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23. Oktober 2012
V. H.
Immer mehr deutet darauf hin, dass der verminderte Umsatzsteuersatz auf Silbermünzen nur noch in diesem Jahr Bestand hat. Derzeit werden Anlagemünzen aus Silber noch mit lediglich 7% besteuert, doch damit könnte es nach Plänen des Bundesfinanzministeriums schon bald vorbei sein. Wer den günstigeren Steuersatz nutzen möchte, sollte sich beeilen und jetzt noch zuschlagen.
Erhöhung so gut wie beschlossen, aber Zeitpunkt noch unklar
Bereits seit einigen Monaten kursierten Gerüchte, dass die geringere Besteuerung auf Silbermünzen vor ihrem Ende steht. Konkret wurde dies aber erst in der vergangenen Woche, als das Bundesfinanzministerium entsprechende Berichte aus den Medien bestätigte. Damit steht nun fest, dass es eine Steuererhöhung auf den üblichen Mehrwertsteuersatz von 19% geben wird. Unbekannt ist allerdings noch immer, wann diese Neuerung in Kraft treten wird.
Als wahrscheinlichstes Datum wird derzeit der 1. Januar 2013 gehandelt. Damit dieses Datum eingehalten werden kann, müsste eine entsprechende Änderung in das Jahressteuergesetz für das Jahr 2013 eingetragen werden. Da sich der Finanzausschuss diesbezüglich am Mittwoch dieser Woche zusammensetzen wird, ist bald mit einer Antwort zu rechnen. Offen ist allerdings noch, ob auch der Bundesrat der Änderung zustimmen wird.
Höhere Steuer umgehen
Die höhere Mehrwertsteuer auf Silbermünzen bedeutet auch, dass eine schlagartige Preiserhöhung bei Produkten wie den bekannten Maple Leaf, Silver Eagle, Wiener Philharmoniker oder auch Kookaburra und Koala Münzen bevorsteht. Von heute auf morgen werden die Münzen dann wohl einen Preissprung um satte 12% nach oben machen. Im Interview mit N-TV schlägt der Steuerexperte Michael Bormann vor, die höhere Steuer zu umgehen, indem man möglichst vorher noch mit den begehrten Produkten eindeckt. Wer an einer Anlage in Silbermünzen interessiert ist, sollte also keinesfalls zu lange zögern, denn schon in zwei Monaten könnte es zu spät sein.
Silberkauf in der Schweiz nur zweitklassige Alternative
Im Interview weist Bormann außerdem darauf hin, dass in der Schweiz ein Steuersatz von 8% auf die Silbermünzen gilt. Dabei gebe es allerdings zu bedenken, dass das erstandene Silber dann auch in der Schweiz verbleiben muss. Wird das Edelmetall nach Deutschland eingeführt, muss auch die Differenz nachversteuert werden. Legt man also Wert darauf, dass sich das eigene Silber möglichst in der eigenen Nähe befindet und nicht in einem anderen Land lagert, stellt der Kauf in der Schweiz nur eine zweitklassige Alternative dar.
Schlagwörter: Bundesfinanzministerium, Bundesregierung, Deutschland, Erhöhung, Finanzen, Koala, Kookaburra, Libertad, Maple Leaf, Mehrwertsteuer, Silber, Silbermünzen, Silver Eagle, Umsatzsteuer, Wiener Philharmoniker, Wirtschaft
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