zu seiner wöchentlichen Sitzung. Überraschungen blieben diesmal aus. Die Wertpapierkäufe werden weiterhin reduziert und die Zinsen sollen bis 2015 bei dem derzeitigen Rekordtief bleiben. Trotzdem zogen die Edelmetalle Gold und Silber gleich nach Bekanntgabe der Sitzungsergebnisse an.

Bei unseren Recherchen sind wir auf den US-Blog Zerohedge (www.zerohedge.com) aufmerksam geworden. Dort wurde über eine Kauforder berichtet, die 3.800 Futures-Kontrakte zu je 100 Unzen umfasst. Der Nominalwert beläuft sich auf 497 Millionen US-Dollar, was umgerechnet einem Terminkaufgewicht von 11 Tonnen Gold entspricht. Es bleibt abzuwarten, ob dies eine einmalige Transaktion ist, oder ob noch mehr Marktteilnehmer auf den Zug aufspringen. Wir werden auf jeden Fall für Sie am Ball bleiben und weiter berichten (wenn es denn was zu berichten gibt).

Warum sollen Gold und Silber derzeit in keinem Depot fehlen?

Die Kollegen von dem in Italien erscheinenden Blog www.dienachtigall.org malen ein wahres Horrorszenario an die Wand. Laut Insidern soll es bereits in diesem Jahr zu einer europaweiten Sparerzwangsabgabe kommen. Das würde in der Quintessenz die Maßnahmen, die wir wegen Zypern erlebt haben, noch gewaltig übertreffen. Außerdem kann man sich auch daran erinnern, was die EZB diesen Monat beschlossen hat (Beispiel Negativzinsen, wir haben im Mai/Juni ausführlich darüber berichtet). Dazu kommen noch die kürzlich veröffentlichten nach unten korrigierten Wachstumsprognosen der Weltbank (auch darüber haben wir letzte Woche berichtet).

Alle diese Zeichen deuten darauf hin, dass auf uns alle, und vor allem auf die Sparer, Kleinanleger und Lebensversicherungskunden schwere Zeiten zukommen. Denn diese Gruppe wird, wie in der Vergangenheit schon so oft geschehen, die Suppe mal wieder auslöffeln müssen.

Wenn es darum geht, sich gegen Zwangsabgaben und ähnliche Elemente abzusichern, spielen Edelmetalle eine wichtige Rolle. Da sind wir uns mit den Kollegen der “Nachtigall” einig. Es wird von Kritikern immer wieder eingewandt, dass Edelmetalle keine direkte Rendite abwerfen. Das ist nur zum Teil richtig, denn der physische Besitz von Gold und Silber beinhaltet einen elementar wichtigen Schutzfaktor: Man kann sein Vermögen damit konservieren. Wer vor etwa zehn Jahren auf diese Idee kam, hat sein Vermögen nicht nur sicher und geschützt angelegt, sondern auch noch einen beträchtlichen Gewinn (wir reden über ein Vielfaches der angelegten Summe) mitnehmen können.

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die seit neun Tagen laufende Fußball-WM in Brasilien.

Die meisten Teams haben nun (dieses Wochenende eingeschlossen) zwei der drei Gruppenspiele absolviert. Es gibt bereits zwei große Überraschungen: Der amtierende Welt- und Europameister Spanien wird nach dem nächsten Spiel (mit viel Arbeit im Gepäck) nach Hause reisen (Ironie oder Fingerzeig der Geschichte: gestern hat der amtierende König von Spanien zu Gunsten seines Sohnes abgedankt). Mit im Flieger wird dann wohl die Delegation aus England (dem Mutterland dieses Sports) sitzen, das es zum wiederholten Mal (seit dem Titelgewinn von 1966 im eigenen Land) nicht geschafft hat, die großen Erwartungen zu erfüllen. Bei dieser WM muss der oft zitierte Fußballgott ein Südamerikaner sein. Bis gestern Abend gab es 6 Kontinentalduelle zwischen Südamerika und Europa.

Ergebnis? 5:1 für Südamerika.

In dem Sinne, angenehmes Wochenende und ein gute Zeit bis zur nächsten Woche, liebe Leserinnen und Leser. Bleiben Sie uns treu.

 

 

 

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Weltbank korrigiert Wachstumsprognose

12. Juni 2014 Klaus Riotte

Die Weltbank hat ihre aktuelle Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 3,2 Prozent auf 2,8 Prozent gesenkt. Die Gründe und Auswirkungen lesen Sie hier. Ich werde auch, wie im letzten Blog versprochen, kurz auf die heute beginnende Fußball-WM in Brasilien schauen. 

Ging die Weltbank bisher noch von einem Wachstum von 3,2 Prozent in 2014 aus, so hat das Institut aus Washington D.C. jetzt diesen Wert auf 2,8 Prozent korrigiert. Die Gründe dafür sind nach Aussage von Andrew Burns, Hauptautor der Studie, in der Vergangenheit zu suchen.

Als eine der Ursachen benennt die Weltbank das Schwächeln der Schwellenländer, die bis vor einigen Jahren noch als Motor beim Wachstum tätig waren. Aktuell wird wohl Ende des Jahres das Wachstum der Schwellenländer zum dritten Mal in Folge unter 5 Prozent notieren. Die Weltbank nahm ihre Prognose von 5,3 Prozent zurück und senkte den Wert auf 4,8 Prozent für dieses Jahr. Als weitere Gründe für die Abschwächung in den Schwellenländern wurden  der harte Winter in den USA und die anhaltende Krise in der Ukraine ausgemacht. Davon war vor allem das erste Quartal betroffen.

Weltbankchef Jim Yong Kim sieht die Lage der Schwellenländer sehr pessimistisch. Es sei entschieden zu wenig, um dort genügend Arbeitsplätze zu schaffen und somit das Leben der 40 ärmsten Prozent der Weltbevölkerung entscheidend zu verbessern.

Bei den Industriestaaten werden nur noch 1,9 Prozent in 2014 erwartet. Während die Prognose für die USA von 2,8 Prozent auf 2,1 Prozent deutlich zurück ging, sahen die Experten aus Washington D.C. keinen Grund, die 1,1 Prozent für die Eurozone zu korrigieren.

Interessant ist auch, was die Experten des Geldhauses für die Jahre 2015 und 2016 in der Eurozone voraus sagen. Mit einer Prognose von 1,8 Prozent (2015) und 1,9 Prozent (2016) geht man wohl davon aus, dass sich die Konsolidierung und Erholung im Euroraum fortsetzen wird.

Global wird mit einem Wachstum von 3,4 Prozent (2015) und 3,5 Prozent (2016) gerechnet. Auch hier gehen die Weltbanker mit viel Optimismus voran.

Jetzt will ich mich noch einem leichteren, dafür aber hochaktuellen Thema zuwenden.

Endlich ist es soweit. Heute Abend beginnt die Fußball-WM in Brasilien mit dem Spiel des Gastgebers gegen die Auswahl von Kroatien. Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft des Rekordweltmeisters (fünf Titel) mit dem Druck umgeht. Ganz Brasilien erwartet nichts weniger als den sechsten Weltmeistertitel. Am Montag Abend beginnt dann auch für die Deutsche Mannschaft (gegen Portugal) das Turnier.

Ganz zum Schluss noch eine originelle Geschenkidee für alle Biker unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, das ich bei den Kollegen von goldreporter.de gefunden habe:

Jetzt brechen auch für Fahrradfahrer goldene Zeiten an.

 

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Negativzinsen – die Entscheidung

6. Juni 2014 Klaus Riotte

Ich habe Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Mai bereits zweimal ausführlich auf die gestrige Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbereitet. Heute, einen Tag später, ist ein guter Zeitpunkt, zu analysieren, was das für uns alle bedeutet oder bedeuten kann.

Denken Sie bitte nicht, wenn Sie das neben stehende Bild sehen, dass Sie auf der falschen Seite sind. Es ist lediglich eine kleine Einstimmung auf die Fußball-WM, die nächste Woche in Brasilien beginnen wird. Ich werde mir während dieser Veranstaltung erlauben, im Schlussabschnitt das jeweils Wichtigste der Woche von diesem großen Turnier zu kommentieren.

Zunächst einmal sollten wir rekapitulieren, was die EZB in Frankfurt am Main gestern alles beschlossen hat und wie EZB-Präsident Mario Draghi diese Beschlüsse vor der Presse zu erläutern versuchte. Bei den Zinsen ist nun ein historisches Rekordtief erreicht. Der Leitzinssatz wurde von 0,25 auf 0,15 Prozent gesenkt. Für bei der EZB geparkte Gelder müssen die Banken in Zukunft einen Strafzins von 0,10 Prozent zahlen.

Der Leitzins ist der Zinssatz, den Banken für Geschäfte mit der EZB zahlen müssen. Er ist das zentrale Element, mit dem die EZB im Euroraum die Geldpolitik zu steuern versucht. Draghi hat mit der Verkündung der Beschlüsse den Wunsch geäußert, dass die Banken ihre Gelder zukünftig nicht der EZB, sondern Privat- und Geschäftskunden in Form von Darlehn zur Verfügung stellen.  Mit dem Niedrig-Zins will die Europäische Zentralbank die Investitionsbereitschaft fördern und das Konsumverhalten steigern.

Gleichzeitig will die EZB mit Milliardenbeträgen die Kreditvergabe in den Mitgliedsstaaten forcieren. Dabei hat man vor allem, so der EZB-Präsident, die südlichen Länder im Fokus. Die Bedingungen sind günstig und die Laufzeit ist auf vier Jahre (bis 2018) festgelegt worden. Die Mittelvergabe ist an die Bedingung geknüpft, dass die Geschäftsbanken Teile der Gelder an Unternehmen und Privatleute weiterreichen. Das Programm hat aktuell einen Umfang von 400 Milliarden Euro.

Nun  denke ich mal, liebe Leserinnen und Leser, dass es Ihnen gerade so geht, wie mir. Da fallen einem doch auf Anhieb einige Anmerkungen und Fragen ein, die man unbedingt mal zur Diskussion stellen sollte.

Zunächst einmal fällt mir da das Szenario ein, das wir alle auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Jahren 2011 und 2012 erleben durften. Damals hatte die EZB bereits mit zwei Liquiditätsspritzen in Höhe von jeweils 500 Milliarden Euro die Finanzmärkte überschwemmt. Auch damals lautete die Begründung, die Gelder sollten von den Banken in Privat- und Unternehmenskredite investiert werden. Trotz aller Werbeversuche wurden die Gelder damals aber zum größten Teil in (als sicher geglaubte) Staatsanleihen gepumpt. Die Folgen dieser Geldpolitik sind noch heute spürbar.

Warum, lieber Herr Draghi, sollten die Banken 2014 ihr Verhalten gegenüber 2011 und 2012 ändern?

Diese Frage ist insofern interessant, weil auch diesmal keine verbindlichen Richtlinien für die Vergabe der Gelder vorgeschrieben werden. Wir hören aus Frankfurt am Main wieder nur Absichtserklärungen, Beteuerungen und vage Appelle an die Vernunft aller Beteiligten.

Der Autor dieser Zeilen hat gestern mit Spannung auf die Beschlüsse und Erklärungen der EZB aus Frankfurt am Main gewartet. Ich habe, wie viele von uns, inständig gehofft, dass endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ich habe gehofft, dass nicht, wie bisher, der Kleinsparer und Lebensversicherungskunde die gesamte Last tragen und die Zeche zahlen muss.

Stattdessen hören wir immer wieder die gleichen Begriffe: niedrige Inflationsrate, drohende Deflation, noch immer schwächelnde Konjunktur, verrückt spielende Märkte und so weiter und so weiter. Es wird immer wieder mit den gleichen Mitteln, die schon früher nicht funktioniert haben, versucht, zu retten, was so nicht zu retten ist.

Verstehen Sie mich nicht falsch, liebe Leserinnen und Leser, der Autor dieser Zeilen ist ein glühender Anhänger eines geeinten Europa. Aber dieses wunderbare Gebilde Europa ist einfach zu wertvoll und wichtig, um es nur politischen Sachverwaltern, Bürokraten und Technokraten zu überlassen, die seit Jahren immer wieder die gleichen Fehler begehen. Ich wünsche mir ein Europa, in dem endlich einmal die Praktiker und Hoffnungsträger das Sagen haben.

Im nächsten Blog werden wir uns mit der Frage beschäftigen, was der geplante Beitritt von Litauen zur Eurozone für Auswirkungen haben kann. Außerdem werden wir dann erstmals auch eine kurzen Blick auf die (am Donnerstag beginnende) Fußball-WM in Brasilien werfen. Und falls Sie jetzt Angst haben, das Thema EZB und Negativzinsen könnte uns abhanden kommen, kann ich Sie beruhigen, auch in der kommenden Ausgabe werde ich Grund haben, darüber zu berichten.

 

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Sind Edelmetalle als Geldanlage eine echte Alternative?

29. Mai 2014 Klaus Riotte

Zinsen? Rekordtief! Aktien? Der Konflikt um die Ukraine trägt nicht gerade zur Beruhigung bei! Fragen Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich nicht auch manchmal, was Sie mit Ihrem überschüssigen Geld tun sollen? In Krisenzeiten wie diesen sind Anleger immer wieder in Edelmetalle geflüchtet. Ob das gut oder schlecht ist, können Sie hier nach lesen. Außerdem erfahren Sie, wie wichtig es ist, das richtige Metall zu finden.

Der absolute Superstar unter den Edelmetallen ist Gold. Jeder von uns hat irgendwas davon im Haus, zum Beispiel in Form von Schmuck. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass man in schlechten Zeiten (die, wenn es so weiter geht, unweigerlich kommen werden) Edelmetalle immer gegen Bares eintauschen kann. Auf die einfache Formel “Bei schlechter Wirtschaftslage immer Gold kaufen” vertrauen derzeit wieder viele Sparer und Anleger.

Konjunktur- und Währungs-Krisen belasten immer Unternehmen und damit auch die Aktienmärkte. Wenn Sie sich derzeit mal die aktuellen Aktienindizes durchforsten, werden Sie feststellen, dass auch politische Krisen und Unsicherheiten deutliche Spuren hinterlassen. Es ist nur zu verständlich, dass viele Anleger ihr Geld “vergolden”. Das treibt zum einen den Goldpreis nach oben, zum anderen kann man durch Wirtschaftskrisen bedingte Verluste wenigstens etwas abfedern. Letzten Endes wird das wertvolle Edelmetall so zu einer Art Versicherung.

Die Probleme beim Gold sollte man allerdings an dieser Stelle auch nicht ganz ignorieren.

Gold hat keinerlei praktischen Nutzen. In der Industrie (sieht man einmal von der Schmuckherstellung ab) kommt es so gut wie gar nicht vor. Der Preis des Goldes wird also nicht von einer industriellen Nachfrage bestimmt. Eugen Weinberg, Analyst der Commerzbank, hat es so ausgedrückt: “Das Risiko beim Gold ist nicht die Konjunktur, sondern durch Nachfrage bedingte Preisschwankungen. Gold war zwar immer ein sicherer Hafen, es hat aber keine Untergrenze beim Preis.”

Außerdem ist beim Goldinvestment eine permanente Marktbeobachtung sehr wichtig, um den richtigen Termin zum Ausstieg nicht zu verpassen. Seit der Finanzkrise 2008 hat sich der Preis für die Feinunze Gold ungefähr verdoppelt (auf bis zu 1.900 USD), allerdings kam es 2013 auch wieder zu teilweise massiven Einbrüchen.

Die wahre Stärke von Gold liegt in der längerfristigen Kursentwicklung.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt das mehr als deutlich. Hätten Sie, liebe Leserinnen und Leser, vor zehn Jahren Ihr Erspartes in Gold investiert, hätten Sie heute, trotz der negativen Entwicklung in 2013, Ihr Investment verdreifacht.

Was machen in dem Zusammenhang eigentlich Platin und Silber?

Platin ist, im Gegensatz zu Gold, auch für die Industrie (beispielsweise bei der Herstellung von Autos oder medizinischen Geräten) ein sehr wichtiger Rohstoff. Somit besteht eine direkte Verbindung zur industriellen Nachfrage, die wiederum konjunkturelle Gründe hat. Auch hier können wir wieder den Commerzbank-Analysten Eugen Weinberg zitieren: “Wenn man auf Kapitalzuwachs aus ist, sollte man zu Platin und Palladium greifen. Wenn man sich absichern will, eher zum Gold“. Die Nachteile liegen auf der Hand. Platin und Palladium bleiben wegen der konjunkturellen Abhängigkeit krisenanfällig.

Wie Platin (und Palladium) wird auch Silber von der Industrie (beispielsweise in der Elektronikbranche) nachgefragt. Allerdings wird die größte Menge nicht von der Industrie, sondern von Anlegern gekauft. Somit steht Silber in der Beziehung Gold näher als Platin oder Palladium. Auch beim Preisverlauf kann man bei Gold und Silber bis auf einige Ausschläge fast deckungsgleiche Kurven erkennen.

Unser Fazit, liebe Leserinnen und Leser, lautet deshalb:

Anleger sollten generell nur einen Teil Ihres Portfolio mit Edelmetallen bestücken. Gold und Silber sind immer gute Alternativen in Krisenzeiten, Platin und Palladium sind nur beim Aufschwung interessant. Die Abschätzung der Edelmetallkurse ist immer auch mehr oder weniger wie Fischen im Trüben. Aber man kann dennoch auf Erfahrungswerte setzen.

Mit allen Edelmetallen konnten Anleger auf Zehnjahressicht Gewinne mitnehmen. Gold hatte dabei die beste Performance.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Negativzinsen und kein Ende

23. Mai 2014 Klaus Riotte

Liebe Leserinnen und Leser, wir leben in Zeiten großer Verunsicherung. Drohende Negativzinsen treiben den braven Sparer in den Ruin und an den Aktienmärkten geht es auch nicht so richtig rund.

Auf das Thema Negativzinsen sind wir in unserem letzten Blog sehr ausführlich eingegangen. An der Einschätzung hat sich leider nichts geändert. Die Negativzinsen, da sind sich alle Experten mittlerweile einig, werden kommen. Ein Indiz dafür lieferte Bundesbank-Chef Jens Weidmann. Der hat bisher die Gegner einer solchen Finanzpolitik angeführt. Mittlerweile hat er im Interview der Süddeutschen Zeitung (online erschienen am 21.05.2014 um 18:21 Uhr) verraten, dass er sich eine solche Maßnahme als stabilisierendes Instrument durchaus vorstellen kann.

Dieses Szenario hat für den klassischen Sparer und die Kunden der Lebensversicherer ruinöse Folgen. Die endgültige Entscheidung zu diesem Thema wird wohl im Juni fallen. Die nächste Ratssitzung findet am 5. Juni statt.

Die dahinter steckende Absicht ist wohl allen klar, liebe Leserinnen und Leser. Wenn Banken für bei der Europäischen Zentralbank (EZB) geparktes Geld Strafzinsen entrichten müssen, könnten Sie ja auf die Idee kommen, dieses Geld Privatleuten und Unternehmen als Kredite zur Verfügung zu stellen. Man darf nicht vergessen, dass Banken derzeit bei der EZB etwa 100 Milliarden Euro hinterlegt haben.

Was viele Experten immer wieder gerne vergessen: hier wird Neuland betreten. Es gibt keinerlei Erfahrungswerte, da bisher noch keine Notenbank der großen Industrienationen Strafzinsen auf Einlagen verlangt hat. Dieses Verfahren wurde zum Beispiel  bei den skandinavischen Schwestern Dänemark und Schweden praktiziert. Dort hat sich dann allerdings der umgekehrte Effekt ergeben: Die Kredite wurden teurer, weil die Banken die Kosten für die Einlagen einfach eins zu eins an die Kunden weitergegeben haben.

Einen weiteren wichtigen Aspekt wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch nicht vorenthalten. Seit der letzten großen Finanzkrise haben sich die Märkte wieder einigermaßen beruhigt. Damals betrugen die Einlagen der Banken bei der EZB sagenhafte 800 Milliarden Euro. Wenn man die derzeitige Einlagensumme betrachtet, kommt man automatisch zu dem Schluss, dass hier viel Geld unterwegs ist. Aber es gibt keine Anzeichen, dass dieses Geld mehrheitlich in Unternehmens- und Konsumentenkredite geflossen ist.

In dem Zusammenhang möchten wir noch den Chef-Volkswirt der Commerzbank Frankfurt, Jörg Krämer, zitieren. Er sagte dem Deutschlandfunk im November 2013, dass Banken, die die Gelder nicht der EZB anvertrauen wollen, auch noch die Option haben, die Mittel einfach als Bargeld zu horten.

Abschließend kann man festhalten, dass Spekulationen regelrecht ins Kraut schießen, niemand wirklich etwas Genaues weiß und dieses Thema uns noch lange beschäftigen wird. Wie Sie, liebe Leserinnen und Leser, es von uns gewohnt sind, werden wir für Sie am Ball bleiben und bei Bedarf wieder berichten.

Im nächsten Blog werden wir uns auf die Suche nach Alternativen bei der Geldanlage machen. Seien Sie also gespannt, liebe Leserinnen und Leser, in dem Sinne also uns allen eine angenehme Zeit, Gesundheit und allseits gute Geschäfte.

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