Historische Münzen aus Deutschland
Mit dem Umlauf dieser Münze wurde in Deutschland ein neues Zeitalter eingeleitet, dass nicht als positiv zu bezeichnen war. Denn die geschichtliche Entwicklung ist ja hinreichend bekannt. Mit diesen Münzen entfiel zwar nicht die Tauschwirtschaft, bei der man Ware gegeneinander eintauschte und deren Wert aufrechnete, sondern in erster Linie die ohnehin nur spärlich vorhandene Demokratie. Die Münzen waren hier nicht das erste deutsche Zahlungsmittel in Form von Münzen, wurden aber trotzdem von zahlreichen Einwohnern nur ungern verwendet. Das Problem lag hier in der Tatsache, dass viele Menschen nicht mit der jeweiligen politischen Entwicklung im Land einverstanden waren und sich bereits anfangs auch von den Machthabern distanzierten. Als damals gängiges einziges Zahlungsmittel mussten diese Münzen aber verwendet werden, wenn man irgendetwas einkaufen wollte – zumindest, so lange es etwas zum Einkaufen gab.
Sie hatten es in ihrer Entwicklung notgedrungen also bedeutend einfacher als andere Münzen zu ihrer Zeit. In den Münzen des deutschen Reiches lag dabei allerdings so viel negative Entwicklung, dass die Münzen heute zu großen Teilen öffentlichen Sammlungen in Museen vorbehalten sind. Es ist auch nicht unbedingt empfehlenswert, „Andenken“ aus jenen Zeiten zu Hause aufzubewahren, ganz gleich, welchen Wert sie haben mögen. Zur Zeit ihrer Gültigkeit unterlagen diese Münzen auch einer, wirtschaftlich und politisch bedingten, starken Inflation, sodass es meistens Münzen mit sehr hohen Nennwerten gab.
Maßgeblich an der Entwicklung des Münzgeldes, und somit auch der Münzen des deutschen Reiches, beteiligt, war der damalige lydische König Kroisos, der bereits im 6. Jh. v. Chr. Münzen aus Gold und Silber in einer einheitlichen Form und mit einheitlicher Prägung herstellen ließ. Die Prägung erfolgte dabei bereits durch einen Prägestempel. Die Vorläufer dieser Münze haben ihren Ursprung also in der Antike und im Ausland, was man fast als eine Ironie des Schicksals bezeichnen kann. Erstmalig waren Münzen also im Ausland im Umlauf.
Trotzdem können auch die Münzen aus dem deutschen Reich, auf eine weitreichende und faszinierende Geschichte der an ihrer Entstehung und vor allem Erfindung beteiligten Kulturen und Hochkulturen zurück blicken. Auch für sie gilt ein einheitliches Maß für ihre Reinheit und für die Qualität der Münzen. Alle Edelmetallmünzen werden nämlich unabhängig ihrer Herkunft in ihrer Reinheit nach einheitlichen Grundsätzen unterteilt, die auch für die Münzen aus dem Deutschen reich gültig waren bzw. sind.
Auch bei den Münzen wurde das Feingewicht ursprünglich in Karat angegeben. Heute kennt man dieses Maß vor allem vom Schmuckkauf her. Allerdings ist es auch bei den Münzen aus dem deutschen Reich üblich, die benötigten Werte von Karat in Promille umzurechnen. Hier ist zu beachten, dass jede Kultur und jede Epoche ihre eigenen Mittel und Wege fand, um einer Minderung der Wertigkeit ihrer Münzen vorzubeugen. Bereits in der Antike wurde dazu unter anderem der geriffelte Rand eingeführt, an dem es sofort zu erkennen war, wenn Betrüger versucht hätten, an den Münzen etwas abzufeilen und sich mit dem angefallenen Silberstaub zu bereichern. Besonders die Hochkulturen des alten Griechenlands, der Römer, der Kelten und der Chinesen nutzten dazu frühzeitig noch weitere verschiedene und vor allem sehr ausgefeilte Methoden.
Diese Münzen waren in vielen bekannten Ausprägungen erhältlich, wobei es sich heute vor allem um Exponate einschlägiger Museen handelt. Die früheren Ausgaben der Münzen besitzen heute noch einen erheblichen Wert für Sammler und Museen, sind aber auch – entsprechend der geschichtlichen Entwicklung – sehr teuer im Unterhalt und ggf. meldepflichtig. Da diese Münzen meist registriert sind, würde ein Diebstahl im normalen Fall sofort auffallen. Das oben genannte Modell des geriffelten Randes beugte früher einem Diebstahl vor. Heute wird man sich dazu der Sicherheitsanlagen in den Museen bedienen.
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