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Goldmünzen und 1 Kg Barren Gold dienen auch heute noch als Zahlungs- und vor allem als Reservemittel und werden von den meisten Zentralbanken auf der Welt als Währungsreserve gelagert. Die Währungen sind heute jedoch nicht mehr durch Goldreserven gedeckt. Dieses wurde mit dem Scheitern des Bretton Woods Abkommens 1973 eingestellt. Heute wird 1 Kg Barren Gold vorwiegend als nationale Reserve für Krisenzeiten aufbewahrt. Der Staat kann durch Verkäufe des 1 Kg Barren Goldes unerwarteten Sonderausgaben entgegen wirken und kann sich so auch gegen wirtschaftliche Katastrophen absichern. Die meisten Länder und Notenbanken reduzieren kontinuierlich ihre Goldbestände. Der Anteil der internationalen Goldreserven an den gesamten Währungsreserven ist in den letzten drei Jahrzehnten durch Verkäufe und eine geringere Bedeutung für die Währungssicherung von 60 Prozent im Jahr 1980 auf zehn Prozent im Jahr 2006 zurückgegangen.

 

Doch warum nimmt der Anteil der Goldreserven wie zum Beispiel des 1 Kg Barren Goldes so stark ab? Hier spielen hauptsächlich zwei Gründe eine bedeutende Rolle. Zum Einen liegt es daran, dass es auf Goldbestände wie 1 Kg Barren Gold keine Zinsen anfallen. Die Umschichtung der Goldbestände in verzinsliche Anlagen erhöht daher die Gewinne der Notenbanken. Zum Anderen werden Goldbestände in den Bilanzen der Notenbanken mit den niedrigsten Anschaffungskosten bilanziert. Ein Verkauf zum aktuellen Marktpreis führt somit zu einem bilanziellen Gewinn. Nur der Deutschen Bundesbank ist es möglich eine Entscheidung zu treffen, ob ein Teil der Reserven verkauft werden soll oder nicht. Dies liegt daran, dass die Deutsche Bundesbank unabhängig ist.

 

Gerade aus diesen Gründen haben sich die Länder mit den größten Goldreserven darauf geeinigt, nicht ohne Absprachen Gold wie 1 Kg Barren Gold auf den Markt zu bringen. Der Goldpreis soll so stabilisiert werden. Würde man nämlich einmal davon ausgehen, dass alle Notenbanken ihre Goldreserven verkaufen würden, würde dies zu einem Zusammenbruch des Goldpreises führen.

 

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Aber wie sieht es eigentlich am physischen Goldmarkt aktuell aus? Die weltweit gewinnbaren Reserven werden auf circa 60.000 Tonnen geschätzt. Da die aktuelle Jahresproduktion gerade auch von 1 Kg Gold Barren momentan bei ungefähr 2.600 Tonnen liegt, dürften in etwa 35 Jahren die wirtschaftlich gewinnbaren Goldreserven völlig aufgebraucht sein. Im Vergleich zum Erdöl, das kontinuierlich verbraucht wird, sind jedoch gerade beim Gold noch fast 90 Prozent aller jemals geförderten Gold Reserven, wie auch 1 Kg Gold Barren, im Umlauf. Schätzungsweise wurden bislang etwa 150.000 Tonnen Gold gefördert. 90.000 Tonnen entfallen dabei auf die Produktion seit 1950. Die größten Goldreserven liegen dabei in Südafrika.

 

Was macht 1 Kg Gold Barren gerade gegenüber von Goldmünzen so vorteilhaft. Der Preisunterschied (Spread) beim Kauf beziehungsweise beim Verkauf von 1 Kg Gold Barren ist weitaus geringer als bei den Goldmünzen. Jedoch ist eine Echtheit bei den 1 Kg Gold Barren nicht so leicht ersichtlich, wie es bei den Goldmünzen der Fall ist. Zwar haben die 1 Kg Gold Barren eine Seriennummer, ein Prägedatum, die Angabe über die Reinheit und das Gewicht, sowie ein Stempel des jeweiligen Herstellers, doch diese können relativ leicht nachgemacht werden.

 

Generell gilt bei einer Investition in 1 Kg Gold Barren: 1 Kg Gold Barren ist reines Investorengold. Ein Kauf unter 100.000 Euro ist nicht empfehlenswert, da die Kosten, die mit einem Kauf verbunden sind, sonst einfach zu hoch sind. Bei den Produktionskosten für 1 Kg Gold Barren gibt es ebenfalls sehr viele Unterschiede. Während in hoch technisierten Minen im Untertagebau in Südafrika die Kosten bei bis zu 270 US Dollar je Unze liegen, können andere Firmen die Kosten bei knapp 100 US Dollar je Unze halten. So beliefen sich die durchschnittlichen, variablen Produktionskosten für die Gewinnung von 1 Kg Gold Barren zum Beispiel im Jahre 2003 auf ungefähr 220 Dollar je Unze.

 

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